Mitgliederzahlen sinken 

Dehoga-Bezirksverband tagt in Wagenfeld

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Die einmütig wiedergewählte Vorsitzende des Bezirksverbandes Hannover im Dehoga Niedersachsen, Gabriele Güse (rechts), mit dem Vorsitzenden der Fachgruppe Gaststätten, Gunnar Meier (2.v.r.), Geschäftsführerin Kirsten Jordan (3.v.r.) und den Vorstandsmitgliedern der Kreisverbände Grafschaft Diepholz und Sulingen, die am 14. November im Gasthaus Maschmann in Barenburg einen Fusionsvertrag unterschreiben werden. 

Wagenfeld - Die Beteiligung war enttäuschend: Statt der erwarteten 40 bis 50 Delegierten aus acht Kreisverbänden nahmen nicht einmal 30 Gastronomen an der Delegiertentagung des Dehoga-Bezirksverbandes Hannover im Saal des Landhauses Wiedemann in Wagenfeld teil. „Es gab mehrere kurzfristige Absagen“, bedauerte Albert Wiedemann, „überwiegend aus betrieblichen Gründen.“

Und ungeplante zeitliche Verzögerungen gab es auch, weil Bezirksvorsitzende Gabriele Güse aus Hameln in einem Stau gestanden hatte, und die aus Berlin kommenden Referenten, die über das Thema „Kosten senken, Komfort steigern“ sprechen wollten, wegen einer Vollsperrung der Autobahn gar nicht erst am Tagungsort eintrafen. „Beschlussfähig sind wir aber dennoch“, stellte die im Verlauf der Sitzung einmütig in ihrem Amt bestätigte Gabriele Güse bei der Eröffnung fest. Besonders hieß sie den Wagenfelder Bürgermeister Matthias Kreye willkommen.

Verwaltungschef stellt Gemeinde vor

Der Verwaltungschef nutzte die Gelegenheit, um den bis aus der Region Hannover, Hameln und Bad Pyrmont angereisten Delegierten die 7.252-Einwohner-Gemeinde vorzustellen, „damit Sie wissen, wo sie heute sind.“ Kreye ging unter anderem auf die Infrastruktur, den aktuellen Haushalt, geplante Investitionen, touristische Ziele, kulturelle Angebote, den Branchenmix der ortsansässigen Firmen und die gastronomische Landschaft in Wagenfeld und Ströhen ein. „Hier ist schon ganz schön was los“, fasste Kreye sein Grußwort zusammen. Und die Vorsitzende bescheinigte dem Verwaltungschef: „Es ist toll, was Sie in Wagenfeld leisten, ich bin begeistert.“

In ihrem Rechenschaftsbericht riss Gabriele Güse aktuelle Themen an, „die unsere Branche beschäftigen.“ Zunächst ging sie auf die von den Medien arg kritisierte Hotelklassifizierung ein. Hauptvorwurf eines ZDF-Beitrags sei gewesen, dass 25 Prozent aller Hotels bei einer 1 000 Betriebe umfassenden Stichprobe mit abgelaufenen oder sich selbst vergebenen Sternen werben würden. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband habe die Rechercheergebnisse des ZDF überprüft und deren Richtigkeit bestätigt. „Auch Wochen nach Ausstrahlung der Sendung warben bundesweit von den 251 vom ZDF entdeckten Hotels noch 189 unberechtigt mit Hotelsternen.“ Fest stehe, dass der Imageschaden nur durch eine kompromisslose Verfolgung der wettbewerbswidrigen Nutzung von Klassifizierungssternen behoben werden könne, betonte Güse. Alle Kreisvorstände im Dehoga Niedersachsen seien aufgefordert, Kollegen, die sich nicht korrekt verhielten, in ihrem jeweiligen Gebiet anzusprechen, ergänzte sie.

Mancherorts Fusionsüberlegungen

Die Vorsitzende machte auf die europaweite Kampagne „Direkt buchen“ aufmerksam und appellierte an alle Mitglieder, die Aktion nach vorne zu bringen und bekannter zu machen. Zudem ging sie auf die Mitgliederentwicklung ein und bedauerte, dass die Zahl der Mitgliedsbetriebe im Bezirksverband Hannover auf 1.131 zurückgegangen sei. 56 Neuaufnahmen hätten 98 Austritte gegenübergestanden – aus den vielschichtigsten Gründen.

Güse thematisierte auch, dass die Mitgliederzahl in einigen Kreisverbänden unter die 50er-Marke geraten sei. Deswegen komme es mancherorts zu Fusionsüberlegungen. Im Bezirksverband Hannover stünden die Kreisverbände Sulingen und Grafschaft Diepholz vor einem Zusammenschluss. Ein entsprechender Fusionsvertrag werde am 14. November im Gasthaus Maschmann in Barenburg unterzeichnet. 

ges

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