Einsatzzahlen noch nicht ausgewertet

Rettungswache Ströhen: Testphase läuft noch

Von der Arbeit der Rettungswache in Ströhen verschafften sich Verantwortliche und „Gastgeber“ Anfang des Jahres einen ersten Eindruck. Ob der Rettungswagen dauerhaft dort stationiert bleibt, soll der Kreistag in den kommenden Wochen entscheiden.
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Von der Arbeit der Rettungswache in Ströhen verschafften sich Verantwortliche und „Gastgeber“ Anfang des Jahres einen ersten Eindruck. Ob der Rettungswagen dauerhaft dort stationiert bleibt, soll der Kreistag in den kommenden Wochen entscheiden.

Ströhen – Wird aus der provisorischen Rettungswache in Ströhen eine dauerhafte? Diese Frage ist momentan noch unbeantwortet. Der Rettungswagen der Rettungsdienst Landkreis Diepholz GmbH war zum 1. Dezember vergangenen Jahres testweise von der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Wehrbleck nach Ströhen verlegt worden, um die Einsatzzeiten im südöstlichen Landkreis zu verkürzen. Nach sechs Monaten hätte der Kreistag darüber befinden sollen, ob der Standort am Feuerwehrgerätehaus der richtige ist. Doch wegen Corona verzögert sich die Entscheidungsfindung mindestens bis September.

Wie Klaus Speckmann, Leiter des Fachdienstes Bevölkerungsschutz, auf Nachfrage erklärte, läuft die Testphase noch. Die Auswertung der Einsatzzahlen und -zeiten sei noch nicht erfolgt. „Der Hauptgrund hierfür ist die andauernde Corona-Pandemie, die vor allem in den Monaten März bis Mai 2020 zu einer veränderten Einsatzsituation im Rettungsdienst geführt hat und insofern eine objektive Auswertung erschwert“, so Speckmann. Die Zahl der Einsätze liege – möglicherweise wegen Corona – bisher etwas niedriger als am Standort Wehrbleck.

Im zweiten Quartal hätten wegen der Corona-Pandemie nur wenige Sitzungen der politischen Gremien des Kreistags stattgefunden. Darum stehe eine erneute politische Beratung zu dieser Frage noch aus. Laut Speckmann wird sich der Ausschuss für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit voraussichtlich in seiner nächsten Sitzung am 8. September mit diesem Thema beschäftigen.

Grundlage für die Verlegung des Rettungswagens für zunächst sechs Monate war ein Kreistagsbeschluss vom September vergangenen Jahres. Die Gemeinde Wagenfeld und die hiesigen Kreistagsabgeordneten hatten schon länger darauf gedrängt, die Versorgungslücke im Südkreis zu schließen. Ziel der Verlegung war neben der Verkürzung der Einsatzzeiten im südöstlichen Kreis die Sicherstellung der rettungsdienstlichen Versorgung der Ortschaften Dörrieloh, Varrel und Wehrbleck.

Eine erste Zwischenbilanz nach sechs Wochen hatte bereits gezeigt, dass durch die Verlegung nun auch in den Bereichen Wagenfeld, Ströhen, Bahrenborstel und Teilen der Samtgemeinde Kirchdorf die Hilfsfrist von 15 Minuten besser eingehalten werden kann.

Landrat Cord Bockhop hatte seinerzeit erklärt, dass der Standort möglicherweise um ein paar Kilometer verlegt werden könnte, wenn sich das als besser erweise, komplett aus der Region abgezogen werde er aber nicht.

Der Rettungswagen ist in einer Garage der Ortsfeuerwehr untergebracht. Den Rettungs- und Notfallsanitätern, die täglich von 7 bis 19 Uhr im Dienst sind, stehen neben einem Aufenthaltsraum unter anderem die Küche sowie Sanitär- und Lagerräume des Gerätehauses zur Verfügung.

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