„Unser Ortskern wird bereichert“

Feier zur Neueröffnung des „Central Hotels“

Die Kernmannschaft für das Gelingen des neuen Central Hotel mit Bäckerei und Café: Christoph und Rita Overmeyer (v.l.), Architektin Franziska Keese, ehemalige Eigentümerin Brigitte Spreen-Friesecke, Planer Oliver Keese mit Kindern Julia, Adrian, Frederik Keese, Vivien Schneider (Caterer) und Bürgermeister Matthias Kreye.
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Die Kernmannschaft für das Gelingen des neuen Central Hotel mit Bäckerei und Café: Christoph und Rita Overmeyer (v.l.), Architektin Franziska Keese, ehemalige Eigentümerin Brigitte Spreen-Friesecke, Planer Oliver Keese mit Kindern Julia, Adrian, Frederik Keese, Vivien Schneider (Caterer) und Bürgermeister Matthias Kreye.

Wagenfeld – Der „Tag der offenen Tür“ kam bereits nach einem halben Jahr Umbauzeit – das Traditionsgebäude „Central Hotel“ in Wagenfeld war da einmal auf links gedreht.

Der neu gestaltete Saal füllte sich mit mehr als 100 Gästen, auf dem gesamten Areal des „Central Hotel“ mit Gästehaus, Saal, ehemaliger Kegelbahn, die jetzt Hotelzimmer beherbergt und dem benachbarten Neubau mit Wohnungen, herrschte Volksfestcharakter.

So groß war die Freude der neuen Eigentümer Franziska und Oliver Keese und ihrer Familie, den Gemeindevertretern, den am Umbau beteiligten Fachfirmen und der Fördergemeinschaft Aktiwas Wagenfeld.

Ein großer Dank ging an das Ehepaar Keese von Bürgermeister Matthias Kreye: „Solange du dir etwas vorstellen kannst, kannst du es auch schaffen“, sein Zitat von William Arthur Ward passte. Kreye war sich sicher, dass ein Projekt dieser Größe nur mit Mut, Leidenschaft, Fachwissen und finanzieller Potenz und Betrachtung dieser, zu schaffen sei. „Euer Projekt ist ein Glücksfall für die Gemeinde und Wirtschaftsförderung pur.“ Ihm war klar, dass sich die Waagschale auch in Richtung Abriss hätte senken können. „Unser Ortskern wird mit einem vielfältigen Angebot bereichert.“

Ein weiterer Dank ging an die ehemalige Eigentümerin Brigitte Spreen-Friesecke. „Danke, dass Du dich für Keeses entschlossen hast.“

Bis es jedoch so weit war, war der Weg der Transformation des „Central Hotel“ durch spannende Funde im Obergeschoss, Rundbögen aus grauer Vorzeit und viel Umbauschutt gepflastert.

Wie die Geschichte eines Hauses, das neue Konzept zur Revitalisierung, persönliche Erinnerungen und wie im Fall Spreen-Friesecke eine Freund- und Patenschaft ineinandergreifen, erklärte Oliver Keese.

Diese vier Damen aus Stemwede ließen es sich am ersten Öffnungstag des Café Overmeyer im Central Hotel zum Frühstück gut schmecken.

„Da Gebäude auch einen Lebenszyklus haben, stand der Entscheid Abriss oder Revitalisierung im Raum. Wir entschieden uns für Plan „R“. Die Entscheidung hatten folgende Faktoren beeinflusst: „Brigitte ist die Patentante meiner Frau Franziska. Sie wollte Ende April mit dem Betrieb der Gaststätte und des Saales endgültig aufhören. Wir konnten das Anwesen kaufen, fanden in der Gemeinde einen verlässlichen Partner im Geiste und akquirierten Förder- und Finanzierungsgelder.“

Dem sonst kühlen Rechner Keese standen die Emotionen gut: „Wir haben hier im Saal vor 28 Jahren geheiratet, unser Anliegen war diesbezüglich „nicht wegreißen“. Vor vier Jahren hätte es erste Gespräche mit Tante „Gitta“ gegeben. „Oliver hat immer hingehört, wenn ich erzählte“, erinnert sich die Senior-Chefin. „Gitta musste ja auch irgendwo hin, und zwar nicht auf 50 Quadratmeter“, so Keese. Der Bau des benachbarten Wohnhauses, wo Spreen-Friesecke eine Erdgeschosswohnung bezog, folgte. Die neuen Eigentümer kamen ins Gespräch mit Christoph und Rita Overmeyer. Die Idee für die 24. Filiale der Bäckerei aus Steinfeld wuchs. Insgesamt stellte das Planer- und Architektenpaar Keese das Anwesen auf vier starke Konzept-Säulen: Café mit Backshop, dort wo früher die Kneipe und Gaststube war, der Umbau des Saals zu einem modernen Tagungs- und Seminargroßraum, teilbar und mit hybrider Technik. Der Umbau der Hotelzimmer, Appartementsuiten und Zimmer statt Kegelbahn, alles mit kontaktlosem Check in/out. Zwölf Zimmer sind barrierearm, die Mastersuite im Obergeschoss war Gittas alte Wohnung.

Die Gäste Marianne Lohaus (rechts) und Ursula Bredemeier versuchen sich am neuen Check in/Check out des Hotels.

Mit wieviel Herz der Ausbau erfolgte, zeigte das Bad: „Wir haben hier alles farblich so belassen, nur renoviert, aber ihre Gardinen sieht Gitta jeden Tag, wenn sie hochschaut.“ In den Hotelzimmern hängen Bilder von Franziskas Mutter gemalt. Das Gästehaus wurde mit acht Zimmer renoviert, aus der Kegelbahn wurden die „Kegelbahn-Zimmer“. Für den Betrieb zeichnet Keeses Tochter Julia verantwortlich, den Saal betreibt die Gastronomie und Catering Firma Schneider aus Espelkamp. Die Hotelgäste können im Café Oevermeyer frühstücken.

Pastor Michael Steinmeyer gab den Segen für das „neue“ Haus am Platz und wünschte sich: „Dass die Gäste etwas freundlicher gehen, als sie gekommen sind.“

Und dann gab es noch ein bisschen „Bütt“ im Land zwischen den Mooren: „Zum Traumhotel seid Ihr bereit, ich hoffe, dass Ihr glücklich seid“, hatte Olivers Stiefschwester Ulrike als Überraschungsgast gedichtet.

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