Musikschüler von Caroline Häberle beindrucken mit ihren Auftritten

Anspruchsvolle Stücke mit superschnelle Läufen

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Die Musikschüler beeindruckten bei ihrem Vorspiel in der Auburg in Wagenfeld.

Von Simone Brauns-Bömermann. Sie sind nicht mehr nur Schüler, sondern auch Komponisten: Einige Schüler von Caroline Häberle, die in der Auburg musizierten. Sie musizierten, sie spielten nicht nur vor. Das ist ein feiner Unterschied.

Egal ob fünf Jahre alt oder 20, alle Schüler in ihrer Lernstufe waren brillant, ehrgeizig und fortgeschritten. Sie spielten ohne Noten, in der Tradition dessen Erfinderin Clara Schumann, anspruchsvolle Stücke mit superschnellen Läufen und schwierigen Tonlagen und komponieren in der Freizeit eigene Kreationen.

Das kündigte ihre Lehrmeisterin Häberle gerne mit angemessenem Stolz auf die Schüler an: „Caroline Flach, Anita Krause, Thomas Dobler und Adelina Stel haben selbst komponiert.“ Anita Krauses Stück hieß „Ballerina“, war dynamisch, spannend und voller Tempiwechsel. Caroline Flach war leider krank, aber Adelina Stels Eigenkomposition umfasste die gesamte Welt. Es hieß „Die Welt“ war groß, global, allumfassend in der Tonabfolge.

Zu Thomas Doblers Auftritt, ein junger erwachsener Mann, raunte das Publikum: „The very best“. Und das war er. Er verschmolz mit den Tasten, bezwang den Schimmel mit Kandare und Sporen, ließ ihn springen und rennen. Kein Maulen zu vernehmen „Oh, schon wieder ein Vorspiel“, sondern Nachmeldungen, wie von Eric Geier, sehr fortgeschritten, der sich nach dem Auftritt auf sehr hohem Niveau ärgerte. „An einer Stelle habe ich gehakt“, das hatte zwar außer den Profis und Caroline Häberle keiner bemerkt, ihn wurmte der nicht hörbare Patzer. Vielleicht ein wenig zu viel Ehrgeiz, aber die Schüler unterwerfen sich selbst einer Strenge, die den Weg nach vorn forciert und ermöglicht.

Russische und deutsche Komponisten wie Tschaikowsky, Schostakowitsch, Bortkiewitsch, Chatschaturjan oder Mozart, Mendelsson, van Beethoven, Bach oder Liszt wurden bemüht. Alles Komponisten, die man nicht einmal so eben als Anfänger spielen und vor allem interpretieren kann.

Bewegte Gesichter der Eltern und Familien im Publikum, große Anspannung vor den Auftritten und erlösende Entspannung danach. „Das ist unsere Jugend, das Lernen, Üben und die Arbeit lohnt sich“, fasste es Häberle zusammen. Und sie bedankte sich bei Marita Kleemeyer für die wieder nette Gastfreundschaft in der Auburg, lugt noch einmal zu dem schwarzen Schimmel, dem Objekt der Begierde. Sie kennt seine Qualitäten und den Preis.

Ob „Valse“, „Zug der Zwerge“, „Etüden, Volkstanz, Sonaten oder „Gnomenreigen“, die knapp 20 Interpreten entführten mit den zitierten Stücken in die wunderbare Klavierwelt, malten Bilder und beeindruckten durch Virtuosität. „Gerne immer wieder“, das Resümee von Gästen, Gastgebern und Schülern.

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