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Seltener Nachwuchs im Tierpark Ströhen: Baby-Tiger noch namenlos

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Tiger-Mama Amara und ihr erster Nachwuchs
Tiger-Mama Amara kümmert sich liebevoll um ihren ersten Nachwuchs © Susanne Ismer

Dieser Nachwuchs war von langer Hand geplant. Im Tierpark Ströhen ist ein Sibirischer Tiger zur Welt gekommen. Es ist die Fortsetzung einer besonderen Tiger-Geschichte in dem kleinen Tierpark. Noch ist das Neugeborene namenlos.

Wagenfeld-Ströhen - Der Sibirische Tiger gilt weltweit als „stark gefährdet“. In seinem natürlich Lebensraum gibt es nach Schätzungen nur 400 bis 450 Exemplare dieser größten Tigerunterart. Und auch die Nachzucht in geschützten Lebensräumen ist nicht so leicht. Dem Tierpark Ströhen ist es nun aber einmal mehr gelungen, seinen Beitrag zum Artenschutz zu leisten. Vor wenigen Tagen ist dort ein Tiger-Baby zur Welt gekommen – das erste im Tierpark Ströhen seit vier Jahren.Damals wurde Tiger-Dame Amara geboren. Sie wurde nun zum ersten Mal Mutter.

Der Tiger-Nachwuchs kuschelt sich an seine Mama
Tiger-Mama Amara mit ihrem ersten Nachwuchs © Susanne Ismer

„Wir waren sehr aufgeregt, ob Amara ihren Nachwuchs annimmt und alles gut geht“, freut sich vor allem Tierpfleger Jürgen Grimberg, der die Raubtiere im Tierpark Ströhen schon seit über 40 Jahren betreut, über den noch namenlosen Nachwuchs. „Die ersten Tage haben wir Mutter und Kind ganz in Ruhe gelassen, um die Bindung nicht zu gefährden“, so Grimberg weiter. „Inzwischen können wir beruhigt sein. Amara kümmert sich liebevoll um ihren Nachwuchs.“

Großvater des Neugeborenen wurde einst in Ströhen mit der Hand aufgezogen

Sie ist die letzte Tochter, des sehr bekannten Tigerkaters Akbar. Er wurde seinerzeit im Tierpark Ströhen von Hand aufgezogen und ist 2018 im hohen Alter von 20 Jahren verstorben.

Dass das Baby noch nicht mit einem Namen versehen wurde, hat einen einfachen Grund: Erstmal muss herausgefunden werden, ob es sich um ein Mädchen oder einen Jungen handelt. Doch vorerst werden Mutter und Kind in Ruhe gelassen, so Tierparkleiter Nils Ismer: „Bis wir die beiden das erste Mal voneinander trennen, um herauszufinden, ob es sich um einen kleinen Kater oder um eine kleine Katze handelt, wird es noch ein Weilchen dauern.“ Im Moment laufe alles nach Wunsch, das Baby werde täglich aktiver, nehme an Gewicht zu und werde von der Mutter gesäugt.

Der Einzige, der zurzeit das Nachsehen hat und die Tigeraußenanlage alleine bewohnen muss, ist Papa Antaris. Der Kater muss, bis das Jungtier groß genug ist, von seiner kleinen Familie getrennt leben. Antaris war 2019 aus dem Zoo in Hradok in der Slowakei nach Ströhen geholt worden, um gemeinsam mit Amara für Tiger-Nachwuchs zu sorgen. Hat geklappt. Fotos: Susanne Ismer (2), Timo Pollert

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