Vorstellungen noch bis zum 7. Januar

Tierdressur, Akrobatik und Clownerie im Tierpark Ströhen

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Tiertrainer Miguel Frankello und seine Familie haben sich wochenlang auf die Spielzeit im Tierpark Ströhen vorbereitet. Das Ergebnis ist, wie im Bild zu sehen, durchaus eindrucksvoll.

Ströhen - Von Simone Brauns-Bömermann. „Der Schlussapplaus ist das Schönste was Sie uns und den Tieren geben können“, bedankte sich Tiertrainer und Zirkusfamilienoberhaupt Miguel Frankello zur Premiere des traditionellen Weihnachtszirkus am ersten Weihnachtstag im Tierpark Ströhen.

Was die treuen Besucher erlebten, war eine ganz besondere Version von Zirkusluft. Vier Kamele, edle Araberhengste, Texas-Longhorn-Bullen, italienische Esel, ein Kaltblut und ein edler „Spanier“ plus einer Araberstute mit Fohlen eroberten von tierischer Seite die Herzen der Besucher. Miguel, Elena-Atelina, Kalli, Melano, Luciana und Lucia waren die engagierten Menschen, Artisten, Dressurchef, Clown und Animateure.

Kamele, Araberhengste, Bullen und Esel

„Danke, danke, es war so ein schöner Nachmittag, die Kamele habe ich schon in die Welt per Bild geschickt“, verabschiedet sich eine Dame beim Chef nach der Vorstellung. Der ist sichtlich erschöpft, muss „eine rauchen“ und einen Glühwein auf die Premiere trinken: „Wir haben alle jedes Mal noch Lampenfieber, vor allem die Tiere“, sagt der Mann mit den drei Gaben – Geduld, Durchsetzungsvermögen und Draht zu den Tieren. Unter seinen Fittichen gelingt das Erstaunliche: Kamele und Araberhengste oder Kamele, Bullen und Esel zeigen die Freiheitsdressur in der kleinen Manege. Tempiwechsel auf Ansprache, mit Aufmerksamkeit und dem Wichtigsten: Das Lob und die Streicheleinheit am Ende der Dressur.

„Es hat nicht alles wie am Schnürchen geklappt, aber wir sind sehr zufrieden“, verabschiedet sich Miguel in seiner sympathisch-ehrlichen Art bei seinem treuen Publikum. Das macht die Show so sehenswert: Eine Familie macht Zirkus für Familien und das zu Weihnachten.

Mitmachnummer für das Publikum

Das Programm wechselt zwischen Weihnachtssongs, dem Weihnachtsmann, der eine Geschichte vorliest, Tierdressur, Akrobatik und Clownerie. Bei den Lachnummern setzt Familie Frankello auf Mitmachnummern: Wie beim Kriminal-Dreh. Da werden Sechs aus dem Publikum zu Laiendarstellern, machen ihre Sache super und haben eine Menge Spaß.

Ein bisschen macht sich Musketier-Gefühl breit: Nach dem Motto „Alle für einen, einer für alle“, wenn alle Mitglieder der Zirkusfamilie mit dem Kaltbluthengst feinste Voltigier-Kunst zeigen. „Er war heute einer der besten Tiere“, beurteilt der Chef direkt nach der Vorstellung.

Vorher verknotet er noch schnell vier freiwillige Herren in der Manege rücklings und winkt: „Tschüss, die Auflösung des Knotens verrate ich demnächst“, scheint er zu sagen.

Leuchtende Augen bei Kindern und Eltern

Die Ideen gehen der Familie scheinbar nicht aus: Die Riesenwaschmaschine wäscht alles zu Miniaturausgaben, der Pausenclown findet verstaubte Herren-Haarschöpfe im Publikum zum Abstauben, Elena-Atelina zeigt tolle Akrobatik zu Pocahontas-Songs. Per Muskelkraft sind die anderen aus der Truppe das Widerlager des Hochtrapezes.

Für die Kinder runden das Ponyreiten in der Pause, das Streicheln der Lamas und der Duft von Popcorn im Vorzelt den Besuch ab. Das Highlight mit langen Schlangen von reitwilligen Kindern kommt am Ende: Das „Wüstenschiff-Reiten“. Leuchtende Augen bei Kindern und Eltern nach zweieinhalb Stunden Zirkusluft. „Jetzt freuen wir uns erst einmal auf unsere Rast in Ströhen“, sagt Miguel, „danach geht es im neuen Jahr vermutlich nach Frankreich.“ Bis zum 7. Januar findet täglich eine Vorstellung um 15 Uhr in Ströhen statt.

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