Sporthallenneubau in Ströhen: Drei Planer stellen ihre Entwürfe vor

Die Eindrücke sacken lassen

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Arno Thalmann bei der Vorstellung seiner Planungsentwürfe für die neue Sporthalle in Ströhen am Donnerstag.

Ströhen - Wer die Wahl hat, hat die Qual. Sacken lassen und in den Fraktionen besprechen wollen die Mitglieder des Bau-, Wege-, Verkehrs- und Umweltausschusses die Planentwürfe zum Neubau einer Sporthalle in Ströhen, die ihnen Vertreter dreier Planungsbüros am Donnerstag in der Sitzung im Tierparkrestaurant vorstellten.

Am kommenden Dienstag, 19 Uhr, tritt das Gremium erneut in der Auburg in Wagenfeld zusammen. Dann haben die Mitglieder die Möglichkeit, den drei Planern detailliert Fragen zu ihren Entwürfen zu stellen.

Zur Vorgeschichte: Laut Ratsbeschluss soll in Ströhen eine neue Sporthalle gebaut werden. Dafür hat die Gemeinde Wagenfeld zwei Millionen Euro im Investitionsplan eingestellt. „Es ist besser wir liegen darunter, als dass wir darüber hinausschießen“, merkte Bürgermeister Kreye in der Sitzung an, an der zahlreiche Bürger teilnahmen. Einig sind sich alle Beteiligten auch darin, einen möglichst kostengünstigen „Zweckbau“ zu schaffen.

Bezüglich der neuen Halle steht die Frage im Raum, wie gebaut werden soll. Es hat bereits zahlreiche Gespräche unter anderem mit den Nutzern gegeben, die ihre Wünsche geäußert haben. Zwei Varianten haben sich dabei herauskristallisiert: Eine Einfeldhalle plus Bewegungsraum oder eine Zweifeldhalle plus Bewegungsraum. Der Nachteil einer Einfeldhalle ist, dass in ihr nur Übungsbetrieb laufen kann, aber keine Turniere für Ballspielarten wie Handball oder Fußball ausgetragen werden können.

Die Gemeinde holte sich drei Planungsbüros ins Boot, die entsprechende Entwürfe nebst Kostenrahmen vorstellen sollten. Zusätzlich zu den genannten Varianten bat sie darum zu untersuchen, ob Sanierung und Integration der alten Halle in einen Neubau Sinn mache.

Arno Thalmann vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Thedinghausen, der auch die Halle in Barnstorf entworfen hat, machte gleich zu Beginn seiner Ausführungen deutlich, dass es wenig Sinn mache, die alte Halle mit einzubeziehen. Deshalb hatte er auch keine entsprechenden Pläne entwickelt. Für die von ihm vorgestellte Einfachsporthalle plus Bewegungsraum und Gestaltung des Außengeländes einschließlich Parkmöglichkeiten bezifferte er die Kosten auf 1,36 Millionen Euro. Darin enthalten ist der Abriss der alten Halle mit 50000 Euro. Die Kosten für die Zweifeldsporthalle gab er mit 1,9 Millionen Euro an. „Bei beiden Hallen sind Photovoltaik-Anlagen aufbringbar“, antwortete er auf eine entsprechende Nachfrage aus dem Ausschuss. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung wird Thalmann auf Wunsch von Bürgermeister Kreye nachreichen.

Überaus detailliert, insbesondere was das Raumangebot anbetraf, stellte Oliver Keese von Keese Ingenieure + Planer aus Wagenfeld seine Entwürfe vor. Er hatte auch eine Sanierung der alten Halle und deren Integration in den Neubau „durchgespielt“. Für die Sanierung ermittelte er Kosten in Höhe von 200000 Euro. Die Kosten für den Neubereich mit eingerechnet ergab sich eine Summe von 1,33 Millionen Euro. Für die Einfeldsporthalle plus Bewegungsraum setzte er Baukosten in Höhe von insgesamt 1,52 Millionen Euro an. Für die Zweifeldsporthalle ermittelte er 2,175 Millionen Euro.

Deutlich darüber von den Kosten her lag diese Variante bei Bernd Rohlfs von MRO Architekten und Ingenieure aus Oldenburg. Er veranschlagte für die Zweifeldsporthalle drei Millionen Euro. Die Kosten für die Einfeldsporthalle bezifferte er mit 1,55 Millionen Euro. Für eine Sanierung hatte er kein Angebot eingereicht.

hwb

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