Esel ist Alleinstellungsmerkmal / Sonnenschein und guter Besuch / Dank an Helfer

„Nikolausmarkt gemütlich und mit schönem Ambiente“

Heimlicher Star des Nikolausmarktes war der Esel. Wo gibt es sonst schon lebende Tiere auf einem Weihnachtsmarkt. Noel und Maria passten gut auf den Vierbeiner auf. - Fotos: Rohlfing

Wagenfeld - Einen weiten Bogen zwischen Auftakt Familiengottesdienst und Konzert des „Kaffeehaus Blues Projekts“ aus Sulingen spannte jetzt einmal mehr der Nikolausmarkt in Wagenfeld an der St. Antonius-Kirche. So war dann auch für jede Altersgruppe und jeden Geschmack etwas dabei im Programm, das die evangelische Kirchengemeinde, die Gemeinde Wagenfeld und der Werbering „Aktiwas“ zusammengestellt hatten. Daneben bleibt genügend Zeit für Gespräche und Begegnungen.

„Der Nikolausmarkt an der Kirche ist gemütlich und hat ein schönes Ambiente. Man trifft hier viele Bekannte“, loben Anja und Stefan Meyer. Besuchermagnet für Groß und Klein war der kleine Stall mit dem Esel direkt neben der Eingangstür zur Kirche. Er symbolisiert Maria und Josef auf dem Weg nach Bethlehem. „Ich heiße tatsächlich Maria“, sagt die Jugendliche im Stall und lacht. Gemeinsam mit Noel kümmert sie sich um das Tier. „Der Esel ist unser Alleinstellungsmerkmal“, freut sich Edith Steinmeyer. „Der Stall ist erzählte Geschichte und für die Konfirmanden eine Erfahrungs- und Mitwirkungsmöglichkeit“, verdeutlicht die Pastorin. Sie ist guter Dinge. „Ich freue mich über den Sonnenschein und einen sehr gut besuchten Familiengottesdienst.“

Gesprochen hat Edith Steinmeyer darin über den Sinn des Wartens. Die Kinder wollen die Adventszeit abschaffen. Ihnen ist die Wartezeit zu lang. Sie schreiben viele Briefe und schaffen es, die Adventszeit auf eine Woche zu verkürzen. Dann merken sie jedoch, dass in der einen Woche nichts fertig wird. Es sind keine Kekse gebacken. Das Haus ist nicht geschmückt. Sie erkennen, wie Wartezeit auch gut genutzte, sinnvolle Zeit sein kann, in der jeder etwas für sich und andere tun kann. Über das Kekse backen schlug Edith Steinmeyer den Bogen zu den heilsamen Gewürzen im Lebkuchen, dem Brot des Lebens, und damit zur Aktion „Brot für die Welt.“

Danach gastierte in der Kirche Maria Schupp mit ihrem Figurentheater. „Ich komme mit meinem Puppentheater aus Diepholz und möchte zum Christkindlesmarkt nach Nürnberg. Das soll der schönste Weihnachtsmarkt in ganz Deutschland sein“, meint die Puppenspielerin. Die Kinder sind sich einig, Wagenfeld ist der schönste Nikolausmarkt. Schnell ist das Eis zwischen Maria Schupp und den Kindern gebrochen. Mit ihren Figuren, Maus und Krokodil, animierte sie die Mädchen und Jungen zum Mitmachen und Mitsingen.

Die Buden an der Kirche lockten mit Kunsthandwerk und vielem mehr. Janka Fenker und Saskia Dunau verkauften heißen Fliederbeersaft. „Mit und ohne ‚Schuss‘“, verraten sie. Die Beeren für ihr Heißgetränk haben die jungen Frauen selbst gesammelt und Saft daraus gemacht. „Naja, meine Mama“, gibt Janka Fenker zu. Den Gästen schmeckte es. Auch die Konfirmanden Mara, Fiona, Jeanluc und Mariella hatten an ihrem Stand gut zu tun. „Die Waffeln gehen sehr gut“, berichten die Jugendlichen.

Die Türen der Kirche standen nachmittags offen. Karsten Kleemeyer lud zu Kirchturmbesteigungen ein, der Gospelchor der Kirchengemeinde zum Mitmachkonzert. „Und dann kommt der Nikolaus“, verrät Edith Steinmeyer. Ihr Dank geht an alle ehrenamtlichen Helfer. „Sie bauen auf, schmücken und bauen wieder ab. Ihre ganze Arbeit kann man gar nicht groß genug schätzen“, betont sie. J sor

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