Oppenweherin legt zehn Kilometer beim 24-Stunden-Schwimmen zurück

Tanja Kreimer-Manske erhält den „Mondschein-Pokal“

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Tanja Kreimer-Manske aus Oppenwehe erhielt für ihre Leistung den „Mondschein-Pokal“ überreicht.

Wagenfeld - Bremen hat sein Sechs-Tage-Rennen, Wagenfeld sein 24-Stunden-Schwimmen. Anlässlich des 35-jährigen Geburtstages des Hallen-Freibades Wagenfeld startete am Samstag um null Uhr das Schwimmen für Jedermann, Vereine und die Wasserwacht Wagenfeld/Verden. Ziel der außergewöhnlichen Veranstaltung war, ununterbrochen so viele Kilometer wie möglich zurückzulegen. In Summe schafften alle Teilnehmer gemeinsam rund 475 Kilometer, das entspricht einer Entfernung von Bremen bis zum dänischen Ort Aarhus.

Angetreten waren bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag Badegäste, Wasserwacht und Schwimmer des TuS Wagenfeld. Tanja Kreimer-Manske aus Oppenwehe schaffte zu Mitternacht des Samstags die persönliche Zehn-Kilometermarke. Sie war von 6.30 Uhr bis Mitternacht, teils von ihrem Mann begleitet, mit Pausen geschwommen. Für diese beste Badegast-Einzelleistung erhielt sie den „Mondschein-Pokal“, gestiftet vom Bistro „Köst(er)lich“ um Mitternacht nach dem Fackelschwimmausmarsch. „Ich bin nur die letzten vier Wochen dreimal wöchentlich Schwimmen gegangen“, berichtet sie vom Wasser am Beckenrand aus. Um 17 Uhr hatte sie bereits die acht Kilometer geschafft. „Meine Arme merke ich jetzt aber doch“, ihre Einschätzung. Ein wenig Angst hatte sie vor dem Muskelkater der nächsten Tage. Dass sie die persönliche Messlatte, die sehr hoch lag, schaffte, ist eine echte sportliche Leistung. „Schwimmen ist mein Sport“, das war klar.

Für jeden gemeldeten Schwimmer galt: Schafft ihr 1000 Meter, ist euch eine Freikarte für das Hallenfreibad sicher.

Aber auch das Schwimmbad bot ein neues Outfit: Im Kinderplanschbecken schliefen teils die Schwimmer des TuS Wagenfeld in ihren Pausen. Die Damen- und Herrenmannschaften hatten sich zum Ziel gesetzt, fünfeinhalb mal eine Stunde zu schwimmen in einer Art Staffel. Die Damenmannschaft siegte mit zurückgelegten 79300 Metern vor den Herren mit 76900 Metern. Pascal Schlüter schwamm 21100 Meter und wurde damit bester Vereinssportler des TuS Wagenfeld.

Die Badegäste steuerten mit 127500 Metern ihren Teil zum Gesamtergebnis aller Schwimmer bei. Für die Wasserwacht Wagenfeld/Verden war Bahn vier reserviert: „Die drillen sich dort und testen was geht“, nannte es Bademeister Christian Möllers vom Beckenrand aus. 150000 Meter kamen dabei heraus. Aber auch für das Schwimmbadteam um Bademeister Möllers wurde das 24-Stunden-Schwimmen zur Geduldsprobe: Bahn um Bahn dokumentierten sie, neben ihrer Aufsicht im Hallen- und Freibad, die Schwimmleistung, halfen auf die Sprünge, wenn es wieder hieß: „Wie viele Bahnen muss mich noch?“. „Zu Beginn konnten wir noch draußen schwimmen, aber mit Zunahme der Badegäste haben wir das Dauerschwimmen in die Halle verlegt“, erläuterte Möllers. Wohl jeder Schwimmer testete seine Grenzen: „Unser Bürgermeister hat auch mitgemacht und die 40 Bahnen zum Kilometer geschafft“, informierte Möllers.

sbb

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