TC im TuS Wagenfeld: Gut besuchte Ferienaktion 

Nachwuchs-Probleme sind Vergangenheit

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Detlef Behrends (r.) und Claus Buhrmester boten den Kindern, die sich für die Ferienspaß-Aktion angemeldet hatten, ein dreistündiges Training. Die Kinder waren mit viel Spaß und Eifer bei der Sache. 

Mit der Resonanz waren Detlef Behrends und Claus Buhrmester durchaus zufrieden. 25 Kinder hätten maximal teilnehmen können, 19 nahmen schließlich die Schläger in die Hand.

Während Behrends vor dem dreistündigen Training die Anmeldeliste checkte und die, bei sommerlichen Temperaturen um 25 Grad unbedingt nötigen Getränkeflaschen für die Kinder beschriftete, gab Buhrmester zur Nachwuchssituation Auskunft. Der Verein freue sich sehr, dass die Talsohle mittlerweile durchschritten sei. Es könnten wieder mehrere Trainingsgruppen nach Alter und Leistungsstärke gebildet werden. 18 Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren schlagen die gelben Filzkugeln in Wagenfeld regelmäßig über die Netze. Tennis schule die Kinder auf vielfältige Art und Weise. Ausdauer, Koordination, Balance – all diese Fähigkeiten würden durch regelmäßiges Üben verbessert. Dabei müssten die Kinder jedoch mit Spaß an den Sport herangeführt werden. Sonst entstehe schnell Frust. Aus diesem Grund waren bei den Ferienspielen, neben den normalen Netzen, auch Kleinfeldnetze zum Einsatz gekommen.

Während sich Buhrmester mit den größeren Teilnehmern der Gruppe beschäftigte, hatte Behrends die jüngeren unter seine Regie genommen. „Na, das sieht doch schon prima aus“, motivierte er die jungen Sportler, während sie den Ball mit dem Schläger in der Luft hielten. Vor den ersten Versuchen, den Ball über das große Netz zu spielen, gab er Tipps zur richtigen Stellung der Beine und zur Haltung des Schlägers. „Gar nicht so einfach“, lautete ein Kommentar aus der Schar der Teilnehmer. Der Motivation tat dies jedoch keinen Abbruch.

„Sport hat viel Potenzial“

Auch wenn die Tenniskurve in Wagenfeld wieder nach oben zeigt – bundesweit gesehen hat der Sport an Boden verloren. 1994, Steffi Graf, Boris Becker und Michael Stich hatten schon erfolgreiche Jahre hinter und auch noch vor sich, hatte der Deutsche Tennis Bund (DTB) laut Angaben auf seiner Internetseite 2.299.553 Mitglieder. Vergangenes Jahr waren es noch 1.400.621. Dementsprechend hat sich auch die Zahl der Vereine verringert. Von bundesweit 10.305 Vereinen (1998) existierten 2016 noch 9.167.

Claus Buhrmester hat die fehlende öffentliche Präsenz als einen der Gründe für den Rückgang ausgemacht. Immer teurere TV-Rechte würden dafür sorgen, dass die öffentlich-rechtlichen Sender das Nachsehen bei Übertragungen haben. „Das Turnier in Wimbledon gibt es ja schon seit Jahren nur noch im Bezahlfernsehen.“ Der Sport insgesamt habe so viel Potenzial, man könne wieder viel mehr daraus machen.

Den Kindern in Wagenfeld waren solche Überlegungen am Dienstag fern. Sie waren einfach nur mit jeder Menge Spaß und Eifer bei der Sache. Weitere Informationen zum TC im TuS Wagenfeld werden auf der Vereinshomepage erteilt.

www.tus-wagenfeld.de

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