Popchor Wagenfeld feiert 15-jähriges Bestehen in der Auburg

„Reden ist Silber, Singen ist Gold“

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Gesang ist nicht nur eine Frage der Stimme. Bei Auftritten des Popchors Wagenfeld ist auch immer ordentlich Bewegung drin.

Brauns-Bömermann - Von Simone. „Die Headhunter“ der Chorszene aus Osnabrück waren auch Gäste im Konzert. Denn der Popchor Wagenfeld genießt seinen Ruf über die Kreisgrenzen hinweg. Vor der Überlegung einmal mehr „auswärts“ aufzutreten, feierte am Sonntag der spritzige Chor erst einmal sein 15-jähriges Bestehen unter der Leitung der musikalischen Britin Leta Henderson.

Am Nachmittag hieß es im Jubiläumskonzert vor lückenlos gefülltem Konzertsaal in der Auburg bei geöffneten Fenstern mit Hör- und Schaulustigen von draußen. Nachwuchsarbeit ist schon lange kein Thema mehr bei der Chorkulisse in Wagenfeld, die geschieht einfach. Deshalb freute sich Chorleiterin Henderson, der Motor der Szene, fünf Mitglieder aus dem „KiChoWa“ (Kinderchor Wagenfeld) in den Popchor-Reihen begrüßen zu können. Doch bevor das Popkonzert begann, stellte Henderson die zwei Damen vor, die seit Anfang an dabei sind: Iris Symkenberg und Heidi Bringewatt.

Ungebremster Enthusiasmus inmitten der Sanges-kolleginnen trat dem Publikum entgegen in Gesang, Choreographie, Witz und Humor. 15 Songs zu 15 Jahren Bestand des Popchores präsentierte das Ensemble, von Popklassikern, Musicalauskopplungen bis zu aktuellem Deutschpop. Der Popchor, der vor 15 Jahren antrat, moderne Popkultur zu singen, hatte seine Mitglieder über eine Zeitungsannonce gesucht: „Wer hat Lust, Popsongs gemeinsam zu singen?“, so ähnlich war damals der Wortlaut und ab da begann das Abenteuer.

Heute trifft man die talentierten Sängerinnen fast überall an: Aktuell am 27. September im Theater der Stadt Diepholz zum Pop- und Gospelkonzert, organisiert von der ChorKreisGruppe Diepholz, mit gleichgesinnten Chören: „Gemischt for fun“ aus Rehden, „Pfeffer und Salz“, dem „Kleinen Popchor Wetschen“ und „Gospeltrain“.

Ob Rahmenprogramm einer Kunstausstellung, Hauptact im eigenen Konzert oder mit vielen Chören gemeinsam, der Popchor ist anwesend und zwar immer zu 100 Prozent. Leta Henderson besticht durch ihr strahlendes Lächeln und damit motiviert sie nicht nur ihre Sängerinnen, sondern auch das Publikum. „Begeisterung ist ansteckend und „You are never too old to learn“, das Motto der Britin, die ausgebildete Konzertpianistin ist und ihr Musikstudium an der Royal Academy of Music in England absolvierte. Den Spaß am Singen, den vermittelt sie nun schon seit weit mehr als 15 Jahren den Chören in Wagenfeld und der Umgebung, tritt in unterschiedlichen Besetzungen an, zum Beispiel mit Literatin Birgit Kattelmann aus Wagenfeld, und arrangiert, wo möglich, Konzerte und Auftritte.

Songs von Rosenstolz

bis zu den Beatles

„Flexibilität ist gefragt, wenn man mit Leta singt. Sie fordert uns heraus, offen und frei, um möglichst ohne Noten zu singen“, das sagen die Sängerinnen über ihre Chorleiterin. Nach dem Konzert lud der Popchor zu einem Potpourri an Bildern aus den vergangenen Jahren ein. Vorher hatte das Ensemble jedoch die Gäste mitsingen, schnippen und genießen lassen mit Songs von den Sportfreunden Stiller, Rosenstolz, Katy Perry, Birdy, Adele, Tim Bendzko, den Beatles und Leonard Cohen. Die Songs mit emotionaler Aussagekraft haben es den Damen angetan: „Ich kann deinen Herzschlag hören“, „Muss nur noch kurz die Welt retten“ oder „All You Need Is Love“ reihen sich an „Angel“, „Hallelujah“ und „Echt“, letzteres von Glasperlenspiel. Kräftig gesungen, wie die Löwen brüllen: „The Lion Sleeps Tonight“ von „The Tokens“ und Elton Johns Titelsong aus dem Musical „König der Löwen“, „Can You Feel The Love Tonight“ brillieren noch vor dem „Timewarp“ der legendären Rocky-Horror-Show von Richard O´Brien.

Und die schmucken Männer haben es den Damen des Chores nicht nur als Liedinterpreten angetan: Sind die gerade nicht vor Ort, lassen sie diese eben ausnahmsweise wie von den „Weather Girls“ vorgemacht vom Himmel regnen: „It´s Raining Men“ als Zugabe.

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