Mitglieder des TuS Wagenfeld stimmen geforderter Satzungsänderung zu

„Die Geselligkeit lassen wir uns dadurch nicht verbieten“

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Wiedergewählt und geehrt wurden beim TuS Wagenfeld (von links): Herbert Bröcker, Andreas Siebrecht, Anne Lohaus, Sven Wietelmann, Gisela Siepmann, Antke Ellenberg, Henrik Siebrecht, Marita Tödtemann, Horst Fieseler, Karl Schröder und Gerdfried Rüter.

Wagenfeld - Die Mitglieder reagierten zwar größtenteils mit Unverständnis, stimmten der geforderten Satzungsänderung der Finanzbehörde aber einmütig zu: Die Förderung der Kameradschaft und Geselligkeit zählt künftig nicht mehr zu den Vereinszwecken des TuS Wagenfeld. Der entsprechende Passus im Paragraf 2 der Vereinssatzung wurde am Dienstagabend während der Jahreshauptversammlung im Saal des Vereinslokals Albert Wiedemann jun. ersatzlos gestrichen. Damit dürfte der Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt Sulingen jetzt nichts mehr im Wege stehen.

Bereits vor Jahresfrist hatten die TuS-Mitglieder eine Vielzahl von Änderungen beschlossen, die das Finanzamt in Sulingen als Voraussetzung für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit gesehen hatte. „Jetzt gibt das Finanzamt hoffentlich grünes Licht“, wünschte sich Sabine Speckmann seitens des Vorstandes nach der vermutlich letzten Abstimmung zur Vereinssatzung. Nach der erneut geänderten Fassung ist der satzungsgemäße Zweck des Vereins die Pflege und Förderung des Sports unter besonderer Berücksichtigung der Jugendarbeit. Die Ziele sollen durch sportliches Training sowie die Ausrichtung von und die Beteiligung an sportlichen Wettbewerben erreicht werden. „Kameradschafts- und Geselligkeitspflege lassen wir uns natürlich nicht verbieten, auch wenn die Förderung nicht mehr ausdrücklich in unserer Satzung festgeschrieben ist“, war nach der Abstimmung von mehreren Mitgliedern zu hören.

Die Satzungsänderung war wichtigster Punkt auf der umfangreichen Tagesordnung. Zudem war bedeutend, dass Schatzmeister Herbert Bröcker und zweiter Vorsitzender Gerdfried Rüter jeweils einstimmig für zwei weitere Jahre in ihren Ämtern bestätigt wurden. Bei der Wiederwahl Rüters kündigte Vorsitzender Andreas Siebrecht an, dass es für seinen langjährigen Stellvertreter die letzte Wahlperiode sei. „Bis 2017 müssen wir uns nach einem geeigneten Nachfolger umsehen“, kündigte Siebrecht an.

Einmütig erfolgte auch die Bestätigung der Spartenleiter in ihren Ämtern: Viktor Then (Fußball), Friedhelm Fehner (Handball), Manfred Witte (Koronare Herzsportgruppe), Dirk Lütvogt (Schwimmen), Herbert Bröcker (Tennis), Marco Franz (Tischtennis), Sieglinde Wemmel (Turnen für Frauen und Kinder), Michael Reusch (Volleyball), Margret Spreen-Kolwey (Wirbelsäulengymnastik) und Hartmut Kattelmann (Radsport). Dem Ehrenrat gehören Horst Hilge und Horst Siebrecht an, und Platz- beziehungsweise Hallenkassierer sind Volker Dunau, Wilhelm Hohlt, Frank Sandmann, Dieter Spreen und Karl Wemmel. Vereinslokal bleibt das Gasthaus Albert Wiedemann jun. Die Kasse wird im kommenden Jahr von Henning Eils und Sven Wietelmann geprüft.

Eingangs hatte sich Dela Lohaus als erste FSJ-lerin im TuS Wagenfeld vorgestellt. Die 19-Jährige gab einen Abriss ihrer wöchentlichen Aufgaben in den unterschiedlichen TuS-Sparten sowie in der Oberschule und der Grundschule. „Das Freiwillige Soziale Jahr im Sport ist für mich perfekt“, fasste die Wagenfelderin ihre bisherigen Eindrücke zusammen.

Im Hinblick auf den späten Novembertermin für die Jahreshauptversammlung erinnerte Vorsitzender Andreas Siebrecht daran, dass die ursprünglichen Planungen einen Termin Mitte des Jahres vorgesehen hätten. „Da haben wir die Rechnung aber ohne das Finanzamt gemacht“, entschuldigte sich der Vorsitzende. „Um wegen der erneut bemängelten Satzung nicht extra eine Versammlung einberufen zu müssen, haben wir uns im Vorstand darauf geeinigt, die Änderung im Rahmen der Hauptversammlung zu beschließen“, erläuterte er weiter.

Siebrecht teilte weiter mit, dass unbekannte Täter in der ersten Jahreshälfte den Aufsitzmäher vom Sportplatz gestohlen hätten. „Besonders ärgerlich ist, dass das Arbeitsgerät gerade frisch überholt und damit wieder einsatzfähig war“, betonte er. Gleiches sei in dem genannten Zeitraum mehreren Sportvereinen in der Umgebung widerfahren. Abschließend bedankte sich der Vorsitzende bei allen ehrenamtlichen Helfern und Übungsleitern, bei der Gemeinde sowie bei allen, „die den TuS finanziell oder materiell unterstützt haben“.

Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen zeichnete Siebrecht mehrere langjährige Mitglieder mit Dankurkunden und kleinen Präsenten aus.

ges

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