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Motorenknattern und staubige Luft beim Ostertraining des MSC Heidering

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Von: Melanie Russ

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Clubfahrer Jens Benneker wirbelte beim Ostertraining auf dem Heidering in Wagenfeld mächtig Staub auf.
Clubfahrer Jens Benneker wirbelte beim Ostertraining auf dem Heidering in Wagenfeld mächtig Staub auf. © Russ

Die Macher des Ostertrainings am Heidering in Wagenfeld sind rundum zufrieden. Zwar kamen wegen Corona und Konkurrenzveranstaltungen weniger Fahrer, dafür aber so viele Besucher wie wohl noch nie.

Wagenfeld – Lautes Motorenknattern von allen Seiten, roter Staub in der Luft und jede Menge Zuschauer an der ovalen Rennstrecke – das gab es auf dem Heidering in Wagenfeld schon länger nicht mehr. Entsprechend groß war die Freude der Aktiven des Motorsportclubs Heidering, dass beim Ostertraining am Wochenende endlich wieder ordentlich was los war.

„Die Veranstaltung wurde viel besser angenommen als erhofft. Damit hätten wir nicht gerechnet, wir sind überwältigt“, freut sich Pressesprecherin Marie-Claire Wilke. Etwa tausend Besucher seien über den Tag verteilt zur Rennstrecke gekommen. „Das war so ziemlich das Beste, was wir bisher erreicht haben“, ergänzt Vorsitzender Jürgen Stumpe.

Kommen sie oder bleiben sie wegen Corona weg – diese Frage hatte im Vorfeld natürlich auch den MSC Heidering beschäftigt. „Man wusste nicht, wie man es einschätzen sollte“, sagt Stumpe. Er selbst sei aber sehr zuversichtlich gewesen.

So viele Besucher wie 2022 verfolgten wohl noch nie die Läufe des Ostertrainings.
So viele Besucher wie 2022 verfolgten wohl noch nie die Läufe des Ostertrainings. © MSC Heidering

Das Organisieren eines so großen Events haben die Akteure in der zweijährigen Corona-Pause offensichtlich nicht verlernt. Alles lief wie am Schnürchen – sowohl bei den Trainingsläufen am Vor- und Nachmittag selbst als auch beim Drumherum, das neben Verköstigungsangeboten – dabei halfen die Handballmädels der HSG Hunte-Aue-Löwen und das Team vom Rock am Kellenberg – aus Hüpfburg und musikalischer Begleitung bestand. Auf das sonst übliche Zeltfest zum Abschluss hatten die Organisatoren verzichtet, früh nach Hause gehen musste dank des großen Osterfeuers am Heidering aber trotzdem niemand.

Sportlich ging es beim Ostertraining wie immer nicht um Plätze und Pokale, sondern um die Möglichkeit, sich mit anderen Fahrern im Training zu messen. Während die Besucherzahlen keine Wünsche offenließen, hatten die Motorsportler mit den Fahrern in diesem Jahr ein bisschen Pech, wie Jürgen Stumpe berichtet. Einige hätten wegen Corona-Erkrankung abgesagt, einige, die sonst beim Ostertraining dabei sind, nahmen an Rennen anderer Vereine teil. „Das war ein bisschen unser Handicap“, sagt der Vorsitzende. Normalerweise seien die Rennveranstaltungen besser verteilt. Wohl wegen der erst vor wenigen Wochen aufgehobenen Corona-Beschränkungen hatten dieses Mal aber mehrere Vereine ihre Veranstaltungen auf Ostern gelegt. Darum war auch MSC-Fahrer Levin Cording nicht beim Saison-Highlight seines Clubs dabei.

Längst keine Randerscheinung mehr: Die Speedkarts haben einen festen Platz im Programm.
Längst keine Randerscheinung mehr: Die Speedkarts haben einen festen Platz im Programm. © Russ

Trotzdem war das Fahrerfeld mit 34 Teilnehmern in sechs Klassen vom Speedkart bis zur 500-Kubik-Maschine noch gut besetzt. Der jüngste Teilnehmer war gerade einmal fünf Jahre alt, der älteste Fahrer 79 Jahre – ein Dortmunder, der mit seinem Gespann schon seit etlichen Jahren zum Heidering kommt. Zu den Lokalmatadoren in den verschiedenen Klassen zählten Jens Benneker, Detlef Rempe, Ralf Rempe und Kevin Lück. Sie alle lieferten sich spannende Läufe. Und das Wichtigste: Alle Fahrer blieben unfallfrei.

Jugendtraining: Weiter geht es am Wochenende 30. April / 1. Mai mit einem Jugendtraining mit ausgebildetem Jugendtrainer. Fahrer von sechs bis etwa 25 Jahren lernen dann von 10 bis 17 Uhr die Kniffe des Rennsports. Zuschauer sind auch dabei willkommen.

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