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Schüler bekommen ersten Kontakt zur Arbeitswelt

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Von: Melanie Russ

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Achtklässlerin Shari übt an der Station der Hauskrankenpflege an einer Puppe eine Injektion und erfährt von den Fachleuten, was es dabei alles zu bedenken gilt.
Achtklässlerin Shari übt an der Station der Hauskrankenpflege an einer Puppe eine Injektion und erfährt von den Fachleuten, was es dabei alles zu bedenken gilt. © Russ

Die Achtklässler der Oberschule Wagenfeld erhalten bei der Berufsfeldorientierung einen ersten Einblick in die Arbeitswelt. Für die Unternehmen ist es eine Möglichkeit, um mögliche künftige Auszubildende zu werben.

Wagenfeld – Metallbau, Chemie, Verwaltung oder doch lieber ein Pflegeberuf? Die richtige Wahl zu treffen, fällt ohne Erfahrung nicht leicht. Die Oberschule Wagenfeld organisiert darum für ihre Achtklässler im Vorfeld des ersten Praktikums seit Jahren einen Tag zur Berufsfeldorientierung und lädt dazu Unternehmen unterschiedlicher Branchen aus der Gemeinde Wagenfeld und der näheren Umgebung ein. Sie gewähren einen Vormittag lang einen Einblick in ihre Arbeitswelt, beantworten Fragen und bringen auch das ein oder andere zum Ausprobieren mit.

Die Schülerinnen und Schüler müssen sich dabei an allen Stationen informieren, um auch etwas über die Branchen etwas zu erfahren, die sie auf den ersten Blick vielleicht nicht interessieren, wie der für die Berufsorientierung verantwortliche Lehrer Peter Schneekönig erläutert. „Für viele ist er der erste Kontakt mit der Berufswelt. Einige bekommen dadurch vielleicht eine Idee, bei welchem Betrieb sie sich für ein Praktikum bewerben wollen.“

Einige Achtklässler wussten das schon vor dem Infotag. „Ich schaue, ob ich bei der Hauskrankenpflege etwas bekomme“, sagt zum Beispiel Fatima. „Weil man da Menschen helfen und ihnen den letzten Wunsch erfüllen kann“, begründet sie ihr Interesse, in dem sie sich durch den Stand des örtlichen Betriebs bestätigt fühlte.

Die Firmen nutzen die Veranstaltung in Zeiten des Fachkräftemangels gerne, um erste Kontakte zu möglichen künftigen Auszubildenden zu knüpfen. Das Interesse sei sehr groß, erläutert Peter Schneekönig.

Das bestätigt Alexander Klein vom örtlichen Metallbauunternehmen Hempe. „Wir haben im letzten Jahr gemerkt, dass die Flut der Bewerber ausbleibt“, begründet er, warum sich die Firma jetzt erstmals an der Berufsfeldorientierung beteiligt. „Der ein oder andere war ganz interessiert“, zieht er ein durchaus positives Fazit und hofft auf ein Wiedersehen beim Praktikum im März.

Das Bestreben der Oberschule, Jugendliche und örtliche Firmen zusammenzubringen, bewertet Klein sehr positiv. „Man hat hier eigentlich alle Möglichkeiten“, spricht er die Unternehmensvielfalt im Ort an, die manch einer vielleicht gar nicht vor Augen habe.  mer

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