„Neujahrskonzert auf dem Lande“ 

Ströhen begrüßt das neue Jahr mit Musik

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Ein eingespieltes Team: Der Chor „Zeitlos“ begeisterte seine Zuhörer zum Jahresauftakt mit diversen Klassikern, unter anderem aus Musical und Film.

Ströhen - Von Simone Brauns-Bömermann. Die Zeit bleibt auch in Ströhen nicht stehen – die Ströher Bürger arrangieren sich aber immer mit Veränderungen und sehen der Zukunft positiv ins Angesicht. Zum „Neujahrskonzert auf dem Lande“ hatte sich die Kirche in Ströhen gut gefüllt, der gute Ruf des Konzertes vom Chorensemble „Zeitlos“ mit musizierenden Gästen und Geschichten und Neuigkeiten geprägt, eilt ihm voraus.

Jedes Jahr am ersten Samstag im neuen Jahr starten die Ströher musikalisch in die nächste Runde, lassen das alte Jahr Revue passieren und stimmen sich neu ein.

„Wir organisieren das immer zusammen, „Zeitlos“ und der Verein „Ströher Dorfleben“, erläuterte Margarete Summann in Vertretung für Vorsitzende Linda Puppe.

Und schon nach der ersten Halbzeit resümierte Petra Thiesing-Jöres: „Ich komme zu dem Schluss, dass wir dem Namen ,Konzert auf dem Lande‘ das ,auf dem Lande‘ entziehen, denn wir sind qualitativ stadtreif.“ Dröhnender Applaus grundsätzlich, doch eigentlich sei man auf das „auf dem Lande“ auch stolz, da selbst gemacht, kommentierten Stimmen in der Pause zum Neujahrs-Sektempfang.

Als musikalische Entertainer traten der Chor „Zeitlos“, das Ensemble aus Monika Zilke (Klavier), Dr. Matthias Stephani (Bratsche), Ulrike Stephani (Geige) und Gudrun Kröger (Gesang) aus Wetschen an. Das Ströher Trio „True Colours“, bestehend aus Heinfried Uedemann, Heinz Brinkmann und Martina Mönkedieck, komplettierte das Konzert mit eingehenden Rhythmen. Und da das Ehepaar Stephani jedes Jahr wieder die Neujahrs-Musizier-Verpflichtung im Sinfonie-Orchester Lübbecke in der Stadthalle hat, verabschiedete Thiesing-Jöres die zwei. Kröger und Zilke blieben für musikalische Einlagen in der zweiten Halbzeit. Ströhen wäre nicht Ströhen, wenn man die Arbeit nicht auf mehrere Schultern legte. Beim Chor „Zeitlos“ trat mal hier, mal da, eine andere ans Dirigentenpult, alle sangen gemeinsam das Gute für das neue Jahr herbei. Wünsche und Gedichte flankierten Gesang und Musik. Ein maßloses Staunen immer wieder bei der zarten Gudrun Kröger, wenn sie anhob. Dieses Jahr toppte sie mit „Somewhere over the rainbow“ aus dem Filmklassiker „Der Zauberer von Oz“, x-Mal die Berühmtheit Nicole Kidman. Die versuchte sich im Blockbuster „Australia“ an dem Song. Als Leitspruch für 2018 verstand sich das Lied „For the beauty of the earth”, ein Lobgesang auf das Gute im Menschen und den Blick für die Schönheit und Einzigartigkeit der Erde. Später sollte Kröger mit Zilke noch den Klassiker von Leonard Cohen, „Halleluja“, bringen.

„Die Bibel ist voller Musik“

Pastor Michael Steinmeyer war sich nach der Musik sicher: „Die Bibel ist voller Musik, die Psalmen wurden sogar vermutlich früher gesungen.“ Das war die Überleitung von den in der Bibel erwähnten Posaunen von Jericho, die Mauern zum Einstürzen brachten, hin zu Andreas Lorch und seiner Gemahlin Iris. „Wir möchten uns in diesem Rahmen für 20 Jahre Posaunenchorleitung bedanken.“ Das mit einem lachenden und einem weinenden Auge, wie er zugab: „Lachend, weil die Bläser für Wagenfeld und Ströhen aufspielen, und weinend, weil kein Wagenfelder derzeit mitspielt.“

Es geht den Ströhern zu diesem Termin um den musizierenden Geist, seine Kraft und den Mut, der bleibt. Instrumentaler Genuss zum „Air“ von Johann Sebastian Bach an Cembalo, Bratsche und Geige, das Klagen aus dem Musical „Phantom der Oper“ und dem Duett „Mehr will ich nicht von Dir“, von Kröger gesungen.

Und noch ein verkündetes Novum flankierte den Termin: Im Publikum saßen zwei neue Gesichter. „Das sind unsere neue Pastorin Kerstin Wackerbarth und ihr Mann Jan aus Wunstorf“, stellte Thiesing-Jöres die Gesichter vor. Die Amtszeit für die junge Pastorin beginnt am 1. Februar, eine offizielle Einführung ist für den 4. Februar um 15 Uhr geplant. Den Bitten und dem Flehen von Thiesing-Jöres konnte sich Jan Wackerbarth nicht entziehen: „Schön, dann tragen wir Sie als Männerstimme im Chor schon mal ein.“ Musikalisch ging es auf dem Weg ins junge Jahr weiter, die Grundlage für einen guten Start war gelegt und das Fazit hieß: „Toll, was wir immer wieder auf die Beine stellen“, mit dem Zusatz – „auf dem Lande“.

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