Neuer Glanz für Grundschul-Spielplatz

Ströher Dorfleben und Ehrenamtler renovieren Geräte und Sandkasten

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Mit vereinten Kräften war der Spielplatz an der Grundschule in Ströhen auf Vordermann gebracht worden.

Ströhen - Während üblicherweise viele Menschen in den Sommerferien Sonne und Sand in fernen Urlaubsorten erleben wollen, haben sich fleißige Helfer am Spielplatz der Grundschule Ströhen auch mit Sand beschäftigt – aber nicht beim Sandburgen bauen. Mitglieder des Vereins Ströher Dorfleben hatten vor den Sommerferien die Idee, dem Spielplatz wieder zu neuer Frische zu verhelfen.

Nach enger Absprache mit den Vertretern der Gemeinde Wagenfeld wurde dadurch viel Sand bewegt und richtig große Fahrzeuge kamen zum Einsatz. Federführend in der Planung und Organisation der Renovierungsarbeiten war Christian Meier, der als Elternvertreter und Vereinsmitglied im Ströher Dorfleben, den Bedarf erstmalig formulierte. 

30 Anhänger voll Sand ausgetauscht

Nach einer ersten Ortsbesichtigung war schnell klar, dass ein Austausch des Spielsandes allen spielenden Kindern eine große Freude bereiten würde. Also wurden am ersten Arbeitstag knapp 30 Trecker-Anhänger mit dem alten Sand gefüllt und bei einer anderen Baustelle im Ort gut verwertet. Die Organisatoren konnten sich über die tatkräftige Hilfe vieler Menschen freuen, sei es als Traktor- oder Baggerfahrer oder aber auch als Bediener einer altmodischen Schaufel. So ließ es sich auch der Ortsvorsteher Holger Kuhlmann nicht nehmen, den Sand am Spielplatzrand eigenhändig umzuschaufeln. 

Nachdem die 90 Kubikmeter alter Sand abgefahren waren, wurden am zweiten Arbeitssamstag 180 Kubikmeter neuer Sand angeliefert – die wiederum von den fleißigen Händen von Kindern, Frauen und Männern verteilt wurden. Auch hier waren Maschinen behilflich aber ohne echte Handarbeit ging es am Ende dann doch nicht. Nicht nur der Sand auf dem Spielplatz wurde ausgetauscht, sondern auch die Fläche bei der Kletterwand neu aufgemöbelt. Der mittlerweile mit Gras bewachsene Untergrund bei der Kletterwand war hart und nicht besonders einladend für eine Klettertour. Also entfernte ein Bagger Gras und schweren schwarzen Sand und neuer Rindenmulch wurde aufgefahren. Der dritte und letzte Arbeitssamstag stand dann ganz im Zeichen der Malerarbeiten. Alle vorhandenen Spielgeräte erhielten durch neue Farbe frischen Glanz und auch alle Holzbestandteile des Spielplatzes wurden neu gestrichen.

Bürgermeister: Engagement keine Kleinigkeit

Zum Abschluss der ehrenamtlichen Aktion fand ein gemeinsames Grillen statt. Bei dem Anlass bedankte sich Burkhard Scholz im Namen des Ströher Dorflebens besonders bei Christian Meier, der durch unzählige Telefonate die helfenden Hände und das Material organisierte. Jede Aktion könne nur gut durchgeführt werden, wenn sie im Vorfeld gut geplant wurde und dies sei ihm zusammen mit Olaf Möhl sehr gut gelungen, so Burkhard Scholz. Besonders betonte er dann noch, dass bei den Helfern auch einige dabei waren, die derzeit keine Kinder an der Grundschule haben und auch nicht Vereinsmitglieder sind und sich doch für die gute Sache engagiert haben. Ein weiterer Dank galt allen, die dazu beigetragen haben, dass eine Verpflegung mit Frühstück und Mittagessen möglich war.

Auch Bürgermeister Matthias Kreye fand viele lobende Worte für die Gruppe. Er betonte, dass es sich bei dem ehrenamtlichen Engagement der Helferinnen und Helfer nicht um eine Kleinigkeit handele. Sicher wäre die Renovierung des Spielplatzes irgendwann auch durch einen Auftrag der Gemeinde in Angriff genommen worden. Aber da zurzeit schon viele weitere Baustellen in der Gemeinde Wagenfeld laufen, wäre der Spielplatz nach Fertigstellung der Sporthalle vorgesehen gewesen. Kreye dazu: „Ich danke euch, dass ihr es als Verein und Ströher ermöglicht habt, dass zu der Eröffnung der neuen Turnhalle auch ein renovierter Spielplatz genutzt werden kann.“ Die Vorsitzende des Ströher Dorflebens, Linda Puppe, betonte zum Abschluss, dass die Spielplatzrenovierung nur durch die gute Zusammenarbeit von Gemeindevertretern und Organisatoren möglich war. Die Materialkosten wurden zwar von der Gemeinde getragen aber ohne den entsprechenden Arbeitseinsatz aller Beteiligten hätte das nicht zu dem tollen Ergebnis für das Gemeinwohl geführt.

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