Schüler erhalten in Wagenfeld vielseitige Einblicke in die Berufswelt

„Aufregend und spannend“

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Der Informationsbedarf zur Arbeit eines Polizisten war enorm. Polizeikommissar Andreas Siebrecht erläuterte die abwechslungsreiche Ausbildung.

Wagenfeld - 44 Schüler der achten Jahrgangsstufe der Oberschule Wagenfeld hatten gestern praktischen Unterricht. Und zwar nicht in der Schule, sondern im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Wagenfeld bei der vierten Berufsmesse.

Insgesamt zwölf Firmen und Institutionen entblätterten ihr Berufsangebot vor den Schülern und informierten über die Inhalte der verschiedenen Ausbildungsberufe. „Die Berufsmesse findet nun bereits zum vierten Mal statt und gehört zu den Berufswelt-Orientierungsmaßnahmen der Schule“, erläuterte Peter Schneekönig, Lehrer der Oberschule Wagenfeld.

Tatsächlich findet die Messe in Kooperation mit dem Bildungswerk Niedersächsischer Volkshochschulen (BNVHS) mit deren Organisation vor Ort statt. Gerhard Friedrichs, Verantwortlicher beim BNVHS, freute sich beim Anblick des funktionierenden Events, den neun Stationen in der Feuerwehrgerätehalle, dem Seminarraum, in dem die Kreissparkasse Grafschaft Diepholz (KSK) ein Kundengespräch im Rollenspiel mit Schülern probte. „Wie hat es Euch gefallen“, wollte Meike Glockzin von der KSK von den Schülern Madita und Marvin wissen. „Es war aufregend und spannend“, die Antwort.

Bei der Firma Kolbus aus Rahden hieß es an der Station: Mitmachen! Gero Speckmann, Ausbilder für Industriemechaniker, hatte drei Auszubildende mitgebracht, die den Schülern aus Wagenfeld an Werkstücken en Miniatur zeigten, wie eine Sortiermaschine arbeitet. Schrauben, zusammenbauen, eine Mechanik verstehen, das funktionierte sogar am einfachen Tisch.

Den totalen Einblick in Praxis und Produktionsabläufe bekamen die Schüler bei der Firma Digitales in der Druckwerkstatt gegenüber. Stephan Kawemeyer erläuterte die Abläufe von der Gestaltung über Satz und Druck chronologisch und stieß auf großes Interesse von Seiten der Schüler und potentiellen Auszubildenden. Im Betrieb Auburg Quelle erhielten sie einen Einblick in Bestellwesen, Auftragsabwicklung und Rechnungslegung.

„Wir haben uns bemüht, einen guten Querschnitt an Lehrstellenmöglichkeiten zu demonstrieren“, kommentierte Schneekönig die Veranstaltung. Da die Schüler sowohl in der achten, neunten als auch zehnten Klasse ein Betriebspraktikum absolvieren immer im Hinblick auf einen etwaigen Lehrstellenplatz.

„Selbst wenn ein Schüler nach einem Praktikum entscheidet, dass die Berufsrichtung gar nichts für ihn sei, ist das der richtige Weg in die richtige Richtung“, so Friedrichs. Damit hätten die Schüler bereits sinnvoll gefiltert und wären ihrem eigentlichen Berufswunsch ein Stück näher gekommen.

Zwei achte Klassen hatten am Mittwoch durch das Engagement sechs Schulstunden lang die Chance, in Dienstleistung, Verwaltung und Handwerk zu schnuppern. Auch wenn Handschellen und das Pferd für die berittene Polizeistaffel dieses Mal noch fehlten zur Vorstellung der Niedersächsischen Polizei, erläuterte Polizeikommissar Andreas Siebrecht den Schülern die Vielfalt der Polizeiarbeit anschaulich. Die Moorwelten informierten über die Möglichkeiten im Bundesfreiwilligendienst, der übrigens über Umwelt- und Naturschutz hinaus im Bereich Soziales, Sport, Kultur, Integration und Bildung absolviert werden kann. Bianka Heemann gab Antworten auf Fragen, welche Ausbildungsberufe die Stadtwerke Huntetal anbieten. Bunte Steckbriefkarten verrieten die Vielfalt vom Industriekaufmann bis zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik.

Die Schüler durchliefen in sieben Zeitblöcken unterschiedliche Stationen und erhielten einen spannenden Einblick in die Berufswelt.

sbb

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