Politische Gremien in Wagenfeld sind sich einig bezüglich der Windkraft

Verspargelung unerwünscht

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Mediengruppe Kreiszeitung

Wagenfeld - Es besteht in den politischen Gremien der Gemeinde Wagenfeld Einigkeit darin, dass sich der Flächennutzungsplan mit Blick auf die Windkraftanlagen in der jetzt bestehenden Form in seiner steuernden Wirkung bewährt hat. Eine Verspargelung der Landschaft konnte hierdurch vermieden werden.

bDer Bau-, Wege-, Verkehrs- und Umweltausschuss, der Verwaltungsausschuss und nunmehr auch der Rat in seiner Sitzung vom Dienstag sehen keinen städtebaulichen Bedarf einer Änderung.

Sowohl Fachberater als auch Fachanwälte hatten ausführlich Stellung zum Thema Windkraftplanung und der aktuellen Rechtsentwicklung genommen. Zusammenfassend halten beide den rechtsverbindlichen Flächennutzungsplan der Gemeinde für belastbar. Ein Handlungszwang ist nach ihrer Auffassung damit aktuell nicht gegeben.

Es sei deshalb ausschließlich eine politische Entscheidung, ob die Gemeinde der Windkraft mehr Raum geben wolle. Wenn sie aber in eine Planung einsteige, müsse zur Vermeidung von Präzedenzfällen das gesamte Gemeindegebiet einer entsprechenden Bewertung unterzogen werden.

„Wenn wir den Flächennutzungsplan anfassen, könnten wir Überraschungen erleben“, plädierte Heino Spreen (SPD) für ein Festhalten am Flächennutzungsplan.

„Wir sehen schon, dass die Windräder der Gemeinde finanzielle Vorteile bringen. Aber wir sehen auch die Gefahr einer Verspargelung der Landschaft, wenn wir das Fass ,Flächennutzungsplan‘ öffnen“, betonte Otto Schilling für die CDU.

„Bei einer Änderung des Flächennutzungsplanes könnten doch auch potenzielle Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe des neuen Wohnbaugebietes entstehen“, meinte Stephan Dubenhorst (UWG) in Richtung Verwaltung und erntete dafür ein zustimmendes Nicken von Bürgermeister Matthias Kreye. Deshalb stimme die UWG für die Beibehaltung des bestehenden Flächennutzungsplanes. Hinsichtlich der von Otto Schilling ins Feld geführten Steuereinnahmen durch die Windkraftanlagen meinte Dubenhorst, dass diese auch nicht Eins zu Eins in der Gemeinde verblieben.

Die Gemeinde musste sich mit dem Thema befassen, da im zurückliegenden Jahr wiederholt Vorhabenträger an sie herangetreten waren, die neue Windkraftanlagen errichten wollten.

hwb

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