Rettungswache sehr willkommen

Hilfsfrist von 15 Minuten soll rund um Ströhen besser eingehalten werden

Ein Rettungswagen aus Wehrbleck startet seit dem 1. Dezember von Ströhen aus zu Einsätzen. Verantwortliche und „Gastgeber“ machten sich vor Ort ein Bild von den ersten Erfahrungen. Foto: Russ
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Ein Rettungswagen aus Wehrbleck startet seit dem 1. Dezember von Ströhen aus zu Einsätzen. Verantwortliche und „Gastgeber“ machten sich vor Ort ein Bild von den ersten Erfahrungen.

Ströhen - Sie sind gerade mal sechs Wochen da, doch die Ströher haben sie schon ins Herz geschlossen, die Kräfte der neuen Rettungswache am Feuerwehrgerätehaus. „Es ist uns sehr wichtig, dass ihr hier seid“, betonte Ortsvorsteher Reinhard Heider während eines Ortstermins.

Der Rettungswagen war nach einem entsprechenden Kreistagsbeschluss vom September zum 1. Dezember vergangenen Jahres zunächst für sechs Monate von der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Wehrbleck nach Ströhen verlegt worden, um die rettungsdienstliche Versorgung der Bevölkerung im südöstlichen Randbereich des Landkreises Diepholz zu optimieren. Die Gemeinde Wagenfeld und die hiesigen Kreistagsabgeordneten hatten schon lange gefordert, die Versorgungslücke zu schließen.

„Wir freuen uns, dass der Landkreis das Thema ernst nimmt. Man merkt, dass er an einer optimalen Lösung arbeitet“, bewertete Wagenfelds Bürgermeister Matthias Kreye die Entwicklung positiv.

„Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie lang eine halbe Stunde sein kann“, schilderte Heider, der an einer vielbefahrenen Straße wohnt und schon einige Unfälle erlebt hat, die bisherige Situation. „Früher gab’s noch einen Arzt vor Ort, der mit rausgefahren ist, aber den gibt es heute nicht mehr.“ Ortsbrandmeister Marco Schwarze bestätigte diese Erfahrung. „Die Zeiten waren teilweise schon lang.“ Auch für die umliegenden Ortschaften sei der neue Standort ein großer Vorteil.

Die ersten 112 Einsätze haben gezeigt, dass durch die Verlegung des Rettungswagens nun auch in den Bereichen Wagenfeld, Ströhen, Bahrenborstel und Teilen der Samtgemeinde Kirchdorf die Hilfsfrist von 15 Minuten besser eingehalten werden kann. Die benachbarten Regionen im Landkreis Nienburg profitieren ebenfalls, denn der Rettungswagen macht natürlich nicht an der Kreisgrenze Halt. Gleichzeitig soll die rechtzeitige rettungsdienstliche Versorgung der Ortschaften Dörrieloh, Varrel und Wehrbleck planerisch erhalten bleiben.

Der Rettungswagen ist vorerst in einer freigeräumten Garage der Ortsfeuerwehr untergebracht. Den Rettungs- und Notfallsanitätern, die täglich von 7 bis 19 Uhr im Dienst sind, stehen neben einem Aufenthaltsraum unter anderem die Küche sowie Sanitär- und Lagerräume des Gerätehauses zur Verfügung.

Ob die Rettungswache dauerhaft am jetzigen Standort bleibt, wird der Fachausschuss des Kreistages nach der Testphase entscheiden. „Wir schauen uns die Zahlen laufend an und werden der Politik berichten“, erläuterte Landrat Cord Bockhop das weitere Vorgehen. „Was am Ende genau herauskommt, weiß man nicht.“ Vielleicht werde der Standort auch um ein paar Kilometer verlegt, wenn sich das als besser erweise, aber komplett aus der Region abgezogen werde der Rettungswagen sicher nicht, so Bockhop. Die Ströher Bevölkerung würde sich laut Reinhard Heider eine endgültige Entscheidung für Ströhen wünschen. Und auch die Rettungskräfte fühlen sich nach eigener Aussage wohl: „Wir wurden hier sehr freundlich aufgenommen.“

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