Kollegiale Schulleitung der Oberschule Wagenfeld stellt Arbeitsweise vor

Transparenz und Arbeitsteilung

Die kollegiale Schulleitung der Oberschule Wagenfeld besteht aus (v.l.) Hans-Jörg Groß, Konrektorin Michaela Lucassen, Peter Schneekönig und Rektor Frank Klausing. J Foto: Jendrusch

Wagenfeld - Die Sommerferien sind vorbei, die ersten Schulwochen ins Land gezogen. Die Schulleitung der Oberschule Wagenfeld ist mit dem Start durchaus zufrieden. Wenn an der Bildungseinrichtung von Schulleitung die Rede ist, sind damit aber nicht nur Rektor Frank Klausing und Konrektorin Michaela Lucassen gemeint – die Beiden haben Verstärkung aus dem Lehrerkollegium.

Zusammen mit Peter Schneekönig und Hans-Jörg Groß bilden die vier Pädagogen die sogenannte kollegiale Schulleitung. „Das ist jedoch keine Erfindung aus Wagenfeld sondern eine offiziell mögliche Variante, wie eine Schule geleitet werden kann“, erklärt Frank Klausing. Geregelt ist dies im Paragrafen 44 des Niedersächsischen Schulgesetzes (NSchG). „Bis zu drei hauptamtliche oder hauptberufliche Lehrkräfte“ – so der Gesetzestext – dürfen einer kollegialen Schulleitung neben dem Rektor und dem Konrektor angehören.

Kollegium hat mehrere Möglichkeiten Ideen einzubringen

Jeden Mittwoch um 12 Uhr treffen sich Klausing, Lucassen, Schneekönig und Groß in der Sitzecke im Büro des Schulleiters. Dann kommen die kleinen und größeren Herausforderungen des Schulalltags auf dem Tisch. „Das ist jedoch keine geschlossene Veranstaltung“, betont Klausing. Die Tür zum Büro sei sowieso immer offen, jedes Mitglied aus dem Lehrerkollegium könne dazustoßen. Im Lehrerzimmer stünde auch eine „Ideenbox“, die von den Pädagogen gerne mit Anregungen zum Schulleben gefüllt werden dürfe. „Viele kleine Dinge werden jedoch auch zwischendurch besprochen“, sagt Lucassen. „Wir können ja nicht immer bis zum Mittwoch mit allem warten.“

Innerhalb der kollegialen Schulleitung kümmert sich jedes Mitglied um bestimmte Aufgabenbereiche. Klausing und Lucassen sind als Rektor und Konrektorin eher für das, was unter den Bereich „klassische Verwaltungsaufgaben“ fällt, zuständig. Schneekönig betreut den Bereich der Praktika und der Berufsberatung. Groß zeichnet für den kulturellen Bereich der Schule verantwortlich.

Lehrer befürworten kollegiale Schulleitung

Die Pädagogen sind sich einig: die Führung der Schule durch eine kollegiale Schulleitung hat nur Vorteile. Die Hierarchie sei flacher, es herrsche viel mehr Transparenz. Dies trage zu einer Verbesserung des Schulklimas bei. Von Schülern, Eltern, Lehrerkollegen und auch den weiteren Beschäftigten gebe es sehr positives Feedback.

Von der Möglichkeit, eine kollegiale Schulleitung zu bilden, würden jedoch nur wenige Bildungseinrichtungen Gebrauch machen. „Von den Oberschulen im Landkreis Diepholz fällt mir, neben uns, nur noch die Oberschule in Bruchhausen-Vilsen ein“, sagt Klausing. „Klar, vielleicht ist es nicht das richtige Konzept für jede Schule, das hängt immer von den jeweiligen Gegebenheiten ab. Uns erleichtert es die Arbeit jedoch enorm.“ Klausing, Lucassen, Schneekönig und Groß sind sich einig: „Wir können dieses Prinzip – aus unserer Erfahrung – jeder Schule nur empfehlen.“

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