Rauschende Party: „Phantom Brigade“ feiert 50-jähriges Bestehen

Rustikal, ungezwungen, gut

Die Wagenfelder Phantom Brigade feierte am Samstagabend eine rauschende Geburtstagsfeier. Foto: Scheland

Wagenfeld – Wenig Worte, viel Musik. Gepaart mit spektakulären Show-Elementen, mit Finger-Food in gebratener und gebackener Form, mit gut gekühlten Getränken, blank geputzten Baritons und Trompeten, leuchtend grünen Schlaginstrumenten und durch die Besucherreihen wandernde Spendenbehältnisse. Mehrere hundert Besucher aller Altersgruppen erlebten am frühen Samstagabend eine Geburtstagsfeier der etwas anderen Art. Die Wagenfelder Phantom Brigade vollendete ihr 50. Bestehensjahr und feierte aus dem Anlass mit vielen musikinteressierten Gästen eine rauschende Geburtstagsparty.

Die 25 Aktiven des 40 Mitglieder starken Vereins boten den Besuchern bei herrlichem Spätsommerwetter unter freiem Himmel auf einem ungewohnten Feierareal ein Programm, das bei den meisten Besuchern noch lange angenehm nachklingen wird: „Rustikal, ungezwungen, gut“, waren sich die meisten Zuhörer bei Einbruch der Dunkelheit einig. „Überwiegend mitreißend und voller Energie“, zeigten sich alle zufrieden, „auch wenn es phasenweise vielleicht ein wenig laut war.“ Sie spielten damit wohl darauf an, dass das Feierareal in der Regel ein Platz der Ruhe und Besinnlichkeit ist.

Gefeiert wurde am Samstag nicht im Zelt oder einem Saal. Bühne, Tische, Bänke und mehrere Holzhütten waren unter freiem Himmel auf dem Platz vor der altehrwürdigen Sankt Antoniuskirche aufgebaut, die Bühne unter der Krone eines mächtigen Esskastanienbaums. Den Auftakt und das Finale gestaltete die Phantom Brigade selbst. Mittendrin überließen die Geburtstagsakteure die Bühne den „Greenbeats“, guten musikalischen Freunden, die in den vergangenen zwölf Jahren bereits mehr als 500 Konzerte in ganz Europa gespielt haben, gemeinsam mit DJ Bobo auf Tournee waren und in schöner Regelmäßigkeit zu TV-Auftritten eingeladen werden.

Das beim Auftritt in Wagenfeld auf sechs Akteure minimierte Percussion-Ensemble um den Diepholzer Timm Pieper zeigte eine gleichermaßen perfekte und begeisternde Drum-Performance und betrieb fast eine Stunde lang allerbeste Werbung in eigener Sache: Am 11. Oktober dieses Jahres gastieren die „Greenbeats“ im Theater der Stadt Diepholz, dann mit einer abendfüllenden Show.

Der 42-jährige Schlagzeuger aus der Kreisstadt ist der Wagenfelder Phantom Brigade schon lange eng und freundschaftlich verbunden, zumal seit vielen Jahren die Ausbildung der Drummer in seinen Händen liegt. „Deswegen war es für uns selbstverständlich, dass wir hier heute dabei sind.“

Vor dem hörenswerten musikalischen Teil der Feier schlug Carina Herms aus dem fünfköpfigen Vorstand der Phantom Brigade kurz das Geschichtsbuch auf, erinnerte an den Start der anfänglich als Fanfarenzug Wagenfeld-Haßlingen gegründeten Marching Band, erwähnte den bedeutenden musikalischen Umschwung im Jahre 1994 mit dem Spielen nach Noten, der Aufnahme vieler moderner Stücke ins Repertoire und der Anschaffung neuer Uniformen, nannte mehrere überregional herausragende Erfolge des Show-Ensembles und bedankte sich für die vorangegangene Unterstützung von allen Seiten. Abschließend zeichnete sie vier langjährige Mitglieder für ihre Treue zur Phantom Brigade aus: Lisa-Marie Schult für ihre zehnjährige und Kim-Steven Feußahrens für seine 20-jährige aktive Zughörigkeit. Zudem Bernd Feußahrens für seine 20-jährige und Mitbegründerin Marion Feußahrens für ihre 50-jährige Mitgliedschaft.

Inzwischen kommen die aktiven Mitglieder („das jüngste ist 13 Jahre, das weiseste 58 Jahre alt“) längst nicht mehr nur noch aus Wagenfeld, sondern auch aus benachbarten Gemeinden und Städten. Die klassische Marching Band von heute setzt sich aus Blechbläsern und einer Percussion-Gruppe zusammen. Alle Aktiven investieren viel Ehrgeiz, Trainingsfleiß und Engagement in ihr zeitintensives Hobby. Immer mit dem Ziel, das Publikum mit ihrer Musik zu begeistern.

Beim Geburtstagskonzert ist der Band das erneut hervorragend gelungen. Das bescheinigte auch Enno Leukering dem musikalischen Ensemble. Er nutzte die Plattform und gratulierte seitens des Fanclubs aus dem Schützenverein Hemsloh.

„Ohne eure Musik würde uns ein Stück Lebensfreude fehlen“, betonte der Schützenpräsident und wünschte sich, dass die Phantom Brigade mit ihrer Musik noch lange andere Menschen erfreuen möge.

Da ließen sich Carina Herms und ihre musikalischen Mitstreiter nicht lange bitten: Mit einem Potpourri ihrer bekanntesten Stücke setzten sie unter der Leitung vom Bläser-Ausbilder Thomas Niemann den Schlusspunkt hinter den konzertalen Teil des Abends und luden zum weiteren Verweilen bei typisch bayerischer Tischmusik mit der Kapelle „Blech ist Blech“ ein.  ges

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