Kita Ströhen bekommt Freigelände

Eltern packen bei Kinderspielplatz zum Bohrer

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Marco Große Wortmann, Nils Jürgensen und Hausmeister Friedel Fangmann (v.l.) befestigen eine Kletterwand am Hexenturm auf dem Spielplatz der Kita in Ströhen.

Ströhen - Links dröhnt der kleine Bagger, rechts kreischt immer wieder die Tischkreissäge auf und allerorten brummen Bohrer und Akkuschrauber. Am Freitagnachmittag und am Samstag herrschte einiger Trubel an der DRK-Kindertagesstätte (Kita) in Ströhen. Etwa 20 Eltern am Freitag und noch mehr am Samstag mutierten zu Handwerkern und verwandelten die etwas karge Wiese neben der Einrichtung mit viel Tatendrang und Spaß in einen Spielplatz.

Handwerkliches Fachwissen war willkommen, aber nicht unbedingt erforderlich. Manch eine Mama hantierte zum ersten Mal mit einem Akkuschrauber und fand durchaus Gefallen daran. Jens Jürgensen aus Detmold, der den Spielplatz mit seiner „Spiel-Werkstatt“ geplant hatte, und sein Sohn Nils unterstützten die Eltern und hatten ein Auge darauf, dass sie alle Spielgeräte sicher installierten.

Zu tun war einiges: Fischerhütte mit Bootssteg, Hexenturm mit Rutsche und Niedrigseilklettergarten, Kochstation, Wasserspielanlage, Mini-Robinien-Schaukel, Sprungbalken und vieles mehr musste montiert und eine große Bewegungsbaustelle eingerichtet werden. Die Spielgeräte sind auf die unterschiedlichen Altersstufen abgestimmt. So gibt es beispielsweise Schaukeln für die ganz kleinen Kita-Besucher, die so niedrig sind, dass es nicht wehtut, wenn sie mal herunterfallen. Findling-Haufen dienen ihnen als „Klettergerät“.

„Mir war auch wichtig, dass die Bäume in den Spielplatz integriert werden“, sagt Kita-Leiterin Inge Thrien. Einige hatten wegen der Erweiterung der Einrichtung gefällt werden müssen, die verbliebenen spenden den Kindern künftig Schatten. Die Obstbäume am Rand des Geländes bieten im Sommer und Herbst leckere Früchte.

„Ich bin sehr froh, dass ich mich immer auf die Eltern verlassen kann“, freut sich Thrien über die tatkräftige Hilfe. In diesem Fall ist deren Unterstützung tatsächlich Gold – beziehungsweise Geld – wert, denn dank der engagierten Mamas und Papas kann eine stattliche Summe an Handwerkerkosten eingespart werden. Die Gemeinde Wagenfeld investiert laut Thrien 18 000 Euro in den Spielplatz, der DRK-Ortsverein Ströhen zahlt die Wasserspielanlage.

Die Neugestaltung des Spielplatzes war der vorerst letzte große Schritt zur Vollendung der Sanierung und Erweiterung der Kita.

Das Ergebnis können sich alle Interessierten bei einem „Tag der offenen Tür“ am Samstag, 10. November, anschauen. Einen Tag zuvor soll die offizielle Schlüsselübergabe erfolgen. Fürs nächste Jahr plant die Gemeindeverwaltung noch die Sanierung des Frühstücksraums. 

mer

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