Gespann überschlägt sich / Fahrer kommt mit einer Rippenfraktur davon

Schwerer Sturz überschattet Training auf dem Heidering

Spannende Duelle lieferten sich die Gespanne und die Solofahrer am Sonnabend auf dem Heidering in Wagenfeld. - Fotos: Menge

Wagenfeld - Schon seit Tagen und Wochen bereiteten die Mitglieder des MSC Heidering Wagenfeld die Sandbahn auf das jährliche Großevent am Ostersamstag vor, alles wurde auf Hochglanz gebracht. Doch dann kam dieser extrem verregnete Karfreitag und ließ das Oval mehr und mehr absaufen. Aber diese Rechnung hatte der Wettergott ohne die Mannschaft vom Heidering gemacht. Gegen Abend und nach Zusage diverser Firmen und Privatpersonen sich und ihre schweren Maschinen notfalls die ganze Nacht zur Verfügung zu stellen, wurde beschlossen „wir drehen die Bahn um“. Das heißt, die ganze Trainingsbahn wurde mittels Schlepper gegrubbert, planiert und rückverfestigt.

„Und schlussendlich wurde die Mühe mit Sonnenschein pur am Ostersamstag reichlich belohnt“, erfreute sich auch Pressesprecher Matthias Rathje über das wunderbare Wetter. Ab 8 Uhr waren die angereisten Teams nicht mehr zu bremsen, Motoren knatterten, letzte Einstellungen wurden vorgenommen und mehr und mehr lag dieser Methanolgeruch in der Luft. In acht Klassen gingen die fast 50 Solisten, Gespanne und Karts an den Start. Von den von den jüngsten in der Junioren A-Klasse bis 50 ccm bis zu den A-Solisten wahren Fahrer und Fahrerinnen aus 4 Nationen am Start. Erfreut und ein wenig stolz war Pressesprecher Matthias Rathje das es ihm erstmals gelungen war, Stefan Katt nach Wagenfeld zu bekommen. Stefan ist in der Rennszene besser bekannt als der „Catman“, er gehört eindeutig zur Weltelite. Der aus Mühldorf stammende A-Lizensler ist dreimaliger Europameister, sechsfacher Teamweltmeister und konnte schon zweimal den Titel zum Deutschen Meister für sich entscheiden. Auf die Frage unserer Zeitung, wie es dem Europameister hier in Wagenfeld gefällt, kam eine recht kurze aber aussagekräftige Antwort: „Geil!“ Er habe schon sehr viele Veranstaltung in Deutschland und überall im Ausland gefahren, „aber was die Wagenfelder hier aufziehen ,nur für ein Training’, ist absolute Weltklasse. Da steckt noch Herzblut dahinter“, lobte der „Catman“.

Annähernd 1 000 Besucher sahen sich die spannenden Duelle der einzelnen Klassen an. Leider kam es aber auch bei dieser Veranstaltung zu drei Stürzen von Teilnehmern, zwei davon verliefen glimpflich, der letzte kurz vor Ende des Trainings war heftiger. Ein Gespann überschlug sich, die Beifahrerin hatte Glück und wurde aus dem Gefahrenbereich geschleudert, der Fahrer hingegen wurde von seinem Gespann beim Überschlag getroffen und hatte kurzfristig das Bewusstsein verloren. Glücklicherweise war nach wenigen Sekunden der Rennarzt vor Ort. Dieser entschied, einen Rettungshubschrauber zu alarmieren. Das Training wurde nach einer kurzen Besprechung durch die Organisatoren daraufhin sofort abgebrochen. Im weiteren Verlauf des Tages wurde bekannt, dass es dem Fahrer soweit ganz gut gehe und er vermutlich mit einer Rippenserienfraktur davon gekommen sei. Der MSC wünschte ihm schnelle Genesung und dankte Doktor Dirk Wehrbein und seinem Team für die schnelle und professionelle Hilfe. - vm

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