Fast 200 Mädchen und Jungen helfen mit kreativen Ideen bei der Namensgebung im Tierpark

„Stracciatella“, „Paco“ und „Mokka“ getauft

Mit einem Eimer voller Futter lockte Tierpflegerin Jasmin Boekhoff das Trampeltier-Paar mit seinem Nachwuchs in den Blickwinkel der Besucher. Fotos: Scheland

Ströhen – Während die vier jungen Säbelschnäbler in ihrem Gehege eher skeptisch schauten, ließen sich die beiden drei Monate alten Puma-Babys nicht in ihrer Nachmittagsruhe stören. Und auch das putzmuntere Zebrafohlen, das im Juni im Naturtierpark Ströhen das Licht der Welt erblickt hat, empfing die Besucher eher neugierig als ängstlich. Zudem musterten die drei vier Monate alten Luchse die lebhafte Gruppe völlig entspannt und unaufgeregt.

Die Tierkinder hatten am Sonntagnachmittag besonders wissbegierige Betrachter: Annähernd 200 Mädchen und Jungen hopsten von Käfig zu Gehege und Freianlage, um den diesjährigen Nachwuchs genau in Augenschein zu nehmen und anschließend klangvolle Namen für die Tierkinder zu kreieren.

Bevor die Mädchen und Jungen die Namensvorschläge nach zumeist kurzen Denkanstößen ihrer Eltern zu Papier brachten, nannten die Tierpflegerinnen Frauke Niehus und Jasmin Boekhoff jeweils Details zu den Jungtieren. „Die Zahl der Kinderstuben ist in diesem Sommer besonders hoch“, freuten sie sich über den in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten geborenen Nachwuchs.

Die vielen Menschenkinder und ihre erwachsenen Begleiter waren den Tierpark-Verantwortlichen erneut bei der Namenssuche für die Jungtiere behilflich. Zum Abschluss der etwa anderthalbstündigen Tierpark-Exkursion hielten die Tierpflegerinnen, die die Kinder eingangs am Hof-Café begrüßt und gedruckte Vorschlagslisten verteilt hatten, etwa 200 Zettel mit weit mehr als 1000 verschiedenen Namen in den Händen.

Die Juroren, die sich jetzt mit den Vorschlägen befassen werden, haben bei der Wahl der passendsten Namen keine leichte Aufgabe. „Die Mädchen und Jungen waren wieder sehr ideenreich, eigentlich hätten es fast alle Vorschläge verdient, den Zuschlag zu erhalten“, betonte Frauke Niehus.

Einige Namen wurden bereits während des Rundgangs vergeben. So hört das gerade ein paar Tage junge Eselsfohlen auf den klangvollen Namen „Paco“, und auch mehrere Zwergziegenkinder können beim nächsten Tierpark-Besuch mit Vornamen angesprochen werden: Die Mädchen heißen „Stracciatella“, „Mokka“ und „Bella“, die Jungs „Henry“ und „Tim“.

Nachdem nun Namensvorschläge für alle Tierkinder vorhanden sind, werden die Juroren die schönsten für die unterschiedlichen Tierbabys auswählen. Die beiden kleinen Kattas könnten beispielsweise „Tom“ und „Lilli“ heißen, die drei Zwergotter „Marlin“, „Nemo“ und „Dorie“, und für das Zebrafohlen böte sich „Streifi“ an. Auch die Namensgebung für das lebhafte Trampeltier („Lola“), die Lamas („Dornie“ und „Stornie“) und das Alpaka-Junge („Krümel“), das schottische Hochlandrind („Nilan“) und das Zwergzebukälbchen („Milka“) dürfte ebenfalls nur noch Formsache sein. Und der kleine Mandschurenkranich, der in seinem Freigehege von einem Weißnackenkranichpaar aufgezogen wird, könnte künftig mit „Nico“ angesprochen werden.

Auf alle Kinder, die sich an der Tierkindertaufe beteiligt haben, wartet mit etwas Glück einer der Preise, die die Tierpark-Leitung für die Teilnehmer an dem Namenswettbewerb ausgelobt hat. Wenn die Entscheidung gefallen ist, werden die Gewinner schriftlich benachrichtigt.  ges

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