Schlittenhunde-Auftaktrennen in Ströhen

Nach dem Jagdstart geht es in die „Grüne Hölle“

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Ein Kräftemessen der Schlittenhunde wird es am Wochenende im Tierpark geben.

Ströhen - Nach der Sommerpause startet sie wieder, die Schlittenhundesaison wird beginnen und dann müssen kühle Stunden für ein Training genutzt werden. Sobald die Temperaturen unter die 15-Grad-Marke fallen, wird trainiert für die kommenden Off-Snow-Rennen, die mit dem Saisonauftaktrennen am 28. und 29. Oktober im Tierpark Ströhen beginnen.

Dort wird auf dem etwa 3,5 Kilometer langen Kurs um und durch den Tierpark ein erstes Kräftemessen in all den Schlittenhundeklassen stattfinden.

Alle Vierbeiner und ihre Musher freuen sich auf ein Ende der Sommerpause und zum ersten Rennen der Norddeutschen Meisterschaft können 250 Starter oder mehr gegeneinander antreten. Vom Cani-Crosser (Läufer mit Hund) über Scooter- und Mountainbikefahrer, bis zu den Gespannen mit bis zu zwölf Vierbeinern wird alles vertreten sein und hofft auf kühle Temperaturen unter 16 Grad für das Wochenende.

Auch durch die Cani-Cross-Veranstaltung des Schlittenhundesportvereins Süd-Oldenburg sind viele auf den Geschmack gekommen und wollen nun auch mal an einem Zwei-Tage-Rennen teilnehmen.

Hunde und Musher werden wieder sehr aufgeregt an den Start gehen und entsprechende Dog-Handler sind von Nöten, um die Vierbeiner am Start in Position zu halten. Die ganze Rennatmosphäre auf dem Stake-out-Gelände lässt die Vierbeiner teilweise heulend und schreiend auf das erlösende „Go“ warten. Die Dog-Handler haben genug zu tun, die teilweise wie Flummis springenden Fellbündel in Position zu halten. Ist dann aber das „Go“ von der Startsprecherin gekommen, ist sofort Ruhe im Team und die Meute stürmt los.

Jagdstart am Sonntag

Während am Samstag noch normal mit 30 Sekunden bis einminütigem Abstand in den kleinen Klassen der Läufer, Scooter- und Mountainbikefahrer gestartet wird, gehen sie am Sonntag mit einem Jagdstart ins Rennen. Der Schnellste vom Vortag startet zuerst und ihm folgen im Abstand der herausgefahrenen Sekunden die weiteren Teilnehmer. Da kann es schon mal passieren, dass drei Starter fast zeitgleich auf die 200 Meter lange Startgerade gehen, um sich dann im scharfen Links durch das Gatter zur großen Pferdewiese oder aber in die „Grüne Hölle“ zu begeben.

Geschwindigkeiten von mehr als 30 Kilometer pro Stunde werden auf der Startgeraden bereits gemessen, wenn es nach der „Grünen Hölle“ in breiten und lang gezogenen Kurven Richtung Schafstall geht, weiter am Waldrand lang und einem hoffentlich trockenen Schlammloch schlängelt sich der Trail in Richtung Farnwald mit seinen teilweise engen Passagen, die ein Überholen schwierig machen. Schon erreichen die Gespanne den Tierpark und auf festerem Boden müssen nun die vierbeinigen Athleten den Reizen der Wildtiere widerstehen, sei es, dass sie an den Zäunen mitlaufen oder sei es nur der Geruch von Luchs, Waschbären, Damwild und verschiedenstem Federvieh, der in die feinen Nasen steigt.

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