Professor Michael Succow hält Vortrag

Alternativer Nobelpreisträger in den Ströher „Moorwelten“

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Professor Michael Succow besucht die „Moorwelten“.

Ströhen - Einen Vortrag mit dem Titel „Mensch und Erde am Beginn des 21. Jahrhunderts“ wird der Träger des „Alternativen Nobelpreises“, Professor Michael Succow, in den „Moorwelten“ in Ströhen halten. Dieser beginnt am Dienstag, 29. September, um 19.30 Uhr.

„Lassen wir die Natur unverändert, können wir nicht existieren; zerstören wir sie, gehen wir zugrunde. Der Gratweg zwischen Verändern und Zerstören kann nur einer Gesellschaft gelingen, die sich mit ihrem Wirtschaften in den Naturhaushalt einfügt und die sich in ihrer Ethik als Teil der Natur empfindet“ – so die Zustandsanalyse des emeritierten Professors der Universität Greifswald.

Im 20. Jahrhundert hat die Nutzung der natürlichen Ressourcen, Landschaften und Ökosysteme durch den Menschen Dimensionen erreicht, die bereits jetzt zu irreversiblen Veränderungen im Naturhaushalt der Erde geführt haben. Der Mensch ist zum wesentlichen Einflussfaktor der biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden. Angesichts dessen sprechen Wissenschaftler davon, dass mit dem Beginn des 21. Jahrhunderts ein neues erdgeschichtliches Zeitalter angebrochen ist: Das Anthropozän.

Da nicht weniger als die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit auf dem Spiel stehen, sehen sich Wissenschaft, Politik, Unternehmen und Bürger mehr denn je mit der Herausforderung konfrontiert, das eigene Handeln und Entscheiden auf seine langfristige Tauglichkeit hin zu reflektieren und anzupassen: auf globaler, nationaler, regionaler und kommunaler Ebene.

Der deutsche Moor-Ökologe und Agrarwissenschaftler Michael Succow ist einer der renommiertesten Umwelt- und Naturschützer Europas. Er wirkte  weltweit maßgeblich an der Gründung von zahlreichen Nationalparks, Biosphärenreservaten und Großschutzgebieten mit und publizierte einschlägige Veröffentlichungen zum Thema Moor- und Naturschutz.

„Für sein beispielhaftes Engagement zum Schutz wichtiger Ökosysteme und Areale von außergewöhnlichem ökologischen Wert für künftige Generationen“ wurde er 1997 mit dem „Alternativen Nobelpreis“ ausgezeichnet.

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