Wagenfelder Fachausschuss bringt entsprechende Pläne auf den Weg

Pilzleuchten sollen durch LED-Lampen ersetzt werden

Wagenfeld - Die in Wagenfeld und Ströhen im Einsatz befindlichen Pilzleuchten sollen in den Jahren 2017 und 2018 mit energieeffizienten LED-Leuchten ausgestattet werden. Diese Empfehlung sprach der Bau-, Wege-, Verkehrs- und Umweltausschuss einstimmig in seiner Sitzung am Dienstagabend aus. Das Gremium empfahl, im Zusammenhang damit auch die Masten bis zum Jahr Herstellungsjahr 1975 auszutauschen. Die benötigten Finanzmittel sollen in den Haushaltsberatungen 2017 berücksichtigt werden.

Die Kosten für den Ersatz der Pilzleuchten werden sich auf rund 150.000 Euro für die Leuchtköpfe und die Installation belaufen. Nicht eingerechnet sind gegebenenfalls auszutauschende Masten, Kabel oder Kabelübergangskästen. Der voraussichtliche Fördermittelbetrag beträgt etwa 30.000 Euro. Über die Lebensdauer der Leuchtmittel (20 Jahre) ergibt sich eine jährliche Energieeinsparung von etwa 460 Tonnen CO2 bei einer jährlichen Stromeinsparung von etwa 40 000 Kilowattstunden. Dies entspricht in etwa einem Betrag von 10.000 Euro jährlich.

Sanierungsbedarf besteht für 273 Pilzleuchten in Wagenfeld und Ströhen. Diese sind hauptsächlich in Wohngebieten und sogenannten Erschließungsstraßen mit 50 beziehungsweise 30 km/h zulässiger Geschwindigkeit aufgestellt. Die Leuchten wurden überwiegend in den Jahren zwischen 1970 und 1985 aufgestellt und sind zu großen Teilen abgängig.

Für den Austausch sind Leuchtenköpfe mit LED-Bestückung vorgesehen. Die ursprüngliche Leistung von 80 Watt je Leuchte kann auf 15 bis 20 Watt reduziert werden. Die Energieeinsparung reicht voraussichtlich aus, um Fördermittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) in Höhe von 20 Prozent zu erhalten. Eine Antragstellung ist bis zum 30. September 2016 möglich, die Realisierung der Maßnahme kann frühestens im Frühjahr 2017 nach dem Bewilligungsbescheid umgesetzt werden.

Für den Austausch kommen lichttechnisch unterschiedliche Modelle verschiedener Hersteller in Frage. Oliver Christen von der OC-Lichtplanung in Diepholz stellte diese dem Gremium am Dienstag im Sitzungssaal des Rathauses vor. Neben dem in Wagenfeld bereits eingesetzten Leuchtentyp stehen noch vier weitere Modelle, die alle in etwa im selben Kostenrahmen liegen, zur Diskussion. Diese Modelle sind bereits am Pastorenkamp gegenüber dem Rathaus installiert, so dass sich die Bürger einen Eindruck verschaffen können.

Etwa 180 der in Betrieb befindlichen Pilzleuchten wurden in den Jahren bis 1975 aufgestellt und sind somit mehr als 40 Jahre alt. Überwiegend sind Stahlmasten im Einsatz. Diese haben eine Lebenserwartung von etwa 35 bis 40 Jahren. „Insofern sollte – auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten – die Gelegenheit des Leuchtmittelaustausches genutzt werden, um auch die mehr als 40 Jahre alten Masten auszutauschen“, empfahl Oliver Christen.

Die Kosten für den Mastenaustausch einschließlich Entsorgung, Erneuerung Kabelübergangskasten, Verkabelung und anderes betragen brutto 550 bis 600 Euro pro Stück. Somit ergibt sich ein Kostenrahmen von 100.000 bis 110.000 Euro.

Zur Teilfinanzierung der Maßnahmen sind Beitragseinnahmen nach der Straßenausbaubeitragssatzung der Gemeinde zu erwarten. Sprich, die Anlieger werden zur Finanzierung herangezogen. „Wie hoch dieser Anteil ist, ist im Einzelfall festzustellen“, verdeutlichte Bürgermeister Matthias Kreye.

Welche Modelle in den Wohngebieten beziehungsweise Erschließungsstraßen zum Einsatz kommen sollen, soll in den Fraktionen beraten werden. 

hwb

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