OMS Dollon Football zu Gast

Rosé, Ausflüge und Freundschaftsspiel

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Ausgezeichnete Stimmung herrschaft am Samstag auf der Sportanlage des TuS Wagenfeld. Zusammen mit den Gästen aus Frankreich feierten die heimischen Sportler ein rauschendes Fußballfest und gewannen 6:4.

Wagenfeld - Wenn der Ruf vor dem Platz nach „Café de Pleure“ und die Rufe auf dem Platz „Allez“, „Vite, vite“ erklingen und lauthals ein „Merde“ zu vernehmen ist, wenn ein Abseits gepfiffen wird, dann wissen die Wagenfelder: Es ist wieder soweit, die Freunde aus der französischen Partnergemeinde Vibraye sind in Wagenfeld.

Das waren über die vielen Jahre deutsch-französische Freundschaft schon alle Arten von Sportlern, Vereinsmitglieder und wie aktuell zu Pfingsten eine 43-köpfige Sportlerdelegation mit Fußballern. Bei der Freundschaftspartie am Samstagnachmittag hieß es am Schluss Heimvorteil: Wagenfeld siegte mit 6:4 und der Mischung aus „Erster“ und „Zweiter“ Herren gegen die Gäste des OMS Dollon Football aus Frankreich.

Der in Wagenfeld und Vibraye sowie seiner Mitgliedsgemeinde Dollon als übersetzte „Café de Pleure“ bekannte Ströher Schwarten verfehlte seine Wirkung am warmen Samstag bei den Gästen nicht. Der Spaßfaktor des Freundschaftsspiels auf dem Haßlinger Sportplatz war nicht zu übersehen: Während die ganz kleinen Fußballer der D-Jugend (4 bis 6 Jahre) unter der Leitung von Markus Fenker mit Gästen und Heimspielern als Begleitkinder einliefen, kursierte am Spielfeldrand ein leckerer Rosé-Wein direkt importiert aus dem Canton Vibraye. Aber nicht im stilechten Rotweinkelch vom Sommelier mit Überwurfserviette, sondern vielmehr aus einer Gartenspritze in Einmalbecher. „Un verre de vin rouge pour Madame?“ hieß die Frage. Und schon war das Pumpen der Spritze erledigt, der Wein floss.

Französisch-Kenntnisse kein Muss

Aber auch wer kein Französisch verstand oder sprach, kam in den Genuss der guten Laune der Spielerdelegation. Mit Händen und Füßen, mit großen Augen den Nachbarn anschauend kamen alle Gäste und Gastgeber zum Ziel. Torwarttrainer im TuS Hans-Peter Karsten erläuterte: „Wir haben ja die nette Christèle Bezard und meine Frau Petra Mittendorf, die übersetzen.“

Das Programm für den zweitägigen Aufenthalt in Wagenfeld hing in französischer und deutscher Sprache am Getränkewagen: „Fete Barbecue“ und “Pique-nique, Ströhen“ ebenso.

Eins setzt die Organisation solcher Austausche natürlich voraus: Es muss freiwillige Gastgeber geben und Cheforganisatoren. Das sind Henning Eils, Bernd Schönhoff und Christian Maas, Alec Kuhlmann und Hans-Peter Karsten. Die Gäste fanden in Gastfamilien ihre Übernachtungsplätze, teils wurden Schlafzimmer geräumt wie von Marita und Karsten Kleemeyer, die für die Gäste ins Kinderzimmer zogen. Die Einladung der Fußballer verstand der TuS als Gegenleistung für den herzlichen Empfang der Wagenfelder Fußballer vor zwei Jahren in Dollon.

Wagenfelder gewinnen auf dem Fußballplatz

Wenn es jedoch auf dem Platz um den Sieg geht, geht es ums Ganze, da gibt es kein Pardon. Dieses Mal gewann Wagenfeld zu Hause, während 2015 die Wagenfelder mit einer 0:1-Niederlage heimkehren mussten. Dem in Vibraye gebotenen Blumenkorso und der langen Theke auf der Hauptstraße begegneten die Wagenfelder mit dem Besuch im Moor. Mit dem Bus ins benachbarte Nordrhein-Westfalen zum Nordpunkt ging es am Pfingstsonntag. 

Mit der Draisine zum Lokschuppen im niedersächsischen Ströhen, um dann den „Spurwechsel“ auf die Moorbahn zu wagen. „Le petit train marais“ heißt die kleine taffe Bahn auf Französisch auf ihrer schmalen Spur. Moorwelten, der Aussichtsturm bei der Schäferei Teerling und der „Moor-padd“ rundeten den Besuch der Gäste ab. 

sbb

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