„Mai-Markt“ in den Ströher „Moorwelten“ stellt regionale Produkte in den Fokus

„Nähe zum Handwerker oder Landwirt schafft Vertrauen“

Die niederländische Band „Krisus“ sorgte auf dem Gelände der „Moorwelten“ mit Pop-Hits und Schlagern für Stimmung. - Fotos: Jendrusch

Ströhen - Premiere in Ströhen: Auf dem Gelände des „Europäischen Fachzentrums Moor und Klima“ (EFMK) wurde am Wochenende der erste „Moorwelten-Mai-Markt“ ausgerichtet. Mehr als 30 Aussteller hatten im Innen- und Außenbereich ihre Stände aufgebaut und präsentierten ihre Produkte.

„Ein solcher Markt ist immer auch ein kleines Abenteuer“, erklärte Wagenfelds Bürgermeister Matthias Kreye am Samstagnachmittag in einer ersten Zwischenbilanz. „Man weiß im Vorfeld ja nie, wie eine völlig neue Veranstaltung angenommen wird.“ Kreye erklärte weiter, dass er diesen Markt-Auftakt beispielsweise nicht mit dem Wagenfelder Großmarkt vergleichen wolle. Dieser habe ein ganz andere Tradition und sei über Jahrhunderte gewachsen.

Mit dem „Mai-Markt“ möchte das EFMK Nachhaltigkeit und regionale Produkte noch stärker in den Blickpunkt der Bürger rücken. „Unsere Aussteller zeigen, dass vieles was wir benötigen aus unserer Region stammen kann. Zum Beispiel traditionelles Handwerk oder frische Produkte durch kurze Transportwege. Und der Hauptvorteil, die Nähe zum Handwerker oder Landwirt von nebenan schafft Vertrauen“, hatte Kreye bereits am Vormittag in seiner Begrüßungsrede verdeutlicht.

„Wir glauben, dass wir hier beim EFMK die optimalen Voraussetzungen beziehungsweise Rahmenbedingungen für einen derartigen Markt vorhalten. Damit meine ich unsere Seminarräume im Gebäude, den großzügigen Außenbereich, die ständige Moorwelten-Ausstellung, den Barfußpfad und unsere tolle Gastronomie mit der Außenterrasse und der Moorschnucken-Erlebenisspielplatz“, betonte der Bürgermeister.

Auf dem Außengelände konnten die Besucher am Stand der „Siebenhäuser Molkerei“ aus Rehden regionale Milchprodukte probieren und kaufen. Gleichzeitig wurde auf die zurzeit nicht gerade optimale Situation der Milchbauern – Stichwort „Preisverfall“ – aufmerksam gemacht.

Die „DümmerWeserLand-Touristik“ stellte Ausflugsziele in der Region vor. Wer Hunger hatte, konnte diesen mit allerlei Köstlichkeiten aus der Region stillen.

Altes Handwerk und edle Brände

Wer Interesse an E-Bikes oder Elektro- beziehungsweise Hybridautos hatte, konnte sich auf dem Gelände ebenfalls ausgiebig informieren.

Im Innenbereich kamen vor allem die Freunde der Handarbeit auf ihre Kosten. Wolle und auch fertige Textilprodukte wurden angeboten. An zwei Spinnrädern wurde demonstriert, wie in vorindustrieller Zeit gearbeitet wurde.

Ströher "Moorwelten"

Wer Obstbrände oder Gewürze probieren und kaufen wollte, fand im Innenbereich ebenfalls eine reichhaltige Auswahl. Für die musikalische Untermalung sorgte die niederländische Band „Krisus“. Sie sorgte mit aktuellen Pop-Hits, Schlagern und Oldies für gute Stimmung auf dem Gelände. Für große Augen bei Kindern und Erwachsenen war Clown „Francesco“ verantwortlich. Er verschenkte selbstgemachte Luftballontiere, zeigte kleine Kunststücke mit dem Einrad und balancierte sogar eine Bierbank auf seinem Kinn.

mj

Mehr zum Thema:

Einzelkritik: Wiedwald wieder ein sicherer Rückhalt

Einzelkritik: Wiedwald wieder ein sicherer Rückhalt

Zittern bis zur letzten Sekunde

Zittern bis zur letzten Sekunde

"TANZ Bremen" der letzten Jahre

"TANZ Bremen" der letzten Jahre

Türkische Konsulate widersprechen Spitzel-Vorwürfen

Türkische Konsulate widersprechen Spitzel-Vorwürfen

Meistgelesene Artikel

GTS 2001: Jeder dritte Lehrer krank

GTS 2001: Jeder dritte Lehrer krank

Mundgemachter Pop trifft auf Donald Trump

Mundgemachter Pop trifft auf Donald Trump

Leester Händler ziehen Bilanz: Neue Sterne und restaurierte Hütten

Leester Händler ziehen Bilanz: Neue Sterne und restaurierte Hütten

„In freiem Fall stürzte der Pilot aus 6 000 Metern Höhe herab“ – ohne Fallschirm

„In freiem Fall stürzte der Pilot aus 6 000 Metern Höhe herab“ – ohne Fallschirm

Kommentare