Serie: „Projekte im EFMK“

„ReviMoor“ soll Forscher noch stärker vernetzen und Daten sammeln

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Die „ReviMoor“-Projektleiterinnen Anna Bartel und Luise Reiher (v.l.) sowie Assistentin Tanja Boldt-Dröge wollen die Forschung im EFMK noch besser vernetzen und auch die umliegenden Universitäten noch stärker einbinden.

Ströhen - Während die übrigen Projekte im Europäischen Fachzentrum Moor und Klima (EFMK) in Ströhen ganz praktisch Möglichkeiten des Moor- und Klimaschutzes erforschen und umsetzen, liegt der Schwerpunkt des vor wenigen Wochen gestarteten Projekts „ReviMoor – Vernetzte Forschung für die Revitalisierung organischer Böden in der Diepholzer Moorniederung“ in der Organisation und Vernetzung.

Die beiden Projektleiterinnen Luise Reiher und Anna Bartel sehen sich als Wissensaustausch- und Transferzentrale. Ihre Schwerpunkte sind der Ausbau der Netzwerkarbeit im Fachzentrum und die Verbesserung der Kooperation mit Universitäten. Unterstützung erhalten sie von Tanja Boldt-Dröge.

Die Zusammenarbeit innerhalb des Fachzentrums und mit externen Akteuren funktioniere schon jetzt sehr gut, betont Luise Reiher. Der Wissensaustausch soll im Rahmen des neuen Projekts aber noch stärker ausgebaut werden, beispielsweise durch Fachtage, Workshops sowie Netzwerk- und Strategietreffen zu aktuell relevanten Themen. Sie zu organisieren, ist eine der vielen Aufgaben von Reiher und Bartel.

Außerdem wollen sie im Rahmen des Projekts möglichst viele Daten zur Situation der Moore in der Region zusammentragen und bündeln. „Unsere Arbeit geht nicht so stark in die Tiefe wie in anderen Projekten, dafür schaffen wir einen weiten Überblick“, beschreibt es Bartel. Durch diesen Blick „von oben“ werde vielleicht deutlich, wo es bei der Revitalisierung der Moorböden noch Lücken gebe und was getan werden könne, um die Situation zu verbessern. Darüber hinaus möchten Reiher und Bartel die Zusammenarbeit mit Universitäten ausbauen. „Es ist unser Ziel, die Diepholzer Moorniederung als attraktiven Forschungsstandort zu etablieren“, erklärt Bartel. Zugleich sollen moorspezifische Studieninhalte an den umliegenden Unis gestärkt werden. Vor dem Hintergrund, dass Niedersachsen ein sehr moorreiches Bundesland ist, seien sie bislang ein bisschen unterrepräsentiert.

Eine Stärkung der studentischen Forschung bedingt zum einen eine bessere technische Ausstattung des Labors, beispielsweise für Nährstoffanalysen vor Ort. „Wir sind mit den Unis im Austausch darüber, was sie sich wünschen“, erklärt Bartel dazu. Die Finanzierung der Geräte erfolgt über einen Teil des rund 400.000 Euro umfassenden Projektbudgets.

Zum anderen wollen sich die beiden Projektleiterinnen intensiver um die Betreuung der Studenten kümmern, als das bisher möglich war. In der Vergangenheit mussten die Mitarbeiter der einzelnen Projekte studentische Projekte oder Abschlussarbeiten quasi nebenbei begleiten.

Von einer intesiveren Zusammenarbeit profitieren aus Sicht von Reiher und Bartel beide Seiten. Unis können auf die Expertise des EFMK und die Unterstützung bei Seminaren, Exkursionen und ähnlichem zurückgreifen, und für das Fachzentrum ergeben sich möglicherweise neue Projektideen.

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