Starkes Gemeinschaftserlebnis

Aufführung zum Abschluss der Projekttage an der Grundschule Ströhen

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Mario Argandona verstand es nicht nur an den Trommeln, Kinder und Publikum mitzureißen.

Ströhen - „Hallo Freunde, Merhaba, Bom Dia, Shalom, Ni Hao.“ So hallte es am Donnerstagnachmittag, begleitet von unzähligen Trommelbeben, wiederholt durch die Turnhalle der Ströher Grundschule.

Zum Abschluss der Projekttage (wir berichteten) hatte die Grundschule zur großen Schlussaufführung eingeladen. Schulleiterin Waltraud Geers freute sich neben Eltern, Geschwistern und weiteren Verwandten der Kinder auch Bürgermeister Matthias Kreye, Ortsvorsteher Holger Kuhlmann sowie weitere Vertreter der Gemeinde Wagenfeld, Mitglieder der Ströher Vereine sowie Pädagogen anderer Schulen in der mehr als voll besetzten Sporthalle begrüßen zu können.

Für die Umsetzung des Projektes hatte sich die Bildungseinrichtung mit Mario Argandoña und seiner „Trommeltwelt“ aus Köln einen versierten Profimusiker an die Seite geholt, der es nicht nur an den Übungsvormittagen verstand die Kinder zu begeistern. Vier Tage lang hatten die Mädchen und Jungen aller Jahrgangsstufen mit dem gebürtigen Chilenen und seinem Sohn Cris neue ganzheitliche Lernerfahrungen gemacht. Akustisches Feingefühl, Bewegungskoordination und Konzentrationsfähigkeit, Kreativität, ein starkes Gemeinschaftsgefühl und nicht zuletzt die Stärkung des Selbstwertgefühls wurden mit diesem völlig anderen Zugang zur Musik gefördert.

Wo Argandoña trommelt, brennt die Luft. Das konnten Kinder und Gäste gleichermaßen bei der Aufführung spüren und so begleiteten die Besucher fasziniert den kleinen Trommler Trommelinho, der auf dem Weg zum Sonnen-Mond-Fest auf der Insel „Sunnymoon um die Welt reist. Immer neue Komplikationen – von der defekten Trommelflugmaschine bis hin zu ungeplanten Zwischenlandungen – führen ihn, unterstützt von seinen Freunden, in die verschiedensten Länder der Erde. Ein Besuch bei den Pandas in China, den Kängurus in Australien, den Indianern in Amerika und nicht zuletzt den Löwen in Afrika sorgten dafür, einen wertschätzenden Einblick in fremde Sprachen und Kulturen zu bekommen. Neue Freundschaften werden geknüpft.

Mit selbst gebauten Kulissen und hinreißend geschminkt, beeindruckten die Kinder in mit Elternhilfe gefertigten Kostümen. Geballte Trommelpassagen, Bewegungslieder, Tänze und Toneinspielungen, die im Verlauf des Projektes im mobilen Tonstudio aufgenommen worden waren, sorgten für viel Abwechslung. Schnell wurde die Aufführung zu einem mitreißenden Fest für die jungen Akteure und ihre Gäste.

„Wahre Freundschaft macht vor unterschiedlichen Kulturen nicht halt und ist wichtiger als alles andere, denn diese kann man für Geld nicht kaufen“ sowie „jeder einzelne ist etwas ganz Besonderes“ waren wohl die wichtigsten Botschaften, die die Kinder und ihre Gäste aus der Aufführung mitnahmen. Langanhaltender Szenenapplaus und ein noch längerer Schlussapplaus ließen die jungen Künstlerinnen und Künstler sichtlich gestärkt und selbstbewusst aus diesem Projekt der ganz anderen Art herausgehen.

Art

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