Schlittenhunderennen: Erster Lauf zur Norddeutschen Meisterschaft im Tierpark

Vierbeiner warten jauelnd auf das erlösende „Go“

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Schlittenhunderennen: Die Besucher dürfen sich auf spannende Wettkämpfe im Tierpark Ströhen freuen.

Ströhen - Es ist wieder Schlittenhundesaison und da müssen kühle Stunden genutzt werden. Sobald die Temperaturen unter die 15-Grad-Marke fallen, wird trainiert für die kommenden Off-Snow-Rennen, die mit dem Saisonauftaktrennen am 17. und 18. Oktober im Tierpark Ströhen beginnen.

Dort wird auf dem etwa 3,5 Kilometer langen Kurs um und durch den Tierpark ein erstes Kräftemessen in allen Schlittenhundeklassen veranstaltet. Hier tummelt sich alles was vier Beine hat und rennen will. Auch die Formel 1 des Schlittenhundesports in Form von schlapp-ohrigen Hounds oder Scandinavian Trialhounds, die aus einer Mixtur von Husky, Windhund, Deutsch Drahthaar, Greyster und anderem gezüchtet wurden, gehen an den Start.

Alle Vierbeiner und ihre Musher freuen sich auf ein Ende der Sommerpause. Zum ersten Rennen der Norddeutschen Meisterschaft haben sich bereits mehr als 200 Starter angemeldet.

Vom CaniCrosser (Läufer mit Hund) über Scooter- und Mountainbikefahrer, bis zu den Gespannen mit bis zu zwölf Hunden wird alles vertreten sein und hofft auf kühle Temperaturen unter 15 Grad an dem Wochenende.

Durch die CaniCross-Veranstaltung im September sind viele auf den Geschmack gekommen und wollen nun auch mal an einem Zwei-Tages-Rennen teilnehmen.

Die ganze Rennatmosphäre auf dem Stake-out-Gelände lässt die Vierbeiner teilweise heulend und jauelnd auf das erlösende „Go“ warten und der Dog-Handler hat oft genug zu tun, die teilweise wie Flummies springenden Fellbündel in Position zu halten. Ist dann aber das „Go“ von der Startsprecherin gekommen, ist sofort Ruhe im Team und die Meute stürmt los.

Während am Sonnabend noch normal mit einminütigem Abstand in den kleinen Klassen der Läufer, Scooter- und Mountainbikefahrer gestartet wird, gehen sie am Sonntag mit einem Jagdstart ins Rennen. Aus drei Startboxen heraus wird gestartet. Der Schnellste vom Vortag startet zuerst und ihm folgen im Abstand der herausgefahrenen Sekunden die weiteren Teilnehmer.

Da kann es schon mal passieren, dass drei Starter fast zeitgleich auf die etwa 200 Meter lange Startgerade gehen, um sich dann scharf links durch das Gatter zur großen Pferdewiese zu drängeln. Geschwindigkeiten über 30 Kilometer pro Stunde werden hier bereits gemessen, wenn es in breiten und langgezogenen Kurven Richtung Schafstall geht, weiter am Waldrand lang und einem hoffentlich trockenem Schlammloch schlängelt sich der Trail in Richtung Farnwald mit seinen teilweise engen Passagen, die ein Überholen schwierig machen.

Schon erreichen die Starter den Tierpark und auf festerem Boden müssen nun die vierbeinigen Athleten den Reizen der Wildtiere widerstehen, sei es, dass sie an den Zäunen mitlaufen oder sei es nur der Geruch von Luchs, Waschbären, Damwild und verschiedenstem Federvieh, der ihnen in die feinen Nasen steigt.

Da werden teilweise klare Ansagen der Musher an ihre Leithunde nötig, um auf dem Trail zu bleiben. Nach der langgezogenen Sandkurve am Ziegengehege und ein paar weiteren Volieren kommt die berüchtigte Holzbrücke, an der fast jeder Musher die Geschwindigkeit freiwillig reduziert.

Im Endspurt geht es kurvig durch den Wald auf die hoffentlich schlammfreie Zielgerade, um dann von den Zuschauern auf der Wiese wieder empfangen zu werden. Richtungskommandos brauchen die meisten der Ströhen-erfahrenen Schlittenhunde längst nicht mehr. Sie kennen den Trail aus den Vorjahren und nur die Neustarter werden mit lautem Gee oder Haw für rechts beziehungsweise links durch den Tierpark gelenkt.

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