Interesse der Wagenfelder an der Arbeit der Gemeindeverwaltung nach wie vor ungebrochen

Matthias Kreye: „Wir tun nichts Verbotenes“

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Das Interesse der Wagenfelder an der Arbeit ihrer Verwaltung ist nach wie vor ungebrochen. Dies wurde auch bei der dritten Bürgerversammlung am Dienstagabend im Central-Hotel deutlich, an der rund 120 Personen teilnahmen.

Wagenfeld - Das Interesse der Wagenfelder Bürgerinnen und Bürger an der Arbeit ihrer Verwaltung mit Bürgermeister Matthias Kreye an der Spitze ist nach wie vor ungebrochen.

Bester Beweis dafür war die dritte Bürgerversammlung am Dienstagabend im Central-Hotel. Wie schon bei den beiden Vorgängerinnen gab es abermals ein volles Haus mit rund 120 Personen. Und die Anwesenden brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Sie wurden vom Bürgermeister sowie den beiden Fachbereichsleitern Bruno Hartwig und Sven Schröder mit Informationen über aktuelle Entwicklungen, Vorhaben und Planungen in der Gemeinde Wagenfeld „gefüttert“.

In seiner Begrüßung freute sich Kreye über das rege Interesse und begründete die Bürgerversammlung damit, „dass wir nichts Verbotenes tun“. Er stieg ein mit der Ratsarbeit und verwies darauf, dass es neu acht beratende Mitglieder in den Fachausschüssen gebe sowie zwei zusätzliche Ratsmitglieder. Insgesamt sei die Zahl der ehrenamtlich in der Ratsarbeit tätigen Personen um zehn auf 35 gewachsen.

Bruno Hartwig, Leiter des Fachbereiches Bauen und Umwelt, machte Ausführungen zum Breitbandausbau in der Gemeinde sowie zu den Neubaugebieten in Wagenfeld und Ströhen. Nicht außen vor ließ er den Straßen- und Wegebau sowie die Sanierung der Straßenbeleuchtung. In den Ausbau des Kanalnetzes sollten 300 000 Euro investiert werden. Weiteres Thema waren die Flurbereinigungsverfahren in Ströhen-Nord und -Süd.

Sven Schröder, Leiter des Fachbereiches Bürgerservice, schlug eine Brücke von den Geburtenzahlen 2016, über die Kindergartenplätze bis hin zu den Schülerzahlen. Im Jahr 2016 sei die Geburtenzahl mit 73 erstmals seit Jahren wieder höher gewesen als die Sterberate (70). An Flüchtlingen müsse die Gemeinde in diesem Jahr weitere 73 Personen aufnehmen, vorausgesetzt es kämen die entsprechenden Zahlen. Ein großes Lob sprach Schröder den vielen ehrenamtlichen Helfern aus.

An Krippenplätzen seien in Wagenfeld zusätzlich 30 geschaffen worden, in Ströhen seien weitere 15 in Arbeit. In der Auburg-Schule würden 145 Kinder unterrichtet. Die Schule sei seit Schuljahresbeginn Ganztagsschule und sei zur Klassenstruktur zurückgekehrt. In Ströhen würden sechs Lehrkräfte 83 Schüler unterrichten. Die Oberschule besuchen laut Schröder derzeit 246 Mädchen und Jungen. 60 Prozent der Wagenfelder Grundschüler wechselten zur Oberschule.

In Schröders Aufzählungen fehlten auch die Feuerwehren nicht. Beide Ortswehren werden in diesem Jahr jeweils ein neues Fahrzeug erhalten. Die Besucherzahl des Hallenbades liege mit 61 900 auf Vorjahresniveau. Die Zahl wäre seiner Meinung nach höher ausgefallen, wenn das Bad nicht acht Wochen länger geschlossen gewesen wäre. Der Frühjahrsmarkt werde sich in diesem Jahr komplett in der Hauptstraße abspielen und im Bereich des Tourismus habe die Gemeinde „tolle und naturnahe Angebote“: Tierpark, Draisinen, Moorpadd, Golfpark und so weiter.

Bürgermeister Kreye griff in seinen Ausführungen unterschiedlichste Bereiche auf. Das „Europäische Fachzentrum Moor und Klima“ trage zu Recht diesen Namen. Im ersten Jahr seien 12 .000 Gäste gezählt worden, in 2016 seien es 10 000 gewesen. „Insgesamt sind wir auf einem guten Weg“, sagte Kreye.

44 Beschäftigte in der Verwaltung

In der Verwaltung gebe es derzeit 44 Beschäftigte, die mit insgesamt knapp zwei Millionen Euro entlohnt würden. Dieser Betrag steige stetig. Die Verwaltung sei auf dem Weg in das papierlose Büro. Der Umbau im Rathaus sei abgeschlossen. Derzeit sei der Energiebericht für die gemeindlichen Liegenschaften in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken in Arbeit. Dies geschehe unter der Fragestellung: „Wo sind Optimierungen möglich?“

Weiteres Kreye-Thema waren die Finanzen, wobei er sich über den ausgeglichenen Ergebnishaushalt von knapp elf Millionen Euro freute. An Gewerbesteuer erwarte die Gemeinde in 2017 zwei Millionen Euro. „Wir haben tolle Firmen in Wagenfeld“, warf Kreye an dieser Stelle ein. An Kreisumlage müsse die Gemeinde drei Millionen Euro abführen.

In den Jahren von 2015 bis 2017 hätte sich die Investition in die Kinderbetreuung von 680. 000 Euro auf nunmehr 1,03 Millionen Euro schon fast verdoppelt. An Investitionen seien in diesem Jahr 5,1 Millionen Euro vorgesehen gegenüber 3,7 Millionen Euro in 2016. Derzeit seien 23 gewerbliche Bauanträge gestellt. An Wirtschaftsförderung seien über den Kreis 62 .500 Euro geflossen, 23 zusätzliche Arbeitsplätze seien entstanden.

„Wie steht die Gemeinde dazu, wenn Hecken und Sträucher auf Gemeindeflächen einfach abgeholzt werden“?, wollte nicht nur Timo Friedhoff wissen. „Da ist im letzten Jahr etwas schief gelaufen“, räumte Matthias Kreye ein. Es seien entsprechende Gespräche geführt worden.

Dr. Klaus Ullmann griff das Thema Straßenbeleuchtung auf. „Ist da Ströhen vergessen worden?“, wollte er wissen. „Wenn ich von Wagenfeld spreche, meine ich immer Wagenfeld und Ströhen“, antwortete ihm Bruno Hartwig. In Ströhen gebe es nur wenige Pilzleuchten die älter als 40 Jahre seien. Insgesamt sei die Straßenbeleuchtung dort jünger als in Wagenfeld.

Ob die Bahnstrecke in Richtung Bremen wieder reaktiviert werden solle, wollte ein Bürger wissen mit Blick darauf, dass in Ströhen die Gleise von der Deutschen Bahn freigeschnitten würden. Auch er habe sich darüber gewundert, antwortete der Bürgermeister. Aber dies geschehe im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht.

„Wie sieht es mit dem Druck auf die Gemeinde bezüglich von Windkraftanlagen aus?“, wollte eine Einwohnerin mit Blick auf Barnstorf wissen. Der Rat der Gemeinde habe im Jahre 2002 Windkraftanlagen in zwei Bereichen in Wagenfeld und Ströhen zugestimmt. Dafür gebe es einen rechtssicheren Flächennutzungsplan. Noch im Jahr 2015 habe der Rat entschieden, daran nichts zu ändern. Es gebe also keinen Druck für die Gemeinde, so die Antwort des des Verwaltungschefs zum Abschluss der Bürgerversammlung.  hwb

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