Schlittenhunde nur am Samstag gestartet

Sturmtief „Herwart“ sorgt für vorzeitigen Rennabbruch

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Am Sonntag kam es nicht mehr zum Start. Nach der Absage wurde an der Strecke abgebaut.

Ströhen - Der Grundgedanke, das Auftaktrennen der Schlittenhundesaison um zwei Wochen nach hinten zu schieben, war gut. Dazu hatte sich der Vorstand des Schlittenhundesportvereins Süd-Oldenburg (SSVS-O) entschieden aufgrund des Klimawandels.

Allerdings machte Tief „Herwart“ mit Sturm den Startern am Sonntag einen Strich durch die Rechnung, das Rennen wurde aus Sicherheitsgründen für Zwei- und Vierbeiner vorzeitig abgebrochen.

„Wir haben uns dazu entschieden aufgrund der Verlängerung der Sturmwarnung des Deutschen Wetterdienstes“, erläutert Erste Vorsitzende Mirjam Seidl-Meyerrose vom Ausrichterverein SSVS-O bei der vorzeitigen Auswertung der Ergebnisse am Sonntagvormittag im Tierparkrestaurant in Ströhen.

Denn die Läufer, Mountainbiker, Scooter- und Gespannfahrer münden nach dem Start an der großen Aue am Naturtierpark Ströhen in den bewaldeten Teil des Tierparks ein, gern auch „Grüne Hölle“ von den ehrgeizigen Sportlern genannt, die schon lange nicht mehr mit Schnee rechnen in diesem Breitengrad. Und so bildete sich die Schlange am Sonntagvormittag nicht vor dem Startareal, sondern vor der Ausgabe der Impfausweise der Schlittenhunde am Sonntag. 

Eine vernünftige Entscheidung

Zwar gab es enttäuschte Gesichter, aber die Vernunft behielt bei fast allen Sportlern die Oberhand. War es also die Temperatur, die beim Trainingslager vierzehn Tage vorher den Hemmschuh machte, war es am zweiten Renntag des Auftaktrennens der Sturm. „Wir sind das als Outdoor-Sportler aber gewohnt und können mit solchen Widrigkeiten umgehen“, erläutert ein Läufer an der Strecke.

Doch der Samstag lief gut, berichten die Damen Seidl-Meyerrose und zweite Vorsitzende Jana Conradi. „Wir haben rund 220 Starter zählen können und haben unsere erste Vereinsstaffel laufen beziehungsweise fahren können.“ Sechs Vereine hatten bei der Durchführung viel Spaß. „Wir konnten die unterschiedlichsten Menschen motivieren und schön war, dass auch einmal Biker in den Laufgurt geschlüpft sind oder Gespannfahrer die laufende Helferposition übernommen haben“, resümieren die Veranstalter.

Die Staffel wurde ins Leben gerufen, um auf einem Rennen einmal etwas gemeinsam zu unternehmen, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Dazu trage auch immer das samstagabendliche Musher-Essen im Tierparkrestaurant bei.

Teilnehmer reisten von weither an

Neben den eigentlichen Rennstarts geht es bei dem Schlittenhundetreffen immer um die Tiere, die nächsten Events und um Geselligkeit. Die Teilnehmer kommen teils von weit her, sind Camping mäßig hervorragend ausgestattet. Vom Gehegezaun und Zelt für die Hunde bis zum technisch ausgeklügelten Ausbau des Campingbusses ist alles am Start. Kälte ist erwünscht, gegen Kälte läuft oder rennt man, nach den Rennen wärmen andere Rezepte. Die Teilnehmer freuen sich jedes Jahr wieder auf den Trail am Tierpark. 

Ein großer Dank gilt auch in diesem Jahr dem Tierpark Ströhen. Flächen, Trail, Restaurant, Imbisszelt und Logistik sind eng mit Familie Ismer abgesprochen und organisiert. Damit die Rennveranstaltungen weiterhin so reibungslos verlaufen und neue Interessierte erreichen, legt der Verein sehr viel Wert auf die Tiergesundheit. 

Die Hunde müssen im Impfpass folgenden Impfschutz nachweisen: Tollwut, Parvovirus, Staupe, Zwingerhusten, Leptospirose und Hepatitis contagiosa canis. Und da der Herbst nun schon zwei große Stürme für den Norden vorhielt, hoffen die Schlittenhundefreunde auf gutes kaltes windstilles Wetter am nächsten Wochenende in Bielefeld/Sennestadt. Die Ergebnisse des ersten Renntages in Ströhen können im Internet abgerufen werden.

sbb

www.ssv-suedoldenburg.de

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