Neujahrskonzert in der Ströher Kirche bietet eine breite musikalische Palette

„Seht und hört, wir machen Musik“

Alle Akteure des Neujahrskonzerts beim traditionellen „Rausschmeißer“, dem Zottelnmarsch.

Ströhen - Von Eva-maria Konkel. Das Neujahrskonzert in der Ströher Kirche hat eine lange Tradition und wird von den Verantwortlichen mit sehr viel Engagement und Herzblut vorbereitet.

Man konnte den Akteuren deutlich anmerken, mit wie viel Freude und Begeisterung sie ihre Aufgaben ausführten. Petra Thiesing-Jöres, die mit dem „Ensemble Zeitlos“ und dem Verein „Ströher Dorfleben“ , vertreten durch die erste Vorsitzende Linda Puppe, die Ausrichtung und Organisation übernommen hatten, konnten mit ihrem Programm zufrieden sein.

Der Chor „Zeitlos“ brachte beschwingt und im Klang sehr ausgewogen eine gut ausgewählte Palette an vielfarbigem Gesang mit. Von ihrer Dirigentin klar geführt, wurde das Publikum mit „Hallo, how are you, good evening...“ mehrsprachig begrüßt. Die wohl allen Zuhörern bekannte „Kleine Nachtmusik“ von Wolfgang Amadeus Mozart, mit Schwung und fröhlichem Text vorgetragen, „Seht und hört, wir machen Musik“ wurde an diesem Nachmittag Programm.

„Ich liebe Live-Auftritte, etwas geht garantiert immer schief“, lachte Thiesing-Jöres. Gleichwohl: an diesem Nachmittag lief es rund.

Die Seufzer-Arie, bei der auch das Publikum alle Sorgen und Nöte aus 2019 in einen Seufzer legen sollten wurde mit Erheiterung angenommen. Am Klavier fungierte Juri Ort aus Vechta, der von der resoluten Thiesing- Jöres kurzerhand von dem in der zweiten Hälfte auftretenden „HolzSaiten“ ausgeliehen wurde.

Das Ehepaar Stephani aus Diepholz, das schon häufig gemeinsam mit Monika Zielke und Gudrun Kröger in der Ströher Kirche zu Gast waren, kam diesmal allein und hatte eine Komposition von Josef Suk mit dem Namen „Melodie“, einem Stück für zwei Geigen, und ein Duett von Robert Fuchs für Geige und Bratsche dabei. „Fuchs hat schöne, freundliche Musik geschrieben, und viele Duette für Geige und Bratsche, deshalb mögen wir ihn besonders gern“, sagte Dr. Mathias Stephani, der seit 1981 mit gemeinsam mit seiner Frau musiziert.

„Wir haben uns über die Musik kennengelernt“, erzählen die beiden am Rande des Konzertes, und das kann man spüren. Der Klang der Instrumente ist ausgewogen und so ist es kein Wunder, dass sich das Duo auch an „In the mood“ von Glenn Miller gewagt hat und das Publikum in Staunen versetzte. „Dass das mit Geige geht, hätte ich nicht gedacht.“

Das Trio „Ulli und Friends“, „ein Eigengewächs aus dem Ensemble Zeitlos“, so Petra Thiesing-Jöres, hatte zwei Songs aus den 1970er Jahren mitgebracht. „Boat on the River“ und „Dust in the wind“ wurden von Ulrich Schmitz, Gesang, Karin Harms am Klavier und Jan Wackerbarth an der Gitarre eindrucksvoll vorgetragen und mit anhaltendem Applaus belohnt.

Nach der Pause eröffnete der Chor mit „The Rose“, dem weltbekannten Song von Bette Middler, gesungen in der deutschen Übersetzung „Liebe ist wie wildes Wasser...“ und setzte der bislang wirklich beeindruckenden Leistung des Chores die Krone auf. Was da zu hören war, verursachte bei so manchem Zuhörer eine Gänsehaut. Wunderschön und sauber in der Intonation und mit viel Gefühl gesungen lag die Messlatte hoch für das „Ensemble HolzSaiten“, das zum ersten Mal als Gast beim Neujahrskonzert in Ströhen zu hören war. Der Kontakt kam über den gebürtigen Ströher Karl-Heinz Hoffmann zustande, der bei den „HolzSaiten“ als Moderator und Sänger aktiv ist. Mit ihrem abwechslungsreichen Programm konnten die sechs Hobbymusiker das Ströher Publikum für sich begeistern. Es reichte von Klassik (Walzer Nr. 2 von Schostakovic), über Filmmusik (Sister Act) und Klassikern wie „I´m crying in the chapel“ von Elvis Presley, eindrucksvoll mit Rita Bookhoop am Saxophon und Juri Ort am Klavier interpretiert, oder „Yesterday“ von den Beatles, einfühlsam mit Edith Fahrenholz am Cello, Juri Ort am Klavier und Eva-Maria Konkel an der Oboe gespielt, bis hin zu den Solopassagen für Fagott, gespielt von Klaus Bookhoop, zum Beispiel in einem Klezmerstück. „Ihr wart nicht das letzte Mal bei uns“, war dann auch die Reaktion von Petra Thiesing-Jöres. „Unbedingt“, bestätigte Linda Puppe für den Verein „Ströher Dorfleben“.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es dann aber doch. Dieses Konzert hätte deutlich mehr als 45 Besucher verdient gehabt. Vielleicht lässt sich das ja so mancher im nächsten Jahr nicht entgehen.

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