Schüler und Unternehmen lernen sich kennen

Oberschule Wagenfeld richtet Tag zur Berufsorientierung aus

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Viktoria Brüning (links vorne) und Alena Rau von der Firma Lebensbaum erläutern den Schülern mögliche Berufsausbildungen im Diepholzer Unternehmen.

Wagenfeld - Was interessiert mich? Für welchen Beruf schlägt mein Herz? Wo und bei wem kann ich meinen Berufswunsch erlernen? So lauteten die zentralen Fragen der Schüler des achten Jahrgangs der Oberschule Wagenfeld am Mittwoch. Um auf die essenziellen Fragen einige Antworten zu finden, waren die 37 Schüler des Hauptschul- und Realschulzweiges zur Berufsweltorientierung in das Feuerwehrgerätehaus in Wagenfeld eingeladen.

Mit dem Termin traten die Schüler zum ersten Mal im Rahmen der Berufsfindung bis Klasse neun oder zehn, je nach Schulzweig, in den Kontakt mit Vertretern aus Unternehmen, die meisten davon aus der Region. Schnell wurde klar, dass das Aufeinandertreffen von gegenseitigem Interesse aneinander geprägt war.

„Wir sind in Sachen Berufsorientierung gut aufgestellt“, so der zuständige Koordinator an der Oberschule, Peter Schneekönig. Neu war, dass zum ersten Mal das Event direkt von der Oberschule organisiert wurde. Verantwortliche dafür waren Schneekönig und Schulsozialpädagogin Lena Schröder. Die Beiden konnten insgesamt Kontakte zu neun Unternehmen herstellen, die ihre möglichen Ausbildungsberufe den Jugendlichen vorstellten. Sieben davon in den Räumen der Feuerwehr Wagenfeld in Gesprächen, mit Proben der Produkte, Anschauungsmaterial – vom Werkstück bis zur filmischen Auseinandersetzung mit dem Berufsfeld. In den Unternehmen „Digitales“ und „Friedrich Lütvogt“ erhielten die Schüler und betreuenden Lehrer eine Betriebsführung in Gruppen.

Am Ende der Betriebserkundungen oder an den Stationen im Feuerwehrgerätehaus füllten sie den Schülerfragebogen zur Berufsweltorientierung aus, und bereiteten so die Basis ihres in der Schule geführten Berufswahlordners. „Mit der Anlage des Ordners beginnt für die Schüler die aktive Phase der Berufswahl“, erläutert Lehrer Schneekönig. Darin verbleiben alle Unterlagen zur Berufsorientierung, Praktika-Bescheinigungen, Informationen zu Berufen und die wichtigen Dokumente für eine spätere Bewerbung. „Am Ende der neunten Klasse bekommen die Schüler den Ordner mit nach Hause und haben so alles beisammen für eine gelungene Bewerbung.“

Die Oberschule sieht für die Klassen acht, neun und zehn jeweils Praktika vor, wenn möglich in unterschiedlichen Bereichen. „Wir befürworten aber auch eine zielgerichtete Entwicklung, wenn der Schüler schon seinen Lieblingsberuf gefunden hat.“

Umfassende Berufs-Vorstellungen

Mit dem Fragebogen sollten nach Vorstellung der Berufe alle Unklarheiten beantwortet sein: Was man mache, womit man arbeite, sprich Material und Geräte, wo der Sitz der Firma ist, positive und negative Aspekte des Berufes. Mit den Antworten auf Fragen wie „Was muss ich besonders gut können und auf welche Schulfächer baut der Beruf auf?“, näherten sich die Schüler den Berufen.

Für Erläuterungen und Antworten standen die Polizei, Dienststelle Wagenfeld, der Bioproduktehersteller Lebensbaum (Diepholz), der Hauskrankenpflegedienst Petra Immoor (Wagenfeld), die Gemeindeverwaltung Wagenfeld, Maschinen- und Anlagenbau Kolbus (Rahden), PTW Polyurethan-Technik (Wagenfeld) und die Kreissparkasse Grafschaft Diepholz zur Verfügung. Praktische Einblicke gab es, wie schon erwähnt, anschließend bei Digitales und Lütvogt (beide Wagenfeld) in den Betrieben.

Für die Win-win-Situation zwischen potenziellen zukünftigen Auszubildenden und Firmen, hatten die teilnehmenden Betriebe keine Mühen gescheut: Teils waren zwei Personen vor Ort oder Auszubildende dabei, um den Beruf ins „rechte Licht“ zu rücken, sprich attraktiv darzustellen. Auf die Schüler prasselten natürlich so viele Eindrücke ein, gerade bei den Betriebsführungen mit detailliertem und angehäuftem Fachwissen, dass eine Nachbereitung in der Schule unbedingt angezeigt ist.

Die Bandbreite der vorgestellten Berufe erstreckte sich von der Arbeit am Menschen, verwaltender Tätigkeiten, kaufmännischer Berufe, Lagerlogistik, Maschinen- und Anlagentechnik, Verfahrenstechnik bis hin zu technisch-konstruktiven Berufen sowie dem Druckerei- und Mediengewerbe. 

sbb

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