Thorsten Dankworth begeistert Publikum in den Ströher „Moorwelten“

„Umwerfend, magisch und ein bisschen mystisch“

Der große Seminarraum in den Ströher „Moorwelten“ war bei den „Irrlichter“-Veranstaltungen von Thorsten Dankworth bis auf den letzten Platz besetzt. - Fotos Scheland

Ströhen - Er kokettiert mit den Besuchern. Integriert das Publikum in seine Darbietungen. Bittet um Unterstützung. Holt Claudia und Nina, Arne, Andre oder Marion an seine Seite. Erklärt Aufgaben und erläutert seine besonderen Fähigkeiten, fragt nach – einmal, manchmal auch zwei oder drei Mal.

Er sieht den Protagonisten offensichtlich an der Nasenspitze an, ob sie lügen oder die Wahrheit sagen und überrascht auch bei seinen weiteren Show-Elementen mit finalen Ergebnissen, die auf den ersten Blick kaum jemand nachvollziehen kann. Thorsten Dankworth demonstriert am Freitag und Samstag in zwei 100-Minuten-Auftritten auf der „Showbühne“ im großen Seminarraum des Europäischen Fachzentrums Moor und Klima (EFMK) in Ströhen die hohe Kunst der Magie des Unterbewussten, die Macht der Gedanken. Bei beiden Veranstaltungen sind alle Plätze besetzt. Besucher aller Altersgruppen sind gleichermaßen beeindruckt und begeistert. Zwölfjährige Heranwachsende bedanken sich ebenso wie über 80-jährige Senioren mit einem donnernden Schlussapplaus für „übersinnliche Abende“.

Für Reiner Kowarik, den Leiter der Ströher „Moorwelten“ und Ideengeber für die beiden Auftritte im EFMK, haben sich die Erwartungen erfüllt: „Ich denke, die Verpflichtung des Mentalisten und Experimentalmagiers Thorsten Dankworth war eine richtige Entscheidung. Deutlich wird das durch den guten Besuch, aber auch durch die durchweg positiven Bewertungen des Publikums“, stellt der (noch) 72-Jährige zum Schluss der Auftakt-Veranstaltung fest. „Und Dankworth selbst hat es auch gefallen“, ergänzt Kowarik. Lange hält sich der „Moorwelten“-Leiter mit Vergangenem nicht auf. Schnell blickt er nach vorn: „Es ist durchaus vorstellbar, dass es bei uns in Zukunft weitere Veranstaltungen der unterhaltsamen Art gibt. Natur- und Klimaschutz sind äußerst wichtig, ganz ohne Frage, aber bekanntlich ist auch Abwechslung sehr reizvoll. Unser Seminarraum erfüllt auch alle Rahmenbedingungen für Kleinkunst und Infotainment, das haben die beiden Veranstaltungen gezeigt.“

„Mit seinen Fähigkeiten hat der Künstler unsere Herzen zum Rasen gebracht“, sind sich Nina Borkowski und Jens Wendroth aus Stemwede zum Schluss der Show einig. „Umwerfend, magisch, ein bisschen mystisch und über weite Strecken phänomenal“, sind beide begeistert. „Der Mentalist war jeden Euro des Eintrittsgeldes wert.“

„Wie kann der das, wie hat der das gemacht?“, fragte sich der Wagenfelder Otto Schilling beim Verlassen des „Tatorts“. Sein Kommentar zum Gesehenen und Gehörten: „Aufregend und unglaublich.“ Und für die Wagenfelderin Sigrun Hagelmann war die 100-Minuten-Show „von Anfang bis Ende erstaunlich und verblüffend.“

Beide Abende beginnen mit einem Ritual: Hausherr Reiner Kowarik wünscht dem jeweils etwa hundertköpfigen Publikum traumhaft schöne Stunden. Kurz skizziert er die Verknüpfung des Veranstaltungstitels mit dem Naturraum Moor. Bei „Irrlichtern“ handele es sich um spontane, nicht vorhersehbare Erscheinungen, die nur schwer erforschbar seien. Man wisse nicht, wie sie entstünden. „Etwas Ähnliches erleben wir heute mit dem Experimentalmagier und Mentalisten Thorsten Dankworth.“

Mit spontanem Anfangsapplaus des Publikums betritt der Meister die Bühne – mit einem schaurig-schönen Moorgedicht und der Einladung zu einer gemeinsamen Reise durch das faszinierende menschliche Gehirn. „Es geht um Ihre Gehirnzellen“, macht Dankworth deutlich und hinterlässt in der Folge mit den unterschiedlichsten Spielelementen Fragezeichen in den Augen der Besucher – mal mit Romanen und Comix, dann mit Spielkarten, Zahlen, Buchstaben und ganz zum Schluss mit den Scherben einer zerschlagenen Flasche. Er lässt von Besuchern Namen aufschreiben und Bäume malen, um sie anschließend scheinbar mühelos den jeweiligen Personen zuzuordnen. Das beeindruckte. Als er dann aber aus dem Berliner Telefonbuch mit mehr als 500000 Eintragungen im Teamwork mit Zuschauern genau die Telefonnummer heraussucht, die er anfangs in einem Umschlag deponiert hat, geht ein lautes Raunen durch die Besucherreihen. Dankwort ist bei seiner Reise an die Grenzen der Realität am Ziel: Erneut ist es ihm gelungen, die Sinne des Publikums zu täuschen, die Gedanken seiner Zuhörer zu manipulieren…

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