Zustimmung trotz Zeitdruck

Wagenfelder Ratsmitglieder stimmen für Kita-Erweiterung und Ausbau der Schul-Mensa

Die Mitglieder des Rates der Gemeinde Wagenfeld tagten in der Sporthalle der Auburg-Schule.
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Die Mitglieder des Rates der Gemeinde Wagenfeld tagten in der Sporthalle der Auburg-Schule.

Wagenfeld – Wichtige Entscheidungen zu einem Baugebiet mit 80 neuen Grundstücken, einer Kita-Erweiterung mit einem Investitionsvolumen von über einer Million Euro sowie zum Ausbau einer Schul-Mensa standen unter anderem auf der Agenda der jüngsten Sitzung des Rates der Gemeinde Wagenfeld. Teilweise waren sich die Ratsmitglieder einig, doch bei manchen Themen war Überzeugungskraft vonseiten der Antragsteller gefragt.

Ratsvorsitzender Andreas Siebrecht eröffnete die Sitzung am Dienstag, bei der die Ratsmitglieder pandemiebedingt in der Auburg-Sporthalle Platz nahmen. Was folgte, war eine Schweigeminute, bei der sich alle Anwesenden zum Gedenken an den verstorbenen Verwaltungsmitarbeiter Hartmut Winkelmann sowie an den verstorbenen Unternehmer Dirk Lütvogt erhoben. „Beide waren Wagenfelder aus tiefster Inbrunst“, sagte Gemeindebürgermeister Matthias Kreye.

Anregungen zum Wohngebiet

Einige Anregungen zum rund 80 Bauplätze umfassenden Wohngebiet Fritz-Cording-Straße II hatte Ratsherr Wilko Russ. Er schlug vor, die Traufhöhe im L-förmigen Bereich inmitten des Wohngebietes auf sechs Meter zu erhöhen und eine zweigeschossige Bauweise zuzulassen, um potenziellen Bauherren die Möglichkeit der Errichtung einer „momentan beliebten Stadtvilla“ einzuräumen. Zudem schlug der Christdemokrat vor, die Art der Einfriedungen in dem Wohngebiet auf Hecken zu beschränken. Nach einer zehnminütigen Unterbrechung der Ratssitzung, in der sich die Fraktionen zu den hervorgebrachten Punkten berieten, stimmten die Ratsmitglieder für die Anhebung der zugelassen Traufhöhe, votierten jedoch gegen die Beschränkung der Einfriedungen. Damit sprachen sich die Entscheidungsträger zudem für die 46. Änderung des Flächennutzungsplanes „Wohngebiet Fritz-Cording-Straße II“ und den dazu gehörigen Bebauungsplan aus.

Kita-Erweiterung für 1,1 Millionen Euro

„Ein neues Baugebiet bedingt meist auch eine erhöhte Nachfrage beim Betreuungsangebot in Kindertagesstätten“, erklärte Bürgermeister Kreye.

Er trug den Beschlussvorschlag vor, dass zur Schaffung von weiteren Kinderbetreuungsangeboten in Wagenfeld die Kita Wagenfeld-Neustadt um eine 25-er-Regelgruppe und eine 15-er-Krippengruppe mitsamt den notwendigen Nebenräumen auf Grundlage der vorgelegten Entwurfsplanung erweitert werden soll (wir berichteten). Die Kostenschätzung für die Planung liegt bei rund 1,1 Millionen Euro.

Für den vorgeschlagenen Krippenbau stehen Fördermittel in Höhe von 180 000 Euro sowie für die Regelaltersgruppe in Höhe von rund 30 000 Euro in Aussicht. Beide Förderprogramme sehen jedoch vor, dass die Räumlichkeiten bis zum 30. Juni 2022 herzustellen sind.

„Durch die Erweiterung der Kita Wagenfeld-Neustadt würde die Kita-Situation in der Ortschaft Wagenfeld von Grund auf neu geregelt und dem örtlichen Bedarf auch im Hinblick auf das künftige große Neubaugebiet in Wagenfeld-Neustadt angepasst“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage.

„Ich sehe es als eine gute Möglichkeit, um unser Betreuungsangebot langfristig auszuweiten“, sagte Kreye.

Die Ratsmitglieder äußerten Bedenken aufgrund der zeitlichen Einschränkung und der finanziellen Last, die das Projekt mit sich bringe. Hans-Walter Scheland von der FDP-Fraktion schlug vor, die Entscheidung zu vertagen. Dies stritten seine Ratskollegen jedoch ab. Mit drei Gegenstimmen aus Reihen der Liberalen wurde dem Antrag von allen anderen Vertretern zugestimmt.

Barrierefreier Ausbau der Schul-Mensa

Von den Kindergartenkindern ging es zu den Grundschülern. Die Ratsmitglieder hoben ausnahmslos die Hände, als es um den barrierefreien Ausbau der Mensa in der Grundschule Ströhen ging. Benötigt wird ein Betrag in Höhe von 129 000 Euro. Ziel ist es, dass die derzeit im Obergeschoss angesiedelte Mensa ins Erdgeschoss verlegt und barrierefrei ausgebaut wird.

Weiterhin wurden Fördermittel für eine barrierefreie WC-Anlage im Erdgeschoss der Grundschule Ströhen sowie die Beschaffung eines neuen Spielgerätes im Außenbereich beantragt. Das Investitionsvolumen beträgt 129 000 Euro. Voraussetzung für die Umsetzung ist allerdings, dass der Förderantrag genehmigt wird. Nur dann soll die Maßnahme umgesetzt werden. Im Falle eines positiven Bescheides würden 75 Prozent der Investitionskosten an Fördermitteln fließen und die Maßnahmen könnten mit Eigenmitteln der Gemeinde Wagenfeld in Höhe von 32 250 Euro durchgeführt werden.

Die Förderrichtlinie sieht vor, dass das entsprechende Vorhaben bis zum 30. Juni 2021 begonnen und die dafür aufgewendeten Mittel bis zum 31. Dezember 2021 verausgabt sind.

Einige der insgesamt acht an der Sitzung teilnehmenden Anwohner hinterfragten am Ende der Sitzung den Fortschritt des Breitbandausbaus. Bürgermeister Kreye: „Laut dem Landkreis Diepholz als Bauherrn sollen in Wagenfeld im zweiten Quartal die ersten Gebäude online gehen. Tests laufen bereits. Damit wären wir die erste Kommune, die angeschlossen wird. Die Trassenarbeiten sollen soweit beendet sein.“

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