Vorhandene Flächen verplant

Wagenfeld plant Ausweisung eines weiteren Gewerbegebiets in Bockel

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Gegenüber dem ZF-Gelände an der Barver Straße in Wagenfeld soll ein weiteres Gewerbegebiet entstehen. 

Wagenfeld - Von Melanie Russ. Es ist noch gar nicht lange her, dass die Gemeinde Wagenfeld neue Gewerbeflächen an der Friedrich-Lütvogt-Straße und am Haßlinger Weg ausgewiesen hat, doch die Kapazitäten sind schon wieder erschöpft. Darum plant die Verwaltung bereits die nächste Erweiterung – dieses Mal an der Straße Zur Mühle in Bockel. Die dafür erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellung eines Bebauungsplans brachte der Bau-, Wege-, Verkehrs- und Umweltausschuss am Dienstagabend einstimmig auf den Weg.

Planer Michael Schwarz hatte den Ausschussmitgliedern zunächst die Notwendigkeit eines weiteren Gewerbegebiets erläutert. Die Fläche an der Friedrich-Lütvogt-Straße sei komplett für die Erweiterung des Getränkebetriebs erforderlich, die beiden Stücke am Haßlinger Weg seien ebenfalls verplant. Dort soll unter anderem ein Fitnessstudio entstehen. Um heimischen Unternehmen eine Perspektive zu bieten und Unternehmer von auswärts anzulocken, müsse die Gemeinde weitere Flächen vorhalten, so Schwarz.

Im Flächennutzungsplan soll eine 15,81 Hektar große Fläche nördlich und südlich der Straße Zur Mühle als Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Im Norden reicht sie bis zum Gottesgraben und wird im Westen von Vor den Quellen und im Osten zum Teil von der Barver Straße begrenzt, im Süden reicht sie knapp 300 Meter über Zur Mühle hinaus.

Die Fläche habe keine landschaftliche oder naturschutzrechtliche Relevanz, sei gut erschlossen und bereits im Eigentum der Gemeinde, zählte Schwarz deren Vorteile auf. Mit dem Landkreis Diepholz als Genehmigungsbehörde sei das Vorhaben bereits vorbesprochen worden, dort habe man Zustimmung signalisiert.

Die konkrete Nutzung der Fläche wird im aufzustellenden Bebauungsplan geregelt, der zunächst nur einen etwa zehn Hektar großen Bereich umfasst. Die restliche Fläche im Nordwesten soll bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt überplant werden.

Mit dem Bebauungsplan wird eine etwa zehn Hektar große Fläche nördlich und südlich der Straße „Zur Mühle“ überplant.  - Grafik: Planungsbüro Schwarz + Winkenbach

Schwarz empfiehlt, den Bereich der Wohnhäuser an den Einmündungen der Straße Zur Mühle auf Vor den Quellen und Barver Straße als Gewerbegebiet beziehungsweise eingeschränktes Gewerbegebiet auszuweisen, denn „wir rücken den Häusern nah auf die Pelle“. Dort solle in einem etwa 50 Meter breiten Bereich nur nicht wesentlich störendes Gewerbe zugelassen werden, so Schwarz. Diese Einschränkung gelte bereits jetzt für den Außenbereich, für die Anwohner bedeute das also keineVeränderung. Industrie soll nur auf den von Wohnbebauung weiter entfernten Flächen zugelassen werden.

Außerdem rät Schwarz dazu, etwa mittig der Straße Zur Mühle in eine große Wendestelle zu investieren. Die sei zwar relativ teuer, der Lkw-Verkehr könne dadurch aber je nach Auslastung flexibel über die verschiedenen Zufahrten geleitet werden. Am Nordrand schlägt er eine breite Zufahrt zur Barver Straße mit je zwei Auf- und Abfahrten vor, wie sie auch auf der gegenüberliegenden Seite zum ZF-Gelände vorhanden ist.

Die Planungen gehen nun in die frühzeitige öffentliche Beteiligung, in deren Rahmen Bürger und Träger öffentlicher Belange Anmerkungen und Einwände an die Verwaltung richten können.

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