Aderlass bei „Auburg-Stimmen“, Wagenfelder Popchor verzeichnet deutlichen Zuwachs

Sänger wollen Werbetrommel rühren

Chorvorsitzende Marita Tödtemann (rechts) und die langjährige Leiterin der Wagenfelder Chöre Leta Henderson (links) mit den während der Jahreshauptversammlung ausgezeichneten Sängern (von links): Ilse Schumacher, Karsten Kleemeyer, Leonie Kraemer, Ekke Schneemann, Uta Laws, Michael Kliche und Nicole Lampe. Foto: Scheland

Wagenfeld – Auf den ersten Blick ist die Welt des Chorgesangs in der Gemeinde Wagenfeld mehr als in Ordnung. Bei genauerem Hinschauen wird allerdings deutlich, dass es zumindest bei den „Auburg-Stimmen“, dem traditionsreichen Gemischten Chor Wagenfeld, im Laufe der vergangenen Jahre einen personellen Aderlass gegeben hat. Die einstmals stolze Zahl von mehr als 40 Stimmen ist inzwischen auf unter 20 gesunken. Überwiegend aus Altersgründen der Akteure. Bei der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend in der Auburg bezifferte die Vorsitzende Marita Tödtemann die Zahl der Aktiven auf 19, die Zahl der passiven Mitglieder auf zwölf.

Einen deutlichen Stimmen-Zuwachs gibt es dagegen beim Popchor, dem aktuell 40 aktive und vier passive Mitglieder angehören. Die Aktiven kommen längst nicht mehr nur aus Wagenfeld, sondern reisen zu den regelmäßigen Proben aus einem Umkreis von bis zu 40 Kilometern an.

Für die Verantwortlichen der „Auburg-Stimmen“ ist die negative Entwicklung Grund genug, bei den unterschiedlichsten Anlässen die Werbetrommel zu rühren und auf Nachwuchssuche zu gehen. Angeregt wurde, neben persönlichen Gesprächen jede andere Möglichkeit der Nachwuchswerbung zu nutzen.

Im Jüngsten-Bereich befindet sich unter dem Motto „Singen mit Leta“ gerade eine Kindergruppe für die Kleinsten in der Gemeinde im Aufbau. Mädchen und Jungen von vier bis sechs Jahren können dort mit Gleichgesinnten spielerisch singen und tanzen. Chorleiterin Leta Henderson möchte die Kinder mittwochs von 15 bis 15.45 Uhr in der Auburg mit bekannten Kinderliedern an den Chorgesang heranführen.

In der Auburg laufen unter der Leitung von Leta Henderson auch die Proben für den seit 20 Jahren bestehenden Kinder- und Jugendchor „Ki-Cho-Wa“, für den Popchor (montags) und die „Auburg-Stimmen“ (mittwochs). Interessierte aller Altersgruppen können jederzeit zum Schnuppern zu den Proben kommen oder sich mit der Vorsitzenden Marita Tödtemann unter Telefon 05444/9347 in Verbindung setzen.

Während der Jahreshauptversammlung zeichnete die Vorsitzende mehrere langjährige Sängerinnen und Sänger, verbunden mit persönlichen Dankesworten, mit kleinen Präsenten und einer langstieligen Rose aus. Eine weitere Ehrung folge im Rahmen des Kreischorfestes in Diepholz, kündigte Marita Tödtemann an.

Anschließend standen eine ganze Reihe von Berichten auf der Agenda: Die Chronik wurde verlesen, die Finanzlage beleuchtet sowie Überblicke über das Geschehen im Popchor und im Kinderchor gegeben. Die Statements gipfelten in einem Appell von Chorleiterin Leta Henderson, künftige Werbungsmaßnahmen auch auf die neuen Medien auszudehnen.

Den „Auburg Stimmen“ bescheinigte sie, dass der Chor trotz dezimierter Mitgliederzahl musikalisch jederzeit überzeugt habe. Sie führte das zum einen auf die große Erfahrung der Sängerinnen und Sänger, aber auch auf den Wandel hin zu modernerem Liedgut zurück. Die „Auburg-Stimmen“ würden sich immer mehr in Richtung eines Kammerchores entwickeln. Vom Popchor wünschte sich Henderson eine regelmäßige Teilnahme an den Proben, weil ansonsten die gesangliche Qualität leiden würde.

Ausführlich skizzierte Nicole Lampe die Veranstaltungen und Aktionen des Popchores im vergangenen Jahr. In den Mittelpunkt ihres Berichtes stellte sie das erste Weihnachtskonzert in der St. Antoniuskirche. Unter dem Motto „One“ hätten Popchor und „Auburg-Stimmen“ mit Gospel- und Popsongs, weihnachtlichen Schlagern und klassischen Weihnachtsliedern in Rock-Ausführung vielen Besuchern allerbeste Unterhaltung geboten. Für die instrumentale Begleitung seien Karin Harms und Heinz Brinkmann verantwortlich gewesen, sagte Lampe.  ges

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