Ortsverein Ströhen zieht Bilanz, ehrt und wählt / Ein Jahr „Galgenfrist“

Renate Walter scheidet aus: Vorsitz des DRK bleibt vakant

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Giesela Münkel (l.) aus dem Vorstand des Kreisverbandes ist stolz auf Renate Walter und bedankt sich für ihr ausserordentliches jahrzehntelanges Engagement.

Ströhen - „Ein Ära geht zu Ende“, so benannte Bürgermeister Matthias Kreye die Freigabe des Amtes von Renate Walter als erste Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Ströhen. Sie hatte 29 Jahre in der Leitungsrolle maßgeblich die Geschicke des Ortsvereins beeinflusst. Bevor der gesamte Vorstand neu gewählt wurde, war es zweiter Vorsitzender Inge Thielemann-Rewald und Schriftführerin Marion Imgarten ganz wichtig, über die Relevanz dieser Entscheidung und die Möglichkeiten vor der Wahl die Versammlung zu informieren.

„Wir möchten in Zukunft die Arbeit auf mehr Schultern im Vorstand und bei den Mitgliedern verteilen“, so Imgarten. „Wir haben drei Möglichkeiten, wenn wir heute keinen neuen Vorsitzenden finden.“ Das seien die Optionen: der Verein wird für ein Jahr kommissarisch von der 2. Vorsitzenden geleitet, eine Fusion mit einem anderen Ortsverein, oder die Auflösung. Das sei rechtlich, mit dem Kreisverband und der Satzung abgestimmt.

Die Ströher entschieden sich für die erste Option, da Thielemann-Rewald es aus beruflichen Gründen ablehnte, den Vositz zu übernehmen. Das Amt der Vorsitzenden bleibt somit vakant. Nach Wahl ergab sich: Inge Thielemann-Rewald leitet als wiedergewählte 2. Vorsitzende für ein Jahr den Ortsverein. Wiederwahl gab es für Horst Walter als Kassenwart und Marion Imgarten als Schriftführerin. Als drei neue Beisitzer wurden Ursel Detering (für Seniorennachmittage verantwortlich), Inge Hallermann (Blutspende-Termine) und Rosel Hiddemann („Der Laden“) berufen.

„Ich hoffe auf die Mithilfe aller, denn eine Auflösung des Ortsvereins nach Ablauf des ,Galgenfrist-Jahres’ ist in Ströhen unvorstellbar“, appellierte Thielemann-Rewald. Basierend auf der Annahme, dass der DRK-Ortsverein eine entscheidende Rolle im Vereinsleben von Ströhen spielt, hofft der neue Vorstand auf Vorschläge für den Vorsitz. Auf Antrag wurde Renate Walter die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Giesela Münkel bedankte sich als stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende bei Walter, verlieh ihr die als besondere Würdigung geltende Nadel mit der Bezeichnung „Humiroir“. Sie ist eine geschliffene Nadel mit einem roten Kreuz, das je nach Lichteinfall glitzert.

Für Bürgermeister Kreye trat eine absolute „Frontfrau“ ein Stück weit zurück und für Ortsvorsteher Hermann Tacke bleibt sie eine von ihnen: „Wi beede sind Ströher.“

„Ich habe in den 29 und mehr Jahren im DRK so viele Menschen kennengelernt, das möchte ich niemals missen“, sagte Walter.

Nach den Berichten hat der Ortsverein Ströhen derzeit 122 Mitglieder, die Kassenlage ist so, dass der Ortsverein dem Kreisverband sogar einen Kredit gewähren könnte. Der Vorstand wurde entlastet.

„Gerne möchten wir die Jahresfrist nutzen, um jüngere Altersgruppen anzusprechen“, der Tipp für die Mitglieder für den Nachhauseweg von der kommissarischen Vorsitzenden.

Als weitere Information wies Thielemann-Rewald auf die Flyer hin, die verdeutlichten, welche Arbeiten derzeit für den Ortsverein anfielen: Organisation der Blutspende-Termine, Altenarbeit mit Altennachmittag, Mitarbeit im Secondhand Shop „Der Laden“ in Wagenfeld, Ferienaktionen für Kinder, Besuche bei Geburtstagen und Jubiläen, Adventsfeier, Ausflüge, Haussammlungen und Teilnahme an den DRK-Kreisverbands Informationsveranstaltungen.

„Wir suchen also einen Menschen, der ehrenamtlich bereit ist, sich für das Gemeinwohl von Ströhen verantwortlich zu fühlen und gemeinsam Aktionen anschiebt und trägt“, formulierte es die zweite Vorsitzende.

Für mehr als 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Adele Traemann, Gisela Störmer, Ilse Schapka geehrt. 40 Jahre dabei sind: Helga Ebert, Renate Kropp, Rosel Hiddemann, Henny Spreen und Renate Walter. 25 Jahre Mitglied sind: Herta Hake, Henny Renzelmann, Wilhelm Droste, Dr. Maren Walter und Dr. Klaus Ullmann.

sbb

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