Oberschule Wagenfeld lädt Grundschüler ein / Bildungseinrichtung präsentiert Klassenräume und stellt Fächer vor

Einblick in eine neue Welt

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Ganz schön spannend: Beim Grundschultag an der Oberschule Wagenfeld konnten Mädchen und Jungen beispielsweise physikalische Experimente durchführen.

Wagenfeld - Verkehrte Welt, wenn ein Grundschultag an einer Oberschule ausgerichtet wird? Weit gefehlt. Genau richtig, denn die Oberschule Wagenfeld lud ihre potentiellen neuen Schüler, die dritten und vierten Klassen der Grundschulen aus Wagenfeld und Ströhen, für Montag den gesamten Vormittag zum Kennenlernen, Schnuppern, Mitmachen und Informieren ein.

Neben den Schülern der Klassen drei und vier der benachbarten Auburg-Schule und der Grundschule in Ströhen waren interessierte Eltern ebenfalls willkommen. Die gesamte Schule stellte sich auf den Besuch ein, die Grundschüler wurden in zwölf Gruppen eingeteilt, die insgesamt bis zum Mittag sechs Fächer besuchen konnten. Sie wurden von Schülern der zehnten Klassen von Station zu Station geführt. Die Schüler der fünften bis neunten Klassenstufe und deren Lehrer betreuten die Grundschüler zum Beispiel in den Sprachen Französisch und Englisch, den MINT-Fächern wie Physik, Chemie und Technik, aber auch in Erdkunde, Biologie, Kunst und Sport.

Das auffällig gut funktionierende an der Veranstaltung war, dass letztlich Schüler Schülern etwas zeigten, bei Nachfragen erklärten und beide Parteien dadurch gewannen. Die zahlreich erschienenen Eltern führten Frank Klausing und Michaela Lucassen (beide kollegiale Schulleitung) durch die Räumlichkeiten und entlockten ein häufiges: „Sie sind ist ja super ausgestattet in den Räumen.“ Gemeint waren beispielsweise die praktischen Experimentierbausteine für Reihen- und Parallelschaltung in der Physik, die Ausstattung des Musikraumes mit technischem Equipment für Veranstaltungs- und Event-Technik neben den unzähligen Instrumenten inklusive Tonstudioatmosphäre.

In den Klassenräumen arbeiteten sich die Grundschüler durch aufgebaute Stationen, erarbeiteten die Ergebnisse von Fragebögen, lernten französische Vokabeln indem sie Bild und Wort verknüpften. „La Girafe hört sich so ähnlich an wie in Englisch und Deutsch“, die pragmatische Antwort eines Grundschülers. Oder man fragte einfach die Lehrerin und bat um Hilfe. „Die Oberschule ist räumlich und personell gut ausgestattet, bietet viel Platz für Rekreationszeit in der Pausenhalle und auf dem geräumigen Schulhof“, erläuterte Klausing den Eltern. Die Klassengrößen seien optimal mit 16 bis 20 Schülern und die Abschlüsse können sich sehr gut mit anderen Schulen messen. „Wir entlassen sehr häufig gut ausgebildete Realschüler, die ohne Probleme das Gymnasium als weiteren Weg wählen“.

Die Schule hat innovativ eine kollegiale Schulleitung, die mit Schulleiter Hartmut Bublitz ein Team bildet. „Das empfinden wir als Team sehr hilfreich, denn es gibt zwar zu entscheidenden Themen mehr Meinungen, die nutzen wir aber in der Regel nicht zum darüber streiten, sondern proaktiv, um das Optimum für die Schüler zu erreichen“, erklärt Klausing. Außerdem könnten Ausfälle, vermehrtes Arbeitsaufkommen und Verantwortung auf mehrere Schultern gelegt werden.

Die freundliche Atmosphäre schlug auch den Eltern entgegen: Sie hatten die Möglichkeit, in der Pause des geführten Rundganges in der Mensa mit den Lehrern zu sprechen und individuelle Fragen bei gastfreundlicher Bewirtung zu stellen, die beim Übergang nach der Grundschule auf eine weiterführende Schule auftreten.

Die Grundschüler fühlten sich in der Pausenhalle der Oberschule schon so wohl, dass auf der Bühne bereits getanzt und gespielt wurde. Es stellte sich eine im Ort fest etablierte und innovative weiterführende Schule vor, die aktiv um ihre zukünftigen Schüler warb.

sbb

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