Metamorphosen in Acryl und Aquarell

Dagmar Eiteljörge und Ulrike Schauließ zeigen Bilder von Bäumen, Menschen und ihren Wandlungen im DLZ

Die Malerin Dagmar Eiteljörge erschafft ihre Werke in ihrem Atelier in Ströhen.
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Die Malerin Dagmar Eiteljörge erschafft ihre Werke in ihrem Atelier in Ströhen.

Die Malerin Dagmar Eiteljörge aus Ströhen zeigt im DLZ in Wagenfeld Bilder zum Thema „Metamorphosen ‒ Der Baum mein Freund“. Ergänzt wird die Ausstellung durch Fotos von Ulrike Schauließ.

Wagenfeld – Die Deutschen und ihre Bäume und Wälder – das ist seit jeher eine besondere Beziehung. Auch der Malerin Dagmar Eiteljörge aus Ströhen waren und sind Bäume stete Begleiter. Jetzt widmet die 59-Jährige eine ganze Ausstellung im Dienstleistungszentrum in Wagenfeld dem Thema Bäume, Menschen und ihre Wandlungen. „Metamorphosen – Der Baum mein Freund“ lautet ihr Titel. Die Vernissage beginnt am Donnerstag, 23. September, um 19 Uhr. Neben Eiteljörges Werken werden auch Fotos von Ulrike Schauließ zu sehen sein.

Vernissage

Die Ausstellung „Metamorphosen – Der Baum mein Freund“ im Dienstleistungszentrum in Wagenfeld wird am Donnerstag, 23. September, um 19 Uhr eröffnet. Die Werke sind bis zum 31. Dezember während der Öffnungszeiten des DLZ montags bis freitags 8 bis 18 Uhr zu sehen.

Organisatorin Brigitte Cording weist darauf hin, dass für den Besuch der Ausstellung die aktuellen Corona Hygiene-Regeln gelten. Beim Besuch der Vernissage ist die Adresse anzugeben und ein Nachweis im Sinne der 3G-Regelung (geimpft, genesen, getestet) bereitzuhalten.

Etwa 40 Bilder, gemalt mit den unterschiedlichsten Techniken, hat die Ströherin aus ihrem Fundus zusammengestellt. Einige haben selbst eine Metamorphose durchgemacht, wurden mehrfach übermalt. „Mein Hauptmedium ist Aquarell plus“, erklärt Eiteljörge. Das Plus steht für weitere Werkstoffe, die die Aquarellfarben ergänzen, beispielsweise Kreide, Wachs, Tusche oder Seidenpapier. Es werden aber auch Bilder in Acryl zu sehen sein – zum Teil auf Leinwand, zum Teil auf Papier. Schwerpunktmäßig male sie auf Papier, erzählt die 59-Jährige. Schon allein aus praktischen Gründen. Denn Papierbögen lassen sich platzsparender verstauen als großformatige Keilrahmen.

Zum Thema der Ausstellung inspirierte Eiteljörge zum einen ihre eigene Nähe zu Bäumen, sowohl in der realen Welt als auch in ihrer künstlerischen Arbeit. Zum anderen hatte sie sich vor nicht allzu langer Zeit mit den Metamorphosen des römischen Dichters Ovid befasst. Auch dort geht es um stete Wandlungen.

Außerdem seien Bäume für viele Menschen ein Ankerpunkt. Sie sind Treffpunkt für Liebespaare und Ruheplatz an heißen Tagen. „Und doch tun wir Menschen vieles, es diesen Bäumen sehr schwer zu machen, und zwar bis zum Absterben. Dieses Thema ist aktueller denn je“, so Eiteljörge.

„Bäume sind oft ein dankbares Motiv“, weiß die Künstlerin. Mit ihren knorrigen Stämmen und verzweigten Wurzeln und Ästen regten sie die Fantasie an, sagt sie und hat gleich Kobolde und andere Fantasiegestalten vor Augen, die in ihnen wohnen. „Und Bäume verändern sich fortwährend“, machen also selbst eine Metamorphose durch – so wie die Menschen, die ebenfalls immer wieder in ihren Bildern auftauchen.

Das Interesse für Malerei liegt in Dagmar Eiteljörges Familie väterlicherseits, und auch sie selbst versuchte sich in jungen Jahren in dieser Kunst, wandte sich aber schnell wieder anderen Hobbys zu. Erst 1998, nachdem sie bei einer Ausstellung die Künstlerin Jelena Reinert kennengelernt hatte, begann sie ernsthaft mit der Malerei. Viele von Eiteljörges Bildern entstanden auch im Zusammenhang von Kursen Reinerts an der VHS Osnabrück, an denen sie seit 1998 regelmäßig teilnimmt.

„Ich habe mich lange schwer damit getan auszustellen“, bekennt Dagmar Eiteljörge. Auch wegen Bedenken, ihre Arbeiten könnten nicht gut genug sein. Ihr erstes Bild zeigte sie schließlich 2019 im Rahmen einer Sparkassen-Ausstellung mit Werken vieler verschiedener Künstler. Es folgten zwei eigene Ausstellungen im Diepholzer Rathaus. Die positiven Rückmeldungen und der Zuspruch von Brunhild Buhre, die am Donnerstag die Laudatio halten wird, haben sie ermutigt weiterzumachen.

Flankiert werden die Bilder im DLZ von Fotos von Ulrike Schauließ, mit der Eiteljörge eine über 20-jährige Freundschaft auch abseits der Kunst verbindet. Beide haben sich über den Hundesport kennengelernt, und ihre Hunde sind auch eines der Hauptmotive der Hobbyfotografin.

Für die gemeinsame Ausstellung – ihre erste überhaupt – zog Ulrike Schauließ los in die Natur und fotografierte teils seltsam anmutende, teils normale Landschaften – und natürlich Bäume. Zu Hause am PC begann dann der eigentliche künstlerische Prozess, die Bearbeitung und Verfremdung der Fotos. Nicht selten habe ihre Freundin stundenlang an einem einzigen Bild gesessen, berichtet Eiteljörge.

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