Träume eines Bestatters

„Theaterdeufels“ zeigen unterhaltsames Theaterstück mit viel Musik auf der Freilichtbühne

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Die „Theaterdeufels“ Eva Fels, Thomas Deutscher (Mitte) und Michael Mikolaschek zeigen am Freitag, 19. Juli, auf der Freilichtbühne Wagenfeld das unterhaltsame Theaterstück „G. Beine – Bestattungen aller Art“. 

Er schaut sich gerne Western im Kino an, liebt Musik, würde gerne reisen – und möchte eigentlich ein ganz anderes Leben führen als das eines Bestatters. Den Beruf hat Guido Beine nur widerwillen ergriffen, weil er das Familienunternehmen weiterführen muss. Wovon er wirklich träumt, verrät er am Freitag, 19. Juli, auf der Freilichtbühne in Wagenfeld. Ab 20 Uhr tritt dort das Trio „Theaterdeufels“ mit dem Wagenfelder Pianisten Michael Mikolaschek auf.

Wagenfeld - „Es ist eine herrlich abstruse Mischung aus dem Alltag eines Bestatters und seinen Träumen“, fasst Mikolaschek das musikalische Theaterstück „G. Beine – Bestattungen aller Art“ zusammen, das bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen Premiere feierte und trotz des scheinbar ernsten Themas viel Vergnügen verspricht.

Guido Beine (Thomas Deutscher) ist eigentlich mit der Gesamtsituation unzufrieden. Das fängt schon bei seinem Namen an. Schön findet er ihn nicht, aber irgendwas mit „G“ musste es sein, sonst hätte man das Firmenschild mit der Aufschrift „G. Beine“ ja ändern müssen. Auf Gespräche mit Kunden über Sargmodelle oder die Möglichkeit der Einäscherung eines Familienangehörigen im eigenen Kamin hat er längst keine Lust mehr.

Und dann ist da noch „Mutti“, die zwar nicht auf der Bühne zu sehen, aber dennoch omnipräsent ist. Aus einem Lautsprecher redet sie ständig dazwischen, wenn Guido mal wieder von einem anderen Leben träumt oder in Erinnerungen an eine unbeschwerte Jugend schwelgt.

Das Theaterstück ist zugleich eine Reise durch die verschiedensten Genres der Musik. Michael Mikolaschek begleitet die tragisch-komischen Erzählungen Guidos am Piano, spielt mal Blues, mal Bach, „Aber bitte mit Sahne“ von Udo Jürgens oder „The good, the bad an the ugly“ aus dem Soundtrack des Westerns „Zwei glorreiche Halunken“ – ganz wie es gerade zur Handlung passt. Zugleich schlüpft er in die Rolle des Willibald, Guidos zuverlässigem Assistenten.

Inszeniert hat das Ganze Eva Fels, die das Trio komplettiert. Dem ein oder anderen werden die Drei bereits bekannt sein, denn 2017 waren sie schon mit dem Stück „Absender unbekannt“ auf der Freilichtbühne zu Gast. „Ich freue mich sehr darauf, hier wieder zu spielen“, sagt Michael Mikolaschek, der 2005 zu den „Theaterdeufels“ dazugestoßen ist. Thomas Deutscher und Eva Fels arbeiten bereits seit 1996 zusammen. Als sie sich verändern wollten und einen Musiker suchten, der improvisieren und problemlos von einem Genre ins andere wechseln kann, stießen sie auf den damals ebenfalls in Recklinghausen lebenden Mikolaschek.

Mit dem Stück „G. Beine – Bestattungen aller Art“ sind die „Theaterdeufels“ bereits weit herum gekommen. Unter anderem spielten sie im Kieler Landtag. „Das war wie in einem Hochsicherheitstrakt“, erinnert sich Michael Mikolaschek an die hohen Sicherheitskontrollen. Besonders sei auch ein Gastspiel im Stadttheater von Amiens in Frankreich gewesen.

Karten

Eintrittskarten zum Preis von 15 Euro sind an der Abendkasse erhältlich.

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