Sozialdemokraten ziehen Bilanz / Vorsitzender Heino Witte im Amt bestätigt

SPD wählt Johann Pommerin zum Ehrenvorsitzenden

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Ein „blumiger“ Dank des wiedergewählten Vorsitzenden Heino Witte (2.v.r.) galt dem neuen SPD-Mitglied Reinhold Summann, dem ebenfalls im Amt bestätigten Kassierer Friedhelm Hagedorn, der bereits im vergangenen Jahr ausgeschiedenen zweiten Vorsitzenden Simone Stratmann und dem neuen Beisitzer Hans-Joachim Zorn (von links).

Wagenfeld - Die höchste Ehre wurde einem Mitglied zuteil, das entschuldigt fehlte: Der über 90-jährige Johann Pommerin, schon immer überzeugter Sozialdemokrat, zuerst ohne, dann 43 Jahre mit SPD-Parteibuch, wurde während der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Wagenfeld im Gasthaus „Zur Alten Post“ (Stephan) einmütig zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

Pommerin stand zwar nie an der Spitze des Ortsvereins, hatte aber viele Jahre den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden inne. Zuletzt wirkte er als Beisitzer im Vorstand mit, kandidierte aus Altersgründen aber nicht mehr für das Amt. Johann Pommerin war jahrzehntelang Mandatsträger im Rat der Gemeinde Wagenfeld, setzte sich in verschiedenen Ausschüssen für die Belange der Bürger in Wagenfeld und Ströhen ein, bekleidete auf örtlicher Ebene auch das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters und vertrat mehrere Legislaturperioden lang die Interessen der Gemeinde im Kreistag.

Weil die SPD-Statuten einen Ortsvereins-Ehrenvorsitzenden nicht vorsehen, wurde Vorsitzender Heino Witte damit beauftragt, in der Partei ein entsprechendes Verfahren einzuleiten.

„Die 24 Mitglieder, zehn Frauen und 14 Männer, haben im zurückliegenden Jahr Unternehmungsgeist bewiesen“, leitete Vorsitzender Heino Witte seinen Rechenschaftsbericht ein. Ratsherr Reinhold Summann aus Ströhen sei als neues Mitglied begrüßt und Mathilde van de Loo für ihre 25-jährige Mitgliedschaft in der SPD geehrt worden, sagte er. Während neun Ortsvereinssitzungen hätten die vier Mandatsträger einige Anregungen und Wünsche in ihre Ratsarbeit mitgenommen. Der geschäftsführende Vorstand habe in mehreren Arbeitssitzungen unter anderem Versammlungen vorbereitet und die Ratsmitglieder hätten an mehr als 20 Ausschuss- und fünf Ratssitzungen teilgenommen. Zudem seien Mitglieder des Ortsvereins bei insgesamt sieben Zusammenkünften des „Arbeitskreises Dümmerland“, einem Zusammenschluss der SPD-Ortsvereine Lemförde, Barnstorf, Diep-holz, Rehden und Wagenfeld, präsent gewesen.

Witte erinnerte auch an die Teilnahme an der Sommertour des SPD-Landtagsabgeordneten Grant-Henrik Tonne mit Besuchen der Firmen „digitales“ und „Feilen-Pieper“. Der Abschluss habe im Rahmen eines angeregten Gedankenaustausches mit Bürgermeister Matthias Kreye im Europäischen Fachzentrum Moor und Klima (EFMK) in Ströhen stattgefunden. Als interessant bezeichnete Witte den Besuch der örtlichen Tafel. „Es ist schon beeindruckend, was die etwa 20 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer für die Schwachen der Gesellschaft leisten“, fasste der Vorsitzende das Erlebte zusammen.

„Unsere Internetseite ist auf dem neuesten Stand, und auf Facebook sind wir auch präsent“, bedankte sich Witte abschließend bei Hartmut Striek für dessen Unterstützung bei der Nutzung neuer Medien.

„Die Kasse ist ohne Fehl und Tadel geführt“, bescheinigten die Prüfer Gisela Siepmann und Hans-Joachim Zorn Schatzmeister Friedhelm Hagedorn, nachdem er seinen insgesamt zufriedenstellenden Bericht abgegeben hatte. Beide Revisoren bleiben ein weiteres Jahr im Amt.

Bei den Wahlen wurde Vorsitzender Heino Witte einmütig für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Das gleiche Ergebnis erreichte der wiedergewählte Kassierer Friedhelm Hagedorn. Während die Wahl von Beisitzer Dieter Spreen zurückgestellt wurde, war für den bisherigen Beisitzer Johann Pommerin schnell ein Nachfolger gefunden: Hans-Joachim Zorn. „Ich möchte wieder etwas mehr im Ortsverein machen“, hatte er sich zuvor für die Wahl empfohlen.

Schriftführer Hartmut Striek wies zum Schluss darauf hin, dass es im Wahljahr eminent wichtig sei, mit verschiedenen Aktivitäten in der Öffentlichkeit zu punkten, „damit wir bei den Kommunalwahlen am 11. September gut abschneiden“.

ges

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