Gestern Abend Wachwechsel an der Spitze der Ortsfeuerwehr Ströhen / Bürgermeister würdigt ehrenamtliches Engagement

Schwarze löst Hilgemeier ab

Gestern Abend Verabschiedung und Amtseinführung bei der Ortsfeuerwehr Ströhen (vorn von links): Reinhold Summann, Katrin und Marco Schwarze mit Töchterchen Emma, Kathrin Hilgemeier, Wilhelm Hilgemeier und Bürgermeister Matthias Kreye. - Foto: Benker

STRÖHEN - Wachwechsel gestern Abend an der Spitze der Ortsfeuerwehr Ströhen. Der Hauptlöschmeister Marco Schwarze löste Ortsbrandmeister Wilhelm Hilgemeier ab. Wagenfelds Bürgermeister Matthias Kreye überreichte Schwarze die Ernennungsurkunde und vereidigte ihn im Feuerwehrgerätehaus vor den angetretenen Mitgliedern der Ortswehr, Mitgliedern der Ortswehr Wagenfeld sowie zahlreichen Gästen.

Er sei froh, dass die Freiwillige Feuerwehr Ströhen mit Marco Schwarze für die kommenden sechs Jahre jemanden gefunden habe, der an der Spitze stehe und Verantwortung übernehme, betonte der Bürgermeister. „Es ist in der heutigen Gesellschaft keine Selbstverständlichkeit mehr, eine so verantwortungsvolle Position zu übernehmen“, fügte er hinzu. Umso mehr sei dieser Schritt zu würdigen.

Kreye schilderte kurz den Werdegang des „Neuen“ in der Feuerwehr. Schwarze trat im Alter von 13 Jahren am 17. März 1989 in die Jugendfeuerwehr Ströhen ein. „Deine Karteikarte ist fast bis oben hin voll mit Eintragen, soll heißen, du hast keine Lehrgänge gemieden, um dein feuerwehrtechnisches Fachwissen zu erweitern“, lobte Kreye. Und weiter: „Du bist, wie deine Kameraden betonen, mit Leib und Seele Feuerwehrmann. Selbst ich habe es in den letzten zwei Jahren schon feststellen dürfen, und nicht nur, weil deine Frau Katrin auch mit Feuer und Flamme bei der Ortsfeuerwehr dabei ist.“

Die Gemeinde Wagenfeld werde auch künftig alles in ihrer Macht stehende tun, um die Freiwillige Feuerwehr Ströhen, um das freiwillige Engagement weiterhin zu unterstützen. Er freue sich auf die Zusammenarbeit und wünsche ihm in seinem neuen, verantwortungsvollen Betätigungsfeld „viel Erfolg bei den Einsätzen und stets eine glückliche Hand“, der Bürgermeister an Marco Schwarze gerichtet.

„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, auch mit Rat und Verwaltung, und hoffe, dass wir stets offen und ehrlich miteinander umgehen. Aber da habe ich keine Bedenken“, meinte Schwarze nach seiner Vereidigung.

Bevor Kreye diesen in sein neues Amt einführte, dankte er dem scheidenden Ortsbrandmeister Wilhelm Hilgemeier für sein langjähriges Wirken. „Einer für alle – alle für einen“, so laute ein Wahlspruch, den sich viele Freiwillige Feuerwehren gegeben hätten. „Genau dafür Sorge zu tragen, das hast du, lieber Wilhelm, als eine deiner vordringlichsten Aufgaben angesehen. Und damit bringt der Wahlspruch auch deine Amtsauffassung auf den Punkt“, Kreye an den Ausscheidenden gerichtet.

Dieser war seit dem 7. Oktober 1998 offiziell Ortsbrandmeister, nachdem er schon in dem Jahr davor die kommissarische Leitung hatte. Als Leiter der Ortswehr habe er sich große Achtung erworben, sagte Kreye. „Mit deiner Erfahrung und deinem Können, mit deiner Menschenkenntnis und deinen Managementqualitäten hast du viele schwierige Situationen gemeistert“, fügte er hinzu. Kreye erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass der Neubau des Gerätehauses in den Jahren 2000 bis 2002 unter Hilgemeiers Regie erfolgt sei. „Und du warst in all den Jahren sowohl bei den Einsätzen als auch bei den Diensten immer dabei und ein Vorbild für deine Feuerwehrkameraden“, lobte der Verwaltungschef. Auf seine Initiative hin sei es Frauen ab dem Jahr 2000 ermöglicht worden, der Feuerwehr beizutreten und er habe es geschafft, „dass unsere Freiwillige Feuerwehr keine großen Nachwuchsprobleme kennt“. Das beste Beispiel dafür sei, dass Ströhen heute einen neuen Ortsbrandmeister aus der eigenen Jugendfeuerwehr vorzeigen könne. „Du hast dich gekümmert, deine verantwortungsvolle Tätigkeit jungen Menschen nahe zu bringen und sie dafür zu gewinnen, bei der Feuerwehr ehrenamtlich tätig zu werden“, führte Kreye weiter aus. Es sei verdienstvoll, dass sich immer wieder Menschen fänden, die ehrenamtlich ihre Freizeit dafür verwendeten, anderen Menschen beizustehen, „Menschen, die sie zumeist gar nicht mal kennen“, lobte der Bürgermeister das Wirken der Feuerwehr generell. „Ihr alle beweist, dass Solidarität und Bürgersinn in unserer Gesellschaft keine leeren Floskeln, sondern vielmehr nach wie vor hohe Werte sind“, Kreye wörtlich.

„Von dem, was du Stunde um Stunde, Jahr um Jahr zu leisten hattest, hast du nie viel Aufhebens gemacht. Es war selbstverständlich für dich“, Kreye mit einem Dank wieder an Hilgemeier gerichtet. „Ich habe es nicht bereut“, zog dieser selbst ein kurzes Resümee seiner 18-jährigen Amtszeit.

Gemeindebrandmeister Reinhold Summann hatte zu Beginn zu Verabschiedung und Amtseinführung begrüßt. „Eine ehrenvolle Aufgabe“, wie er betonte. Zum Schluss wünschte er sich eine gute Zusammenarbeit mit dem „Neuen“ und lud zum anschließenden geselligen Beisammensein ein, zu dem auch die Gastfeuerwehr aus Evern bei Hannover angereist war.  J hwb

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