Ulrich Rother vom DRK-Kreisverband zu Gast in Wagenfelder Grundschule

Viertklässler machen sich spielerisch fit in Erster Hilfe

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Mit Spiel und Spaß zu kleinen Helfern: Nachdem sich am Dienstag bereits die Klasse 4a fit in Erster Hilfe machte, sorgte die praktische Lerneinheit gestern bei den Schülern der Klasse 4b (Foto) für Begeisterung. Mit dabei neben DRK-Ausbilder Uli Rother auch Klassenlehrer Hans Weigel, Schulhund Emmy mit Frauchen und Lehrerin Anna Scherzberg.

Wagenfeld - Es kann schnell gehen: Ein Unfall beim Spielen in der Freizeit, auf dem Schulhof oder im Straßenverkehr. Da können auch Kinder schnell zu bedeutsamen Ersthelfern werden. Umso wichtiger, dass die Jüngsten dann schon im Bilde sind, was im Ernstfall zu tun ist.

Mit Ulrich Rother war in dieser Woche ein altbekanntes Gesicht an der Wagenfelder Auburg-Grundschule zu Gast, der am Dienstag und am gestrigen Vormittag spielerisch und locker den Schülerinnen und Schülern der vierten Klassen wichtiges Grundwissen in Erster Hilfe vermittelte.

Bereits zum 14. Mal richtete der Ausbilder vom DRK-Kreisverband Diepholz die Schulung in der Bildungseinrichtung aus.

Vom Anlegen der Warnwesten und der Sondierung der Lage, dem Aufstellen des Warndreiecks bis zum richtigen Absetzen eines Notrufes wurden in kleinen Gruppen erste Basiselemente spielerisch geübt.

Danach ging es an das Einpacken von Personen in Rettungsdecken und das Verbinden von Wunden.

Zunächst an ihren mitgebrachten Kuscheltieren, dann an sich selbst und später an ihren Klassenkameraden übten die Kinder das richtige Anlegen von Verbänden. „Der Blick eines Kindes ist zunächst auf sich selbst und dann erst auf andere gerichtet“, erläuterte Rother.

Keine Frage, dass selbst Schulhund Emmy als Patientin fachmännisch verbunden wurde. Auch wie und wann man eine verletzte Person nach einem Unfall in die „stabile Seitenlage“ bringt, wurde praktisch ausprobiert.

„Die Kinder üben in den Kleingruppen vorwiegend ohne mein Eingreifen, denn wenn sie in einen Unfall involviert sind, sind sie oft auch erstmal auf sich allein gestellt“, erläuterte Rother. Jedes Kind schlüpfte wechselnd in die Rolle von Helfer oder Patient.

Mit der Realisierung des Rot-Kreuz-Projekts „Kinder helfen Kindern“ lasse sich schon in der Grundschule ein maßgeblicher Beitrag zur Unfallverhütung leisten und eine positive Grundeinstellung der Kinder zum Helfen entwickeln.

„Nur durch selbstständiges Üben erlangen die Kinder Handlungssicherheit und können sich im Ernstfall auf ihre eigenen Fähigkeiten verlassen.“

Nach soviel aktiv angeeignetem Wissen stand auch ein wenig Relaxen auf dem Programm. „Mit einer Entspannungsgeschichte beruhigen sich die Kinder. Dass sie diese am Ende noch mal wiedergeben müssen, schult die Wahrnehmung und Konzentration, denn auch die ist im Ernstfall wichtig“, sagte Rother.

Kein Murren war zu hören, als die Kinder zudem eine besondere Hausaufgabe aufbekamen, nämlich den Eltern auf den Zahn zu fühlen und sich zu überzeugen, wie viele Warnwesten im Familienauto sind und wo sich diese ebenso wie Warndreieck und Verbandskasten befinden.

Art

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