Leiter mit Besucherzahlen zufrieden

Tierpark Ströhen hofft auf finanzielle Hilfe vom Land

Die Hirschziegenantilopen im Tierpark Ströhen hatten seit Anfang Mai viel Besuch – sehr zur Freude von Tierpark-Chef Nils Ismer.
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Die Hirschziegenantilopen im Tierpark Ströhen hatten seit Anfang Mai viel Besuch – sehr zur Freude von Tierpark-Chef Nils Ismer.

Ströhen – Jedes bisschen finanzielle Unterstützung hilft in Corona-Zeiten. Vom jüngsten Hilfspaket des Landes Niedersachsen kann voraussichtlich auch der Tierpark Ströhen profitieren, der von Mitte März bis Anfang Mai schließen musste. Es gebe einen Antrag, der sich auf in dieser Zeit entstandene Kosten beziehe, erklärt Tierparkchef Dr. Nils Ismer auf Nachfrage. „Ich glaube schon, dass wir Mittel bekommen können.“

Im Rahmen der Richtlinie zur Unterstützung der durch die Covid-19-Pandemie in Not geratenen Zoologischen Gärten, Tiergärten und Wildgehege des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums stehen laut Behörde 20 Millionen Euro bereit. Sie ist Teil des im Juli beschlossenen Konjunkturprogramms für Niedersachsen. Die Hilfen können seit dieser Woche bei der NBank beantragt werden. Mit dem Geld sollen Einnahmeausfälle der rund 31 niedersächsischen Zoos und Tierparks infolge der Corona-Krise abgemildert werden. In Einzelfällen hilft das Land mit bis zu 800.000 Euro pro Einrichtung.

So viel wird der Tierpark Ströhen nicht bekommen. „Es macht nicht den Riesenunterschied, aber es hilft“, sagt Ismer zur Höhe einer möglichen Unterstützung. Er ist nach eigener Aussage froh, dass das Land etwas für die Tierparks und Zoos tut. Zwar könne die Unterstützung die Verluste insbesondere aus den aufgrund der Feiertage sonst einnahmenstarken Monate März und April nicht aufwiegen. Zusammen mit den Hilfen, die es schon zu Beginn der Corona-Krise gegeben habe, sei es aber eine gute Unterstützung. „Es gibt Branchen, die es noch härter getroffen hat als uns, die gar keine Einnahmen haben“, weiß Ismer. Er denkt dabei vor allem an Veranstalter und einige Gastronomiebetriebe.

Mit der Besucherentwicklung seit der Wiedereröffnung am 6. Mai ist Nils Ismer sehr zufrieden. Man merke, dass Familien, die in diesem Jahr auf einen Urlaub verzichten, vielleicht einmal öfter mit ihren Kindern in den Tierpark Ströhen kommen. Bezüglich des regulären Tierpark-Betriebs ist Ismer für die kommenden Monate und mögliche steigende Infektionszahlen zuversichtlich. „Denn wir haben gelernt, dass die Gefahr einer Ansteckung im Freien nicht so groß ist.“

Weihnachtszirkus im Tierpark Ströhen noch fraglich

Anders sieht es beim traditionellen Weihnachtszirkus aus. „Der bereitet uns noch Bauchschmerzen“, sagt Nils Ismer. Normalerweise locken die etwa 90-minütigen Vorstellungen von den Weihnachtstagen bis ins neue Jahr jede Menge Besucher in die Showhalle. Der Tierpark-Leiter und sein Team wollen erst mal die Rahmenbedingungen der nächsten, für Anfang Oktober angekündigten Lockerungsstufe abwarten. Danach werden sie prüfen, was möglich ist, was nicht und ob der Jahreswechsel dieses Mal womöglich ganz ohne Tiere, Clowns und Akrobaten auskommen muss.

Die Tierpark-Kasse ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Auf dem Gelände ist ein Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird generell empfohlen und ist im Hofcafé zum Erwerb von Snacks und Getränken erforderlich. Spielplatz und Streichelwiese sind eingeschränkt unter Einhaltung der Corona-Hygienemaßnahmen nutzbar.

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