Moor und Wald im Unterricht

Bockhop zeichnet Grundschule Wagenfeld als „Naturparkschule“ aus

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Übergabe von Urkunde und Plakette (v.l.): Schulleiter Wolfgang Korte, Anne Flenker (Kreisverwaltung), Landrat Cord Bockhop, Iris Symkenberg (Grundschule) und Bürgermeister Matthias Kreye.

Wagenfeld - Die Beschäftigung mit Pflanzen, Tieren und Naturlandschaften der Region ist an der Auburgschule in Wagenfeld längst nichts Neues mehr. Aber künftig sollen Themen wie Moor, Wald, Heide, Landwirtschaft, Kultur und Heimat noch intensiver in den Unterricht eingebunden werden.

Mit ihrem besonderen Engagement hat sich die Einrichtung die Auszeichnung „Naturparkschule“ verdient. Landrat Cord Bockhop überreichte gestern als Vorstandsvorsitzender des Naturparks Dümmer Urkunde und Plakette an Schulleiter Wolfgang Korte.

Dass die kritische Beschäftigung mit Natur und Naturschutz auch durchaus munter vonstattengehen kann, zeigten die Mädchen und Jungen mit einem kleinen musikalischen Programm. Sie sangen von Schneewittchen und den sieben Zwergen, die über alle Berge geflüchtet sind, weil sie nicht ertragen konnten, dass die Menschen Wälder, Flüsse und Luft verpesten. 

Und sie stellten das anlässlich der Auszeichnung von Ing-Marie Ingvarsson komponierte Lied „In der Auburgschule“ vor. Levin, Lea, Finja, Yannek und Fabia beschäftigten sich mit dem Thema Müll und was geschieht, wenn die Menschen immer mehr davon produzieren.

Im Schneewittchen-Lied beschäftigen sich die Grundschüler mit der Umweltverschmutzung.

„Ihr habt ganz wichtige Themen schon kritisch hinterfragt. Ich denke, es wird Zeit, dass wir Naturparkschule werden, um das alles noch intensiver aufarbeiten zu können“, sagte Schulleiter Korte anschließend. Wenn die Schüler dieses Wissen nach Hause trügen und praktisch umsetzten, sei das Ziel erreicht.

„Ich bin sehr beeindruckt“, lobte Cord Bockhop und dankte Schule und Lehrern dafür, „dass Sie sich für die Natur im Landkreis Diepholz begeistern“ und das Angebot des Naturparks Dümmer angenommen haben. Bürgermeister Matthias Kreye gratulierte im Namen von Verwaltung und Politik zur Auszeichnung. „Es ist toll, dass unser Nachwuchs an das Thema herangeführt wird. Ich denke, das wird eine interessante Sache für Euch“, sagte er in Richtung Schüler.

Die Auszeichnung hat nicht nur ideellen Wert, sondern auch ganz praktische Vorteile, kann die Schule doch künftig die Ressourcen des Naturparks Dümmer nutzen und bei außerschulischen Aktivitäten im Bereich Natur und Naturschutz zum Beispiel Fahrtkosten ersetzt bekommen.

Monatelange Vorbereitung geht der Auszeichnung voran

Seit Herbst vergangenen Jahres hat die Grundschule, insbesondere in Person von Korte und Projektleiterin Iris Symkenberg, daran gearbeitet, die Voraussetzungen für die zunächst auf fünf Jahre befristete Ernennung zur Naturparkschule zu erfüllen. 

Wichtigstes Kriterium ist die fächerübergreifende Vermittlung von Lerninhalten an Beispielen aus dem Naturpark Dümmer und der Region mit ihrer Geschichte und Kultur sowie allen regionalen Besonderheiten. Das soll ausdrücklich nicht nur im Klassenraum geschehen, sondern auch direkt in der Natur bei Exkursionen und Projekttagen. 

Identifikation mit der Region, Verständnis für die Wechselwirkung von Ökonomie und Ökologie im Dümmerraum lauten die Ziele, die die Bildungseinrichtung mit ihren Schülern erreichen möchte. Dabei spiele das Erleben der Natur mit allen fünf Sinnen eine ganz wichtige Rolle, erklärte Schulleiter Korte.

Bereits im Mai wurde die Grundschule Ströhen als Naturparkschule ausgezeichnet, nach den Sommerferien soll die Oberschule folgen. - mer

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