Unternehmen dankt langjährigen Mitarbeitern für 40, 25 und 20 Jahre Treue/ Gestern Urkunden und Blumen überreicht

Wagenfelder Spinnereien stolz auf flexible Mitarbeiter

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Die Geschäftsführer Friedrich Körner (r.), Gerhard Körner (l.) und Dietmar Weber (2.v.l.) sowie Betriebsrat Stefanie Wilke dankten den langjährigen Mitarbeitern Wilfried Rohlfing, Friedhelm Kühne und Reinhard Grote (mit Urkunden v.l.).

Wagenfeld - „Dies ist die größte Runde seit langem“, meinte gestern Morgen Friedrich Körner, einer der drei Geschäftsführer der Wagenfelder Spinnereien, als er in die Runde der Arbeitsjubilare blickte. Dort saßen ihm 165 Dienstjahre gegenüber. Ein zu ehrender Kollege konnte nicht anwesend sein. Mit ihm erhöhte sich die Anzahl der Jahre auf 190.

„Die zu Ehrenden stammen aus allen Bereichen unseres Unternehmens und haben viele von diesen durchlaufen“, lobte Körner die Flexibilität der Mitarbeiter. Es erfülle ihn mit Dankbarkeit und Stolz, dass er auf eine so lange Zeit der Mitarbeiter zurückblicken könne. „Ich kann mich noch daran erinnern, wie jeder von Ihnen bei uns angefangen hat“, fügte er hinzu.

Seit 40 Jahren hält Inge Friedhoff den Spinnereien die Treue. Sie begann als junges Mädchen in der Halle Süd bei den Handarbeitsgarnen und wechselte anschließend in unterschiedliche Bereiche. Seit 15 Jahren ist sie wieder in der Halle Süd, wo heute die Teppichgarne gefertigt werden. „Sie hat sozusagen die Wagenfelder Welt von Süd nach Nord umrundet“, warf Geschäftsführer Dietmar Weber ein. „Die Arbeit macht mir Spaß“, unterstrich die Jubilarin.

Ebenfalls seit 40 Jahren dabei ist Wilfried Rohlfing, der in der Halbgarnspinnerei begann. Anschließend war er neun Jahre lang im Versand. Seit dem Jahr 2006 „kämpfen wir in der Rotorhalle“, wie er es mit seinen Worten beschrieb. In seiner Freizeit ist Rohlfing mit seiner Schießbude und einem Karussell unterwegs. Er steuert mit seinem Traktor und den Fahrgeschäften Veranstaltungen in einem Umkreis von 40 Kilometern an.

Auch Reinhard Grote blickt auf eine 40-jährige Betriebszugehörigkeit zurück. Er begann in der Färberei. Nach seiner Bundeswehrzeit kehrte als Elektriker in das Unternehmen zurück. „Damals hatten wir noch eine Armee von Elektrikern“, schmunzelte der Jubilar. Zum Teil seien noch Leiharbeiter beschäftigt gewesen. „Viel wurde noch in Eigenleistung erledigt“, erinnerte Friedrich Körner. Als er das erste Mal vor einem Schaltschrank mit den vielen Kabeln gestanden habe, habe er gedacht „das lerne ich nie“. Doch durch Fortbildungen und learning by doing habe es geklappt. Heute ist Grote Leiter der Elektriker-Werkstatt. „Geht nicht, gibt‘s nicht“, für ihn, formulierte es Dietmar Weber.

Friedhelm Kühne aus Barnstorf begann vor 25 Jahren in der Krempelei, sechs Monate später wechselte er in die Spinnerei. Vor seiner Einstellung in Wagenfeld war er 15 Jahre lang bei der Aalräucherei Ternäben in Lembruch beschäftigt. „Das war eine gewaltige Umstellung“, erinnerte sich Kühne. Im Vorweihnachtsgeschäft habe er bei Ternäben an drei Tagen in der Woche eine 24-Stunden-Schicht gehabt. Von der Arbeitsbelastung an sich sei es mit dem Fisch angenehmer gewesen. „Allerdings ist hier jetzt die Auslastung gleichmäßiger“, erzählte Kühne.

Ebenfalls 25 Jahre dabei ist Heinfried Albers (nicht anwesend). Er begann in der Teppichdruckerei, wechselte dann in die Halle 9 und ist heute im Wolllager beschäftigt. Heinfried Husmann blickt auf 20 Jahre Betriebszugehörigkeit zurück. Er begann in der Rotorspinnerei und arbeitet heute in der Mischerei und Färberei, wo es ihm am besten gefällt. „Ich bin weit rumgekommen im Betrieb“, sagte er selbst.

Neben der Geschäftsführung gratulierten und dankten den Jubilaren Betriebsrat Stefanie Wilke sowie die Abteilungsleiter Axel Neumann (Färberei), Mirko Guse (Rotorspinnerei) und Stefan Woch (Halbgarnspinnerei).

hwb

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